PHWT-Ingenieurcampus: Dann auch Elektrotechnik und Mechatronik in Diepholz

Gleiches Gebäude auf dem Grundstück des ZWT geplant

Auf dieser Wiese gegenüber dem Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) auf dem Grundstück an der Thüringer Straße soll ab Ende 2016 ein gleiches Gebäude entstehen. - Foto: Jansen

Diepholz - Die Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses steht bei der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz im Vordergrund. Deshalb wird jetzt noch mal investiert.

„Das ZWT ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Professor Dr. Carsten Bye. Vor einem Jahr im Februar wurde das Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) in Diepholz auf einer Wiese in der Nähe der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) von Wirtschaftsminister Olaf Lies eröffnet. Dass es eröffnet werden konnte, hat einige Jahre an Überzeugungsarbeit gekostet, erzählt der ZWT-Geschäftsführer und Professor für Werkstofftechnik an der PHWT. Vor zwei Jahren wurde mittlerweile ein ZWT-Verein gegründet, an dem auch viele Unternehmen aus Südoldenburg beteiligt sind. Hauptmotivation, sich in einem gemeinsamen Verein zu engagieren, der hinter dem ZWT steht, sei die „verlängerte Werkbank“, erklärt Carsten Bye. „Die Unternehmen wollten und mussten sich gegen die starke Konkurrenz aus der Mitte und dem Süden Deutschlands aufstellen.“ Das gelinge mittlerweile gut.

Von den drei PHWT-Standorten Diepholz, Vechta und Oldenburg ist Diepholz mit knapp 300 Studenten der Größte. Und die Erfolgsgeschichte für die Kreisstadt geht weiter. Denn bereits für Ende des Jahres plant die Diepholzer PHWT gegenüber dem ZWT (zum GFS-Sportplatz hin) ein weiteres, spiegelgleiches Haus auf dem Grundstück an der Thüringer Straße zu bauen. Grund: Der dritte Standort in Oldenburg wird geschlossen.

„Das neue Gebäude wird dann nicht für Werkstofftechnik zur Verfügung stehen, sondern für Elektrotechnik und Mechatronik“, erklärt Prof. Carsten Bye. Dadurch entstehe in Diepholz ein Ingenieur-Campus, der die Ingenieurwissenschaften an die beiden Standorte Vechta und Diepholz binde.

Bye: „Damit möchten wir einen Synergieeffekt erzielen.“ Denn viele Fächer und Dozenten können sich ergänzen. Außerdem gebe es in den Region bereits einen großen Konkurrenzkampf um die Ingenieure. „Deshalb muss man individuelle Konzepte anbieten“, sagt der ZWT-Geschäftsführer. Die Förderung des ingenieurwissenschaftlichen Nachwuchses stehe im Vordergrund, erläutert er.

Das neue Gebäude wird vermutlich fünf Millionen Euro kosten. Die Dr. Jürgen-und-Irmgard-Ulderup-Stiftung hat bereits eine Finanzierung zugesagt. „Momentan warten wir noch auf Restmittel, die wir etwa beim Land Niedersachsen angefragt haben“, erklärte Carsten Bye.

Mit dem Bau könne Ende 2016 begonnen werden. Ein Jahr später, könne er bereits fertig gestellt sein, hofft der Professor.

In Diepholz können die Studenten entweder ein duales Bachelor-Studium im Wirtschaftsingenieurwesen oder im Maschinenbau beginnen. „Das Besondere am Studium ist der hohe Praxisanteil – auch während der Theoriephasen“, sagt Carsten Bye. Im angegliederten ZWT stehen den Studenten neben Seminarräumen in zahlreichen Laboren unterschiedlichste Geräte für ihre Studien zur Verfügung: Im Klimaschrank wird das feuchte und heiße Wetter von Malaysia simuliert. In einem anderen Gerät werden Kunststoffe gealtert oder UV-Strahlung ausgesetzt. In einem Raum weiter Dichtverschlüsse einer Getränkeverpackung auf ihre Funktion überprüft. „Die Studenten simulieren hier an den Geräten für ihre wissenschaftlichen Arbeiten, aber wir übernehmen auch Industrieprojekte“, so der Professor.

Mehr zum Thema:

TSV Westen: Eröffnung des Jugendparcours

TSV Westen: Eröffnung des Jugendparcours

Streit um Videospiel löst Großeinsatz der Polizei aus

Streit um Videospiel löst Großeinsatz der Polizei aus

Internationales Poloturnier in Appel

Internationales Poloturnier in Appel

Ford Ka: Vor 20 Jahren eine kleine Sensation  

Ford Ka: Vor 20 Jahren eine kleine Sensation  

Meistgelesene Artikel

Schützenfest: „Hey Twistringen, du bist meine Stadt“

Schützenfest: „Hey Twistringen, du bist meine Stadt“

„Das war nicht gewollt“

„Das war nicht gewollt“

Brand des Kuhstalls: Ursache weiter unbekannt

Brand des Kuhstalls: Ursache weiter unbekannt

Gekrönte „Hüttenfee“

Gekrönte „Hüttenfee“

Kommentare