Erfolgreiche Spenden-Aktion des Tierschutzvereins Diepholz für zwei Hunde

Beine von „Kicky“ und „Naicoh“ gerettet

Sein gebrochenes Bein ist erfolgreich behandelt: Der junge Dackelmischling „Naicoh“ kann wieder mit seiner Besitzerin Manuelah Pietrzyk durch den Müntepark toben. - Foto: Manholt

Diepholz - Von Louisa Manholt. „Kicky“ genießt nun das Leben wieder. Anfang Juli hatte der Tierschutzhof Dickel, den der Tierschutzverein Diepholz betreibt, einen Spendenaufruf für den Hund gestartet. Insgesamt kamen so 3100 Euro zusammen, die den zwei Hunden „Kicky“ und „Naicoh“ Operationen finanzieren sollten. Beide hatte sich ein Bein gebrochen.

Die achtjährige Hündin „Kicky“, die im Tierschutzhof lebt, hat ihre Eingriffe mittlerweile überstanden. Das Bein konnte gerettet werden. In sechs einzelnen Behandlungen unter Narkose wurden Entzündungen und Absplitterungen entfernt und die Knochen gerichtet. Die Operationskosten beliefen sich auf rund 2 000 Euro – zuzüglich der noch kommenden Nachbehandlungskosten.

„Zunächst sah es gar nicht danach aus, dass das Bein erhalten bleiben könnte“, berichtete der Leiter des Tierheims, Olaf Bock: „Aber wir haben entschieden: Wir machen, was nötig ist, um das Bein zu retten.“ Denn das sei man den Spendern, die die Operationskosten finanzieren wollten, schuldig.

Der Erfolg gab der Entscheidung Recht. „Kicky“ liefe schon wieder gut und „blühe auf“. Es gebe sogar schon Interessenten, bei denen „Kicky“ ein neues Zuhause finden könnte, so Bock.

Auch der zweite Fall im Spendenauftruf des Tierschutzvereins Diepholz konnte erfolgreich behandelt werden. Bei Dackelmischlings „Naicoh“ war für das gebrochene Bein jedoch keine Operation notwendig.

Die konservative Behandlungsmethode, bei der das Bein mit Gips und Schiene stabilisiert wurde, schlug bei dem zehn Monate alten Rüden an. Es bleibt eine leichte Fehlstellung des Beins, was den Dackelmischling kaum beeinträchtigt.

„Da hat keiner dran geglaubt, dass das ohne Operation funktioniert“, sagte die behandelnde Diepholzer Tierärztin Ute Fronz. Aufgrund des geringen Alters des Hundes war die Regeneration außergewöhnlich gut.

Auch der Tierchirurg, der sich um „Naicohs“ Bein gekümmert hatte, war erstaunt über die Heilung. Er riet ebenfalls von einer Operation ab, da fraglich gewesen wäre, ob diese zu einem besseren Ergebnis geführt hätte. Zudem hätte der schon verheilende Knochen erneut gebrochen werden müssen. Die zwei Knochen des Vorderlaufes sind inzwischen an der Bruchstelle zu einem Knochen zusammengewachsen. Da der Dackelmischling nicht viel Gewicht auf das Bein bringt, besteht keine Gefahr der Überlastung und er hat keine Schmerzen. Bei einem größeren Tier, wie in „Kickys“ Fall, wäre die Operation unumgänglich gewesen.

Die im Rahmen der Aktion des Tierschutzvereins Diepholz / Tierschutzhofes Dickel eingegangenen Spenden halfen somit wie geplant den beiden Hunden zu einem verbesserten Lebensgefühl.

Da „Naicohs“ Besitzerin Manuelah Pietrzyk durch eine Krankheit arbeitsunfähig geworden war und somit nicht für die Operations-Kosten aufkommen konnte, hatte der Tierschutzverein den Fall übernommen.

Dieser – beziehungsweise sein Tierschutzhof Dickel – rief zur Spenden-Aktion auf, da die im Tierschutzhof lebende Hündin „Kicky“ ebenfalls ein gebrochenes Bein hatte, das versorgt werden musste. Der Tierschutzverein hätte beide geplanten Operationen nicht finanzieren können.

„Ohne die Spenden, hätten die Beine der Hunde sicherlich amputiert werden müssen“, berichtete Olaf Bock – und freut sich über die Resonanz der Spendenaktion.

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