Brücke über die Hinterlohne

Geplanter Abriss der Fahrrad- und Fußgängerbrücke fraglich

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Die Brücke über die Hinterlohne – zwischen Lohnstraße und Müntepark – soll nun offenbar doch nicht abgerissen werden. Laut Beschluss des Diepholzer Verwaltungsausschusses ist sie in der Gesamtplanung für die Umgestaltung der Park-Eingänge enthalten.

Diepholz - Was den geplanten Abriss der Fahrrad- und Fußgängerbrücke über die Hinterlohne betrifft, so ist offenbar das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nachdem der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Umwelt zunächst an seinem Beschluss festgehalten hatte, die Brücke abzureißen, beschloss der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Stadt Diepholz jetzt, die Brücke zu erneuern.

„In der Gesamtplanung für den Eingangsbereich des Münteparks von der Steinstraße ist auch die Lohnebrücke von der Lohnstraße zum Müntepark enthalten“, teilte Stadt-Sprecher Johannes Selker auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Im Rahmen der Gesamtplanung wurde die Erneuerung der Brücke beschlossen.“ Diese Planung werde noch erarbeitet und anschließend vorgestellt und beraten.

Die Sozialdemokraten, die sich für den Erhalt der Brücke eingesetzt hatten, freuen sich über die Wendung. „Das ist wirklich eine gute Nachricht für alle, die auch in Zukunft auf vertrauten Wegen vom Müntepark in die Innenstadt gelangen wollen“, erklärte der Sprecher der SPD-Fraktion im Rat, Manfred Albers, in einer Pressemitteilung. Er hatte die SPD-Fraktion über den „nicht erwarteten Erfolg für Fußgänger und Radfahrer in der Kreisstadt“ (Albers) informiert.

Der Beschluss, die Brücke mit der Bezeichnung „L06“ ersatzlos abzureißen, war im November 2015 von der Ratsmehrheit aus CDU und FDP gefasst worden. Im Mai dieses Jahres hatte die SPD erneut beantragt, die Brücke über die Hinterlohne zu erneuern und den alten Beschluss aufzuheben. „Wenn wir die Innenstadt stärken wollen, müssen wir bemüht sein, attraktive Wegebeziehungen zu erhalten oder neu zu entwickeln“, so die SPD.

Vertreter von CDU und FDP hatten im Fachausschuss erklärt, die Brücke sei verzichtbar. Sie sollte abgerissen werden, wenn der Parkeingang von der Steinstraße, wie geplant, attraktiver gestaltet worden ist.

In der Fachausschusssitzung berichtete Andy Blumberg vom Bauamt das Ergebnis der jüngsten Brückenprüfung. Probleme seien die hölzernen Längsträger, die angegriffen seien. Dadurch seien auch die Bohlen nicht mehr fest. Er rechne mit Kosten von etwa 40 000 Euro für einen neuen Oberbau.

„Die Brücke ist verzichtbar,“ hatte Bauamtsleiter Dr. Akbar Nassery im Ausschuss gesagt. Diepholz wäre auch ohne sie noch eine „Stadt der kurzen Wege.“

Doch nun hat offenbar ein Umdenken stattgefunden. „Die SPD-Fraktion sieht trotz der deutlichen Hinweise darauf, dass CDU und FDP ihre Koalition aus der vergangenen Wahlperiode auch in den kommenden fünf Jahren fortsetzen werden, gute Chancen für eine neue Sachlichkeit in der Arbeit des Rates in der Kreisstadt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Diepholzer Stadtrat hatte in seiner letzten Sitzung einstimmig den SPD-Antrag zur naturnahen Entwicklung der Lohne beschlossen.

„Für uns sind die jüngsten Beschlüsse ein deutlicher Beleg dafür, dass auch die Mehrheitsfraktionen inzwischen mehr Wert auf Dialog als auf Konfrontation legen“, so der SPD-Vorsitzende Ingo Estermann in der Pressemitteilung. 

sr

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