Elf Musikerinnen zwischen 30 und 60 Jahren

Die Band méli-mélo aus Schwarme: Was für ein Durcheinander!

Karin Christoph (links) leitet die Gruppe. - Fotos: Max Brinkmann

Schwarme/Kleinenborstel - Von Max Brinkmann. Zuerst spielt nur das Cello. Nach ein paar Takten setzt dann das Akkordeon ein. Klingt vielleicht komisch, ist aber so. Und harmoniert erstaunlich gut. So ist das eben bei der Musikgruppe méli-mélo. Der französische Name der Band heißt übersetzt so viel wie „Durcheinander“ oder „Mischmasch“. Wie passend.

Vor zwölf Jahren haben Hobbymusiker mit ganz unterschiedlichen Instrumenten die Gruppe in Schwarme gegründet. Die Leiterin, die professionelle Musiklehrerin Karin Christoph, arrangiert die Stücke stets so, dass auch Instrumente, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenpassen, eben das doch tun.

Cello, Gitarre, Trommel: Bei méli-mélo harmoniert alles.

Aktuell besteht die Band aus elf Musikerinnen zwischen 30 und 60 Jahren. Cello, Gitarren, Klarinetten, Blockflöten, Akkordeon, Conga, Geige: Alles ist dabei. Genauso vielfältig wie die Instrumente fällt auch das Repertoire der „Dorfkapelle international“, so der Untertitel von méli-mélo, aus. Folklore, Filmmusik, Tangos, Balkanrhytmen ... Die Gruppe ist offen für alle Genres. Nur tanzbar muss die Musik sein.

méli-mélo tritt in der ganzen Region auf, gerne auch mit anderen Gruppen. Beim „La Strada“-Festival in Rotenburg tat sich die Band mit einer Theatergruppe zusammen, auf dem Hoffest der Kleinenborsteler Tierärztin Kristin Mielke agierte sie gemeinsam mit einer Tanzgruppe aus Sulingen. Mielke ist übrigens selbst seit zehn Jahren Mitglied und spielt Holzblockflöte. Seit ihrem Eintritt proben die Musikerinnen auf ihrem Hof, vorher war Robberts Huus in Schwarme das Domizil.

Jeden Mittwochabend um 20 Uhr stehen Rhythmus- und Gesangsübungen auf dem Programm, bevor intensiv geübt wird. Erst mal spielen die Elf ein Lied durch, dabei schaut Karin Christoph, was verbessert werden kann.

Die Liedauswahl überlegen sich die Mitglieder zusammen: Manchmal covern sie bekannte Stücke, manchmal spielen sie Kompositionen von Christoph. Ein bis zwei neue Songs lernt die Gruppe im Monat.

„Mir ist das Verbindende an der Musik wichtig“, sagt die Musikwissenschaftlerin Karin Christoph. Da überrascht es nicht, dass sie und méli-mélo so gut zusammenpassen wie die unterschiedlichen Musikinstrumente.

Wer Lust hat mitzumachen, kann nach Absprache mit Karin Christoph (Telefon 0179/5355634 oder E-Mail karinchristoph@posteo.de) zu einem der Übungsabende in Kleinenborstel kommen. Verstärkung sucht méli-mélo zum Beispiel bei Instrumenten wie Geige, Bratsche, Klarinette, Querflöte, Perkussion oder Gitarre. Der erste Besuch ist kostenfrei, danach kostet die Mitgliedschaft 30 Euro im Monat.

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