Die beiden ließen Großeltern in Erinnerungen an die ersten Tanzstunden mit langsamem Walzer, Tango oder Foxtrott schwelgen. Das war ein Hauch von „Schmusetime“ von einst für die reifere Generation, das waren Lieder, die zum Teil noch auf Schellack-Platten gepresst wurden.
Da war der für damalige Zeiten fast schon frivole Song „Ich hab das Fräulein Helene baden sehen … Da konnte man Waden sehen“, den der vielseitige Burkhard Baumann sang. Dann kam „Oh, Donna Clara, ich hab Dich tanzen gesehen“, ein 1928 in Warschau komponierter Schlager, der um die Welt ging.
Das Duo nahm die Zuhörer schließlich mit auf eine Städtetour von der Avenue des Champs-Elysées in Paris zu einer kleinen Konditorei in Wien, um schließlich in Berlin zu landen, weil dort ja irgendwo noch ein Koffer von Bully Buhlan, Hildegard Knef und Marlene Dietrich steht.
Das Duo führte die Zuhörer durch eine Welt meist vergessener Schlager- oder Operettenmelodien. „Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein“ dürfte manch einer schon bei seiner ersten Tanzstunde gehört haben. Ja, und dann gab es Cliff Richards „Rote Lippen soll man küssen“, von Burkhard Baumann nicht schlecht vorgetragen.
Die Musiker kamen am Ende mehr in die neueren Zeiten, zum Beispiel mit Peter Alexanders „Die kleine Kneipe in unserer Straße“, um sich am Ende mit „Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen“ zu verabschieden.
Vielseitig war die instrumentale Bereicherung durch Burkhard Baumann, der zum Alt- oder Tenorsaxophon, zur Klarinette, Gitarre oder zu Schlagwerken griff, während Antonio Rudek ihn auf dem Piano begleitete. Wechselhaft auch die Kopfbedeckungen: mal Strohhut, mal Kappe, mal Chapeau Claque.
Es war Musik zum Mitsummen, Mitwippen oder einfach zum Zuhören – an einem beschwingten Nachmittag bei Sonnenschein.



















