In der Kreissparkasse Diepholz

Tierisch amüsant mit Frontfrau der Band „Wir sind Helden“ Judith Holfernes

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Judith Holofernes bot tierisch-amüsante Lyrik in der Kreissparkasse.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Dieser Abend war tierisch. Tierisch unterhaltsam, tierisch lustig, tierisch entspannt. Und tierisch lyrisch, sehr oft mit Tiefgang. Judith Holofernes – Songtexterin, Sängerin, Gitarristin und als Frontfrau der Band „Wir sind Helden“ bekannt – hat neben der Musik das Betätigungsfeld „Lyrik“ gefunden und sich dabei auf Tiergedichte spezialisiert. Ihr Buch „Du bellst vor dem falschen Baum“ stellte die 39-Jährige am Dienstagabend im Veranstaltungsraum der Kreissparkasse in Diepholz vor. Das gut 100-köpfige Publikum zeigte sich sehr amüsiert und folglich applaudierfreudig. 

Im Rahmen ihrer jährlichen Reihe „Literatur vor Ort“ hatte die Kreissparkasse Grafschaft Diepholz in Kooperation mit Nordwestradio Judith Holofernes für die Autorenlesung verpflichtet.

Es war keine klassische Lesung, sondern ein lockeres Interview, in dem Judith Holofernes nicht nur Fragen beantwortete, sondern auch Gedichte aus ihrem Buch vorlas. Die Fragen dazu und zu ihrem Leben stellte Karsten Binder, Programmleiter des Nordwestradios (ein Programm von Radio Bremen).

Zu den Gedichten stets passend: Collagen und Zeichnungen der Künstlerin Vanessa Karré, die das Buch illustriert hatte. Bei der Autorenlesung waren sie auf einer Leinwand zu sehen.

Judith Holofernes hat so manchen Song getextet, darunter „Wir-sind-Helden“-Hits wie „Nur ein Wort“ oder „Denkmal“. Diese Erfahrung setzt sie in ihrer Lyrik ein. Die Reime reichen von genial bis komisch banal, die Worte von lautmalerisch bis treffsicher das jeweilige Tier beschreibend. In den Gedichten geht es um die „Vollmeise“, um Marabus, Lemuren und Hunderassen für Allergiker, Kühe vor dem Fenster oder Rehe auf einer Lichtung.

Der Unterschied zu Songtexten? „Gedichte müssen keinen Refrain haben, können aus zwölf Strophen oder nur vier Zeilen bestehen“, erklärt Judith Holofernes. Manche ihrer Gedichte haben etwas Autobiografisches – so wie die Rehe, die die gebürtige Berlinerin als Kind bei einem Aufenthalt in einem Landschulheim bei Bremen gesehen hat.

Tiere haben in Judith Holofernes' Leben schon immer eine Rolle gespielt. Die Eltern hatten sieben Haustiere, darunter zwei Beos und einen Papagei. Auf Tourneen ihrer damaligen Band „Wir sind Helden“ besuchte sie in den Auftritts-Städten mit ihren damals kleinen Kindern stets die örtlichen Zoos.

Aber nicht nur deshalb schreibt Judith Holofernes nun Lyrik, in der es um Tiere geht: „Das Leben ist sehr viel lustiger, wenn man Tiergedichte schreibt.“ Und ein Aufenthalt in der Sparkasse auch, wenn man Tiergedichte hört.

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