Zaubershow und Lesungen: Organisatoren setzen neue Ideen um

Ein Festival als Erlebniswochenende

Eins, zwei drei: Sprung raus aus der Realität, rein ins Festivalwochenende. 5 000 Besucher feierten ein ausgelassenes Wochenende auf Lüdersbusch. Bands, Lesungen, eine Zaubershows und viel Liebe für Details machten das 16. Appletree Garden Festival erneut zu einem unvergesslichen Erlebnis. - Foto: Kerstin Hedwig Winter

Diepholz - Von Kerstin Hedwig Winter. Wer noch nicht selbst einmal nach Sonnenuntergang in dem kleinen Wäldchen des Appletree Garden Festivals gestanden und einer der vielen einzigartigen Bands gelauscht hat, kann nur schwer die Atmosphäre nachempfinden, die die 5 000 Besucher des Festivals dort jedes Jahr wieder auf eine kleine Auszeit von der Realität einlädt.

Der mit buntem Licht in Szene gesetzte Wald, viele kleine Details, leuchtende Regenschirme in den Baumwipfeln und nicht zuletzt der Zauber, den die Besucher selbst mit Seifenblasen, Blumen und Glitzer aufs Gelände bringen machen das Appletree Garden Festival zu einem einzigartigen Ort, an dem die Realität keinen Zutritt hat.

„Mit der Zirkusbühne und den neuen dekorativen Elementen wollten wir das Festival weiter in die Richtung bringen, die wir uns vorstellen, nämlich es mehr zu einem großen Erlebniswochenende zu machen als nur zu einer Musikveranstaltung“, erklärte David Binnewies vom Organisations-Team des Festivals. Lesungen sowie die Zaubershow auf der neuen Bühne wurden von den Festivalbesuchern sehr gut angenommen und zeigen, dass die Veranstalter mit ihrem Konzept ins Schwarze treffen. Neben dem Programm auf der Zirkusbühne gab es auch eine Spielwiese, eine Schminkecke und eine Wand zum Bemalen, auf der sich die Besucher verewigen und dem Festival ihre Liebeserklärung hinterlassen konnten.

Natürlich stand am vergangenen Wochenende vor allem aber die Musik im Mittelpunkt. „AnnenMayKantereit“ standen bereits zum dritten Mal auf der Appletree-Bühne: Waren sie beim ersten Mal noch nahezu unbekannt, sind sie längst gefeierte Überflieger. Für jeden Geschmack war das passende dabei: Ob lässiger Soul von „Her“, immer wieder guter Hip Hop und clevere Texte von „Käptn Peng & die Tentakel von Delphi“ oder die träumerischen Klänge von „Blaue Blume“.

Der noch unbekannte „Secret Act“, der am Sonnabend auftreten sollte, ließ viel Platz für wilde Spekulationen. Um Mitternacht fiel der goldene Vorhang, der die Bühne verdeckte und „Bilderbuch“ aus Österreich feierten einen wilden Abschluss den Festivals.

Appletree Garden: Der Freitag

Die Liebe fürs Detail und die Hingabe, mit der die Veranstalter das Gelände von Lüdersbusch in einen kleinen Zauberwald verwandeln, machen das Appletree jedes Jahr aufs Neue zu einem der schönsten, emotionalsten und liebenswertesten Festivals. Kein Wunder, dass wiederkommt, wer einmal da gewesen ist.

Appletree Garden Festival: Mehr Eindrücke vom Freitag

Die Besucher sind dem Appletree Garden Festival treu. Viele kommen schon seit Jahren hierher, waren vielleicht als Abiturienten zum ersten Mal dort, haben ein Studium hinter sich und haben längst einen Job. Doch das Appletree Garden Festival ist eben ein guter Ort, um einmal zu vergessen, dass man erwachsen wird.

Appletree Garden: Die Bilder vom Samstag

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