Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Den Frieden wertschätzen und bedingungslos fördern

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Hand in Hand: Stellvertretender Bürgermeister Hans-Werner Schwarz und Standortältester Oberst Olaf Stöcker bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Diepholz am Heldenhain. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Hand in Hand vor dem Ehrenmal: Der stellvertretende Diepholzer Bürgermeister Hans-Werner Schwarz und Oberst Olaf Stöcker, Standortältester und Kommandeur des Waffensystem-Unterstützungszentrums 2 auf dem Fliegerhorst, demonstrierten so ihre Gemeinsamkeit im Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und an die Bundeswehrsoldaten, die im Einsatz für ihr Land gefallen sind.

Diese Geste bei der traditionellen Kranzniederlegung war Abschluss der halbstündigen Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Heldenhain. Daran teil nahmen am Sonntagvormittag neben Vertretern von Rat und Verwaltung, von Kirche, Feuerwehr, Schützen und anderen Organisationen auch Soldaten des Diepholzer Fliegerhorstes.

„Wir haben die Verantwortung, darauf zu achten, dass wir Fehler nicht wiederholen“, sagte Pastorin Julia Dietz von der evangelischen Kirchengemeinde St. Michaelis in ihrer Ansprache. Daher sei es wichtig, die Erinnerung zu bewahren. Die Verluste an Menschen dürften nicht sinnlos bleiben. „Frieden zu wahren, das sagt sich so leicht, ist aber so schwer“, meinte Julia Dietz. Menschen seien gern ein bisschen größenwahnsinnig, daher gelte es für sie, sich zurückzunehmen, so die Pastorin.

Oberst Olaf Stöcker erinnerte nicht nur an die Opfer der beiden Weltkriege, sondern auch an die aktuellen im Irak, in Syrien, in Afghanistan und vielen anderen Ländern auf der Welt: „Sie alle mahnen uns, was Gewalt, Krieg und Terror bedeuten und welches Leid und welches Unglück sie mit sich bringen.“ Gleichzeitig sollten sie dazu auffordern, den Frieden, den wir schon lange in Deutschland und auch in Europa erleben, wertzuschätzen und weiter in Ehren zu halten und ihn bedingungslos zu fördern, so Oberst Stöcker. In der Zukunft werde es weiter darauf ankommen, die richtigen Lehren aus der Geschichte und den aktuellen Geschehnissen zu ziehen.

Landesfeier zum Volkstrauertag in Verden

Der Volkstrauertag sei für ihn im Medienzeitalter mit ständiger Informationsflut „eine der letzten Chancen, in unserer so durchgestylten und zeitlich völlig verplanten Gesellschaft einen intensiven Moment der Ruhe, des Innehaltens und des persönlichen Nachdenkens zu haben und darüber hinaus noch einmal den tieferen Sinn des Tages zu erfassen, sagte Stöcker in seiner Ansprache.

Für musikalische Untermalung der Gedenkfeier am Heldenhain sorgte wieder der Diepholzer Posaunenchor. Jonas Meinecke spielte auf der Trompete „Ich hatt einen Kameraden“.

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