Treffen von 200 Jagdhornbläsern

Bassumer siegen beim Bläserwettstreit in Aschen

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Ein eindrucksvolles Bild und ein besonderes Klangerlebnis: Der gemeinsame Auftritt der Bläsergruppen aus dem Kreis Diepholz beim Treffen in Aschen. Die Leitung hatte Heinz Rietschel von der Jagdhornbläsergruppe der Hegeringe Diepholz und Cornau.

Aschen - Von Reinhold Dufner. Vor 40 Jahren erblickte die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Diepholz das Licht der Welt, gab sozusagen den ersten Ton von sich. Dieser runde Geburtstag wurde am Sonntag mit einem großen Bläsertreffen mit mehr als 200 Akteuren aus den Kreisen Diepholz und Vechta vor der malerischen Kulisse des Heimatmuseums in Aschen gebührend gefeiert.

Allerdings, die vielen Mühen, die die Mitglieder des Hegerings Diepholz und seine Bläser in dieses Treffen investiert hatten, wurden nicht unbedingt belohnt. Der Besuch hätte besser sein können. Lag’s an etlichen parallel laufenden Veranstaltungen?

Der Leiter des Hegerings Diepholz, Bernd Kittelmann, war dennoch sehr zufrieden. Ablauf, Wetter, Qualität des Dargebotenen hätten gestimmt. Es seien viele angeregte Gespräche – nicht nur unter Bläsern – geführt worden. Und dann, als absolutes Highlight, der Klang beim Auftritt aller Bläserinnen und Bläser. Gänsehaut-Feeling pur!

Das Jubiläum, verbunden mit dem 20. Kreisbläsertreffen der Jägerschaften Syke und Grafschaft Diepholz, war, mit einem Hubertusgottesdienst unter freiem Himmel eröffnet worden. Dabei schlug Prädikant Johannes Rathjens aus Drebber durchaus auch kritische Töne in Richtung Jagd und Jägerschaft an.

Hegeringleiter Berd Kittelmann hieß zu dem Treffen unter anderem den niedersächsischen Landtagsvizepräsidenten und stellvertretenden Bürgermeister von Diepholz, Karl-Heinz Klare, den stellvertretenden Landrat und Vorsitzenden des Heimatvereins Aschen, Werner Schneider, Drebbers Bürgermeister und Hegeringleiter in Cornau, Friedrich Iven, sowie Aschens Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek , die Vorsitzenden der Jägerschaften Grafschaft Diepholz und Syke, Wilhelm Bergmann und Dr. Hans-Jürgen Hamann, sowie alle Vorstandsmitglieder der Jägerschaften und Hegeringe im Kreis Diepholz willkommen.

Kittelmann erinnerte an die Anfänge der Diepholzer Bläsergruppe, die seit 1988 gemeinsame Sache mit Cornau macht. Die Gruppe sei von zwei Bläsern und einem Übungsleiter auf inzwischen 38 Aktive angewachsen.

Kittelmann dankte der Vorbereitungsgruppe für ihr Engagement, vorneweg Bläserobmann Heinz Rietschel, der die Hauptlast der Organisation getragen habe.

Kittelmann, der selbst auch kräftig mit zupackte, nannte außerdem den stellvertretenden Hegeringleiter Klaus Bookhoop, der sich um Druckvorlagen und Plakate gekümmert hatte, Anke Rathjens (Kaffee und Kuchen), Friedrich „Fiddi“ Kroning (Grillgut und Salate) sowie Friedhelm Piepmeyer (Öffentlichkeitsarbeit). Hinzu kamen noch viele ungenannte Helferinnen und Helfer, ohne die solch ein Event nicht zu bewerkstelligen sei. Die 60 Torten seien ja nicht „so einfach vom Himmel gefallen“.

„Ihr Jubiläum, das sie im Rahmen des Kreisbläsertreffens begehen, feiern sie an einem der schönsten Orte in der Stadt, in Aschen,“ sagte Karl-Heinz Klare in seinem Grußwort. Er würdigte in dem Zusammenhang die Arbeit der Heimatvereine. Jagdhornblasen verbinde er immer mit einem besonderen Ereignis. Als Schirmherr wünschte stellvertretender Landrat Werner Schneider dem Treffen einen schönen Verlauf und den Bläsern, immer den richtigen Ton zu finden.

Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek betonte, dass die Jagdhornbläser stets für einen würdigen und feierlichen Rahmen bei der Jagd und bei öffentlichen Veranstaltungen sorgten. Sie trügen ganz wesentlich zum guten Image der Jäger bei. Er sei zwar selbst kein Jäger, aber ein Edeltreiber. Das Heimatmuseum biete einen perfekten Rahmen für solch eine Veranstaltung.

Der Vorsitzende der Jägerschaft Grafschaft Diepholz, Wilhelm Bergmann, übermittelte die Glückwünsche des Präsidenten der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke, und zeichnete in dessen Auftrag die Jagdhornbläser Willy Leffering, der zu den Männern der ersten Stunde gehört, und Heinz Rietschel, der die Diepholzer Bläsergruppe seit 1983 leitet, mit der Verdienstmedaille der Landesjägerschaft für besondere Verdienste um das deutsche Weidwerk aus.

An dem Treffen nahmen zehn Jagd- und Parforcehorn-Bläsergruppen aus dem Kreis Diepholz teil. Hinzu kamen Gastgruppen aus Damme, Lohne und Visbek.

Beim Bläserwettstreit siegte in der Wertungsgruppe G (Fürst-, Pless- und Parforcehörner) Bassum (Leitung Henning Buchholz) vor Weyhe (Roswitha Köhler), Barnstorf (Werner Jessen), Twistringen (Heinrich Schumann) und Diepholz/Cornau (Heinz Rietschel).

In der Wertungsgruppe B (nur Plesshörner) siegte Harmwald/Harmhausen und Sudwalde (Leitung Dieter Brümmer), vor Weyhe,, „Gut-Tut“ Lemförde (Clemens Keßmann), Lemförde (Karl-Hermann Kleyboldt) und Ströhen (Siegfried Teichmann).

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