160 ehemalige und aktive Studenten beim Treffen in der PHWT

Bedeutung von Emotionen in der Arbeitswelt

Der 1. Vorsitzende des veranstaltenden Vereins, Philipp Richter, begrüßte die ehemaligen PHWT-Studenten im bis zum Bersten gefüllten Raum des ZWT. -  Foto: Spahr

Diepholz - „Wir sind überwältigt und völlig baff“. Die Veranstalter des ersten Alumni-Treffens der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) in Diepholz freuten sich über mehr als 160 ehemalige und aktuelle Studenten. Diese waren dafür in das neue ZWT (Zentrum für Wertstoffe und Technik) an der Thüringer-Straße gekommen.

Philipp Richter, 1. Vorsitzender des „Vereins der Freunde und Förderer der PHWT“, der diese Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte, begrüßte die Anwesenden und freute sich über das zahlreiche Erscheinen. Dabei hob er auch die Bedeutung von Alumni-Netzwerken hervor, die nun auch an der PHWT durch Treffen wie diese mehr zur Geltung kommen solle.

Der Begriff Alumnus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Zögling“. Als Alumni wurden ursprünglich Schülerinnen und Schüler einer Internatsschule, eines so genannten Alumnats, bezeichnet. Heute werden mit dem Begriff Alumni die Absolventen einer Hochschule oder einer ähnlichen Bildungseinrichtung bezeichnet.

Durch die Alumni-Netzwerke versuchen Hochschulen deutschlandweit, den Kontakt zu ehemaligen Studenten aufrechtzuerhalten und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Neben dem Vernetzungsgedanken waren jedoch auch viele Ex-Studenten aufgrund des Vortrags von Prof. Dr. Frank Beinhold nach Diepholz gekommen. Der Wirtschaftswissenschaftler unterrichtet an der Universität Bremen mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie.

Er stand jetzt jedoch nicht im Vorlesungssaal der Uni, sondern im Raum 1.04 des ZWT-Gebäudes der PHWT. Dort begeisterte er die Anwesenden mit seinem Vortrag „Hast Du noch Bock auf Arbeit? – Die Bedeutung von Emotionen in der Arbeitswelt“.

Beinhold stellte sich dabei die Frage: „Wie vernünftig sind wir eigentlich wirklich?“. Dabei griff er nicht nur auf die Lehren Immanuel Kants zurück, sondern nahm auch aktuelle Beispiele, wie die großen SUVs namhafter Autobauer, zur Hand. Häufig herrsche hier nicht die Vernunft, sondern einfache Emotionen, wie: Der gefällt mir einfach!

Der Mensch strebe bei seinen Entscheidungen oft nicht nach Materiellem, wie etwa Geld, sondern oftmals auch einfach nach Anerkennung und Macht, so der Professor. Das Emotionen und Erfolg sich hierbei nicht ausschließen, zeigte er am Beispiel des „irrationalen Aufkaufs von Porsche durch den VW-Konzern“.

Mit allerlei Beispielen und auch dem ein oder anderen Exkurs in die aktuelle Gehirnforschung hatte der Uni-Dozent die Aufmerksamkeit der Anwesenden durchgehend sicher. Nicht nur der Titel des Vortrags klang dabei jung und modern, auch Beinhold selbst hielt einen sehr lebendigen, amüsanten und lehrreichen Vortrag.

Nicht nur „alte Freunde“ der PHWT waren gekommen. Auch einige aktuelle Studenten hatten den Weg nach Diepholz gefunden. Die PHWT hatte nicht nur die Absolventen der vergangenen fünf Jahre zu dem Zusammenkommen eingeladen, sondern auch die aktuellen Studenten.

Dabei wurden alle drei Standorte der Hochschule (Diepholz, Vechta und Oldenburg) berücksichtigt.

Michael Scheele aus dem Oldenburger Zweig der PHWT sowie Hendrik Zurhake und Vanja Cobec aus Diepholz sind zwar noch keine „Ehemaligen“, hatten aber dennoch die Einladung mit Freude entgegengenommen. „Wir haben die Hochschule ein wenig vermisst“, sagte Michael Scheele, der Elektrotechnik an der PHWT studiert, lachend.

Auch Vanja Cobec stimmt mit ein: „Wir sind sehr zufrieden mit der Hochschule und das neue Gebäude hier ist echt Highclass!“. Cobec studiert zusammen mit Hendrik Zurhake Maschinenbau in Diepholz. Sie wollten mit ihrem Besuch vor allem auch ihre Hochschule bei Projekten wie diesem unterstützen. „Der Vortrag klingt ebenfalls sehr interessant“, ergänzte Zurhake im Vorfeld.

„Wir wollen eine Plattform bieten, um sich wiederzutreffen und sich zu vernetzen“, erklärte Prof. Dr. Carsten Bye, Projektleiter des ZWT. Kathrin Sanders aus dem Sekretariat der PHWT habe 1 500 Einladungen verschickt und damit eine enorme Aufgabe hinter sich gebracht. Dass mit über 160 Zusagen eine solch starke Rückmeldung käme, hätten die Verantwortlichen nicht erwartet. Prof. Carsten Bye: „Wir hätten wirklich nicht gedacht, dass so viele kommen.“

Nach der Begrüßung und dem Vortrag Beinholds gab es noch eine Führung durch das neue ZWT-Gebäude für die Alumni.

Anschließend luden die Veranstalter zum gemeinsamen Abendessen ein. Dabei wollten sie „in lockerer, rustikaler Atmosphäre den Tag nach ‚Südoldenburger‘ Manier mit Spanferkel und Bier ausklingen lassen“. Denn, so Philipp Richter während seiner Begrüßungsrede: „Heute Abend sind wir vor allem auch hier, um Spaß zu haben“.

Auch rückblickend war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Wir haben noch bis in die Nacht gefeiert. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung“, so Bye am nächsten Tag. Es sei viel über die alten Zeiten gesprochen worden und auch weitere Professoren seien noch im Verlaufe des Abends hinzugestoßen.

Insgesamt habe es ein „deutliches Signal“ gegeben, so etwas gerne wieder zu machen.

Der Verein habe sich dies unter anderem auf die Fahne geschrieben und werde auch weiter an der Realisierung solcher Veranstaltungen arbeiten.

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