Inkontinenz-Zentrum an der Klinik Diepholz zertifiziert

„Behandlungspfad“ mit nachgewiesener Qualität

Freuen sich über die Zertifizierung des Inkontinenz-Zentrums an der Klinik Diepholz (von links): Dr. Dariusz Malan, Dr. Bernd Rasper , Shari Halbsguth, Christa Obernolte, Grit Reichel, Katharina Schäfer und Melanie Kolkhorst. - Foto: Jansen

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Schwäche des Beckenbodens, mehrere Geburten: Das und mehr können Ursachen für Blasenschwäche sein. Geschätzt leiden 40 Prozent aller Frauen über 60 Jahre daran. Im Inkontinenz-Zentrum an der Alexianer-Klinik Diepholz kann ihnen geholfen werden. Hier arbeiten der Gynäkologe und Belegarzt Dr. Dariusz Malan und die Urologen Dr. Bernd Rasper (Chefarzt) und Dr. Ansgar Wagner zusammen.

Sie beurteilen bei Patientinnen jeweils aus ihrer unterschiedlichen fachlichen Sicht, welche Behandlungsmethode für die individuelle Ursache der Blasenschwäche die richtige ist.

Etwa 60 Frauen behandeln sie pro Jahr im seit 2007 bestehenden Inkontinenz-Zentrum – meist mit speziellen Operationen. Jetzt ließ sich diese Einrichtung an der Alexianer Klinik Diepholz zertifizieren und steht mit ihrer so nachgewiesenen Qualität des „stationären Behandlungspfades“ in einer Reihe von 19 deutschen Kliniken – unter anderem mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf, dem Evangelischen Krankenhaus Hamm und dem Diakonissen-Stiftskrankenhaus Speyer.

Ein Jahr dauerte es, bis die beiden zusammenarbeitenden Praxen Malan und Rasper die notwendigen Dokumentationen und Nachweise aufwändig erarbeitet hatten.

Für diese Aufgabe stellte Dr. Dariusz Malan eigens Shari Halbsguth ein. Als Sekretärin des Inkontinenz-Zentrums befragte sie nach einem festen Schema von Anfang 2015 bis Juni 2016 mehr als 105 Patientinnen, nahm Daten und Aussagen auf, dokumentierte Abläufe.

Begleitet wurde das Verfahren zur Qualitätssicherung von Katharina Schäfer und Melanie Kolkhorst, Qualitätsmanagerinnen der Alexianer Landkreis Diepholz, und der Stationsleiterin in der Diepholzer Klinik, Grit Reichel.

Eine wichtige Rolle spielt auch Christa Obernolte im Inkontinenz-Zentrum. Sie ist Beckenbodentrainerin. Ein Vorteil: Nach der medizinischen Behandlung durch die Ärzte ist auch die folgende und notwendige Physiotherapie in einer Hand. Somit werden die Patientinnen von der ersten Untersuchung auch nach Abschluss der operativen oder konservativen Behandlung betreut. „Der Vorteil eines kleinen Hauses mit Fachpersonal“, betont Dr. Bernd Rasper.

Das Zertifizierungsaudit erfolgte durch die Firma GSG Consulting. Durch die Erfüllung der Anforderungen wurde das Inkontinenz-Zentrum Diepholz danach in den Verbund von 19 Kliniken aufgenommen. Diese haben gemeinsame Qualitätsvorgaben, deren Einhaltung nun jährlich überprüft werden. Das nächste Haus im Verbund ist das Josephs-Hospital in Warendorf bei Münster.

„Wir konnten durch das Zertifizierungsverfahren unsere Leistungen optimieren“, beschreibt Dr. Dariusz Malan einen Vorteil der Überprüfung durch Außenstehende.

Die Qualitätsvorgaben sehen unter anderem einen Patien-Informationsordner und die Dokumentation interner Abläufe vor. Bei der Untersuchung der Patientinnen gehen die Mediziner nach einem vorgegebenen Ablauf sukzessive vor, um die Art der Inkontinenz sicher abzugrenzen. Auf dem vom SGS TÜV Saar ausgestellten Zertifikat wird bescheinigt, dass das Inkontinenz-Zentrum Diepholz „den stationären Behandlungspfad Schwerpunkt Beckenboden und Kontinenz: Rekonstruktive Beckenbodenchirurgie und operative Behandlung bei Harninkontinenz eingeführt hat und die festgelegten Anforderungen erfüllt“. Das Zertifikat ist bis Mai 2018 gültig.

Das Inkontinenz-Zentrum in der Klinik Diepholz ist telefonisch erreichbar unter 05441 972-32410 (Dr. Rasper) und 05441/7871 (Dr. Malan).

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