Süster Kring und Dorfjugend wollen Fachwerkspeicher umsetzen und renovieren

Von Jung und Alt für Jung und Alt

Der Speicher soll eine Begegnungsstätte für Jugendliche und Erwachsene werden.
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Der Speicher soll eine Begegnungsstätte für Jugendliche und Erwachsene werden.

Süstedt - Von Mareike Hahn. Der Fachwerkspeicher des Nolteschen Hofs in Süstedt soll ein Ort der Begegnung für Jung und Alt werden. Jugendliche und Erwachsene aus dem Dorf haben sich unter Federführung des Süster Krings zusammengetan, um das Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Gebäude umzusetzen und zu renovieren. In Zukunft soll es am Parkplatz der Nolteschen Scheune und Mühle stehen.

Eine tolle Idee, meinte der Gemeinderat am Montagabend und bewilligte einen Zuschuss von 10000 Euro. Noch mal den gleichen Betrag dürfte der Flecken Bruchhausen-Vilsen, mit dem Süstedt im November fusionieren wird, im kommenden Jahr beisteuern. „Der Verwaltungsausschuss hat über das Thema geredet und war sich einig, 2017 auch 10000 Euro zur Verfügung zu stellen“, sagte Gemeindedirektor Bernd Bormann bei der Ratssitzung im Gasthaus Puvogel in Ochtmannien.

Bernd Brinkmann, Vorsitzender des Heimatvereins Süster Kring, informierte die Kommunalpolitiker über das Vorhaben: „Wir haben mit den Eigentümern vereinbart, dass der Süster Kring den Speicher geschenkt bekommt und ihn, so die Finanzierung zustande kommt, auf dem Vereins- oder Gemeindegelände – das ist ja ein Mischmasch – wieder aufbaut.“ Der zuständige Denkmalpfleger sei damit einverstanden. Erste Sicherungsmaßnahmen seien bereits erfolgt, da sich der etwa acht mal fünf Meter große Speicher im hinteren Bereich abgesenkt habe.

Besonders freut sich Brinkmann, dass sich die Süstedter Dorfjugend an dem Projekt beteiligt. „Wir haben mehrfach zusammen gesessen“, erzählte er. Die Dorfjugend sei in den vergangenen Jahren mehrfach durch die Organisation von Festen positiv aufgefallen. „Da wächst was heran“, sagte Brinkmann und machte keinen Hehl daraus, dass sich der Süster Kring eine „Auffrischung“ wünscht.

Gemeinsam habe man ein Nutzungskonzept für den Speicher erarbeitet, potenzielle Zuschussgeber hätten bereits positiv reagiert. Die Trennwand im Erdgeschoss solle in Absprache mit der Denkmalpflege einen Durchgang bekommen. Ferner sei geplant, das Dachgeschoss zu dämmen, damit der Heimatverein es künftig nutzen könne. „Wir möchten den Speicher durch einen Anbau erweitern“, ergänzte Brinkmann. „Dort wollen wir Toiletten und einen Heizungsraum installieren. Der Anbau soll aus Ziegelmauerwerk bestehen, das außen mit Holz verkleidet wird, und möglichst unauffällig sein.“

Die vorläufige Kostenschätzung geht von rund 120000 Euro aus. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass noch ein paar Euro dazu kommen“, sagte Brinkmann. Er zeigte sich optimistisch, dass der Süster Kring 20000 Euro als Eigenleistung sowie weitere 20000 Euro als Kapital aufbringen könne. Außerdem hoffe er, zusätzlich zum Zuschuss der Gemeinde noch insgesamt 60000 Euro vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), vom Landschaftsverband und von der Sparkasse zu bekommen. Sobald das ArL zugesagt habe, wolle er den Bauantrag stellen. „Ziel ist es, im Spätsommer zu beginnen. Wenn alles gut läuft, sollten wir 2017 fertig sein.“

Viel Lob gab es aus den Politikerreihen: Heide Ehlers (Wählergruppe) findet es „echt klasse“, dass der Süster Kring die Jugend einbindet. Peter Arndt (Grüne) begrüßte, dass die alte Bausubstanz erhalten bleibt. „Ich bin begeistert, dass Jung und Alt zusammen ein Konzept umsetzen wollen“, sagte Jochen Kracke (Wählergruppe). Und Bürgermeister Reinhard Thöle (SPD) sprach von „einer runden Sache“.

Des Weiteren beschloss der Rat am Montag den Haushalt 2016. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.

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