"Bildung kennt keine Landkreis-Grenzen"

Spatenstich für Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik

Spatenstich für das neue Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) an der Thüringer Straße in Diepholz (von links): Prof. Dr.-Ing. Thomas Plegge (PHWT), Dr. Hans-Hermann Dehmel (Kuratorium der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung), Prof. Dr. Ludger Bölke (PHWT-Präsident), Gerd Stötzel (Vorsitzender Gesellschaftsausschuss der PHWT), Cord Bockhop (Landrat Landkreis Diepholz), Dr. Thomas Schulze (Bürgermeister der Stadt Diepholz), Dipl.-Ing. Jörg Moorkamp (Bauunternehmen Völkerding und Moorkamp), Stephan Grenz (Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser), Prof. Dr. Olaf Werner (Vorstand der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung), Bernd Lange (Architekturbüro Landwehr und Partner) und Prof. Dr.-Ing. Markus Kemper (PHWT). - Foto: Jansen

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) konzentiert ihre Ingenieur-Studiengänge in Diepholz: Am Dienstag war der offizielle Spatenstich für das Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) an der Thüringer Straße. Mit der geplanten Fertigstellung Ende 2017 werden die PHWT-Studiengänge Elektrotechnik und Mechatronik von Oldenburg nach Diepholz verlagert.

Vertreter der PHWT, des Landkreises und der Stadt Diepholz, der Dr. Jürgen und Irmagard Ulderup-Stiftung sowie von beteiligten Firmen nahmen zum Bau-Start symbolisch einen Spaten in die Hand. Das neue Gebäude gegenüber dem Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT), das 2014 eröffnet wurde, wird architektonisch sehr ähnlich, bekommt aber blaue statt rote Außenelemente.

Die Baukosten betragen 5,2 Millionen Euro einschließlich Möblierung. Den größten Teil finanziert die Ulderup-Stiftung. Der Landkreis Diepholz stellte das Grundstück. Das bestehende ZWT mit den Dualen Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau sowie das neue ZME sollen eng zusammenarbeiten und einige Labore gemeinsam nutzen. Der Studienbetrieb im ZME soll Anfang 2018 beginnen.

Mit dem neuen Gebäude wächst der Campus der Bildungseinrichtungen in der Kreisstadt weiter. Zusammen mit dem benachbarten Berufsbildungszentrum (BBZ) Dr. Jürgen Ulderup und den weiterführenden Schulen in der Nähe ist die PHWT für Landrat Cord Bockhop ein „Leuchtturm“ für Bildung, dessen Wirkung auch bis in den Nordkreis reicht.

Angebot in Diepholz wird breiter

Nach Fertigstellung des ZMW können die Studenten und Lehrenden die Einrichtungen des benachbarten, seit 2014 bestehenden Zentrums für Werkstoffe und Technik (ZWT) nutzen – und umgekehrt. Damit wird das Angebot in allen vier Studiengängen der PHWT in Diepholz breiter.

In Vechta hat die Hochschule nach wie vor ihre Verwaltung und weitere Studiengänge (unter anderem Business Administration). Insgesamt absolvieren 650 junge Menschen an der PHWT ein Duales Studium mit großen Praxis-Anteilen in Betrieben. Der Standort Diepholz hat bislang 250 Studierende.

Bürgermeister Dr. Thomas Schulze freute sich, dass die PHWT-Führung die strategische Entscheidung getroffen hat, zwei weitere Studiengänge mit insgesamt etwa 120 Studenten in Diepholz anzusiedeln.

Schulze betonte aber auch, dass es eine Einrichtung für die ganze Region sei: „Bildung kennt keine Grenzen, schon gar keine Landkreisgrenzen.“ Der besondere Charakter der PHWT sei, dass sie immer ihr Ohr an der Wirtschaft habe und sich auf deren Ausbildungs-Bedürfnisse einstelle.

Zum offiziellen Spatenstich begrüßte PHWT-Präsident Prof. Dr. Ludger Bölke neben Landrat und Bürgermeister unter anderem Vertreter von Behörden und Firmen sowie die Nachbarn. Er verwies auf Vorteile, die die Konzentration der Ingenieur-Studiengänge in Diepholz bringe: So können Forschungs- und Lehr-Labore gemeinsam genutzt, studienübergreifende Projekte – wie die Rennwagen-Konstruktion „Formula Student“ – besser umgesetzt werden.

Hauptfinanzierer: Ulderup-Stiftung

Hauptfinanzier ist die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung. Deren stellvertretender Kuratoriums-Vorsitzender Dr. Hans-Hermann Dehmel betonte die besonders enge Beziehung zur PHWT als Gründungsgesellschafter. Ein Ziel der Stiftung ist, die Aus- und Weiterbildung von Menschen in der Region zu fördern. „Wir können uns vorstellen, dass weitere Spatenstiche folgen“, blickte Dr. Dehmel in die Zukunft.

Die Ulderup-Stiftung hatte seinerzeit die Finanzierung der PHWT-Entwicklung vom Standort Diepholz abhängig gemacht. Für das ZME gibt die PHWT ihren Standort Oldenburg nach 17 Jahren auf.

An der Finanzierung der Dualen Studiengänge mit Praxis- und Theorieanteilen beteiligen sich 190 Unternehmen aus der Region.

Gesellschafter der PHWT sind neben der Ulderup-Stiftung die Berufsakademie Oldenburger Münsterland, das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik, EWE Vertrieb, die Firma Harting, der Landkreis Diepholz und die Stadt Diepholz.

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