Diepholzer „Stadtobere“ gewinnen Ruder-Vergleichsrennen gegen Kaufleute

Keine knappe Entscheidung

Einen klaren Vorspung hatten die Diepholzer „Stadtoberen“ mit ihrem Boot namens „Wätering“. - Foto: Reckmann

Diepholz/Lembruch - Wer den Hohn hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: „Zielfoto? Da seid Ihr doch gar nicht mit drauf!“, schallte es den Zweitplatzierten nach dem Herausforderungsrennen „Stadtobere gegen Kaufleute“ entgegen.

Nein, es war kein Foto-Finish, wahrlich keine knappe Entscheidung: Der traditionelle Kurzstrecken-Vergleich, zu dem die Ruderabteilung der SG Diepholz an den Dümmer eingeladen hatte, ging in diesem Jahr (wie schon kurz berichtet), eindeutig an die Herausforderer, die „Stadtoberen“.

Mit der Besetzung Dirk Wehrbein (Mitglied des Kreistags), Michael Klumpe (Stadtverwaltung Diepholz), Klaus Priesmeier (Superintendent) sowie Marcel Scharrelmann und Ingo Estermann als Stadtratsmitglieder in Diepholz hatte das Herausforderer-Boot, die „Wätering“, das Rennen jederzeit im Griff.

Die „Stadtoberen“ (vorn) gewannen klar das traditionelle Ruder-Kurzstreckenrennen der SG Diepholz auf dem Dümmer. Den Kaufleuten blieb der zweite Platz. - Foto: Reckmann

Für den Titelverteidiger saßen Stadtwerke-Geschäftsführer Waldemar Opalla, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Ralf Finke, Michael Waldemair (Autohaus Waldemair), Jürgen Viets (Ceka Diepholz) und Stephan Immega (E-Center Diepholz) im Boot. Trainiert hatten die Teams Andreas Mundhenke und der SG-Ruderabteilungsvorsitzende Heino Dunau.

Das Herausforderungsrennen findet jährlich im Rahmen der Dümmermeilen-Regatta der SG-Rudersparte statt, an der Rudervereine aus ganz Deutschland teilnehmen. War das Rennen im vergangenen Jahr noch wegen hohen Wellengangs auf dem Dümmer auf die Lohne verlegt worden, so konnte es diesmal bei guten Ruder-Bedingungen wie geplant auf der Stammstrecke vor Lembruch-Eickhöpen ausgetragen werden. Die Siegerehrung wurde durch SG-Wanderruderwart Wolfgang Seher vorgenommen.

Dabei ließen sich die unterlegenen Kaufleute die gute Laune nicht verderben, betrieben stattdessen scherzend Ursachensuche im fehlenden Doping oder dem Training. Vielleicht lag es auch an der falschen Wettkampfbahn. Und hatten nicht die Herausforderer ohnehin ein völlig neues Boot? Ihr Trost: In der Gesamtwertung führen die Kaufleute immer noch mit 9:6.

sr

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