Söhnke Schierloh (SPD) kandidiert für Flecken- und Samtgemeinderat

„Ich möchte helfen, etwas zu ändern“

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Söhnke Schierloh.

Süstedt - Von Anne Schmidtke. Über Langeweile kann sich Söhnke Schierloh nicht beklagen. Der Diplom-Ingenieur Elektrotechnik ist selbstständig in der Windenergiebranche tätig, Vater eines kleinen Sohns, Ehemann und Hobby-Fußballer. Demnächst kommen eventuell noch zwei Aufgaben hinzu. Denn der gebürtige Felder (Landkreis Verden), der im Februar 2014 der Liebe wegen nach Süstedt zog, kandidiert bei der Kommunalwahl am 11. September erstmals für den Fleckenrat Bruchhausen-Vilsen und den Samtgemeinderat. Warum, verrät der 33-Jährige im Interview.

Warum kandidieren Sie?

Ich war aktiv in der Bürgerinitiative für den Erhalt der Gemeinde Süstedt. Daraus leite ich ein bisschen die Verantwortung ab – auch wenn es nicht geklappt hat, dass Süstedt eigenständig bleibt – mich weiterhin einzubringen. Mir liegt es am Herzen, dass die äußeren Randgebiete des neuen Fleckens und der Samtgemeinde in den politischen Gremien nicht vergessen werden.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, auf der Liste der SPD zu kandidieren?

Die SPD liegt meinen persönlichen Einstellungen am nächsten.

Seit wann interessieren Sie sich für die Lokalpolitik?

Ich habe mich damit vor allem im letzten halben Jahr beschäftigt, logischerweise aber auch schon vorher in Bezug auf die Bürgerinitiative. Ich war zudem schon politisch aktiv, als ich bei Enercon (Hersteller von Windenergieanlagen, Anm. d. Red.) gearbeitet habe. Ich habe zum Beispiel bei der Europäischen Windenergie-Vereinigung und beim Bundesverband Windenergie im Bereich Netzanschluss politische Arbeit geleistet.

Wenn Sie gewählt werden, was wollen Sie im Flecken erreichen?

Ein Ziel ist der flächendeckende Breitbandausbau. Das ist die Basis, um neue Wirtschaftsbetriebe anzulocken. Zudem ist das ein Pluspunkt, wenn es darum geht, Familien anzuwerben und neue Einwohner zu gewinnen. Ein weiteres Ziel ist, die Struktur der Wege in den ländlichen Gebieten oder den Randgebieten zu verbessern. Wir haben einige Straßen, die in einem sehr schlechten Zustand sind. Dazu zählen zum Beispiel die Harmisser Straße in Süstedt oder Am Brink in Uenzen.

Was liegt Ihnen bezüglich des Fleckens noch am Herzen?

Ich finde den Erhalt der Handwerksbetriebe und die Ansiedlung weiterer Unternehmen wichtig. Handwerksbetriebe finden immer schwieriger Auszubildende. Ihnen sollte man die Möglichkeit bieten, in den Schulen für ihre Lehrstellen zu werben. In Bassum helfen Geschäftsführer Schülern zum Beispiel bei Bewerbungen oder üben mit ihnen Bewerbungsgespräche. Ein Ziel sollte auch sein, die Flüchtlinge, die dauerhaft hierbleiben, zu integrieren. Sie sollten die Chance bekommen, über Praktika in die Berufswelt reinzuschnuppern. Die Handwerksbetriebe können wiederum über die Praktika die Flüchtlinge kennenlernen und gegebenenfalls neue Arbeitnehmer gewinnen. Es ist ja schon länger Thema, dass der Ortskern in Süstedt weiter entwickelt werden soll, um einen besseren Verweilcharakter zu schaffen. Ich denke, dass das ein Ziel ist, das wir in der nächsten Ratsperiode weiter verfolgen sollten.

Und was wollen Sie auf Samtgemeindeebene erreichen?

Mir ist wichtig, dass wir weiterhin die Kindergärten und Schulen in den einzelnen Ortschaften erhalten. Lange Kindergarten- oder Schulwege sind für kleine Kinder nicht optimal.

Sie kandidieren auf der selben Liste wie Reinhard Thöle, der als Bürgermeister Süstedt in die Fusion mit dem Flecken geführt hat. Sie selbst waren gegen die Fusion. Wie passt das zusammen?

Die Bürger der Gemeinde haben entschieden, dass sie für die Fusion sind. Das sollte man akzeptieren. Ich persönlich habe nichts gegen Reinhard. Daher ist es für mich auch überhaupt kein Problem, zusammen mit ihm zu kandidieren.

Warum sollte man Sie wählen?

Weil ich bodenständig bin. Ich möchte helfen, etwas zu verändern. Ich möchte mithelfen, den Ort zukunftsfähig zu erhalten. Ich denke, wir haben eine gute Basis. Stillstand bedeutet Rückschritt. Dementsprechend muss man sich immer neuen Gegebenheiten anpassen. Ich würde mich freuen, wenn ich dabei helfen könnte.

Warum sollten die Bürger wählen gehen?

Ich denke, dass das Wichtigste in einer Demokratie ist, dass jeder Bürger sich einbringen kann. Und jeder Bürger kann sich nur einbringen, indem er zur Wahl geht und dem Vertreter seine Stimme gibt, der seiner Meinung nach seine Ansichten am besten vertritt.

Was sind Ihre Hobbys?

Ich spiele, wenn die Zeit es zulässt, Fußball – in der Altherrenmannschaft des TSV Süstedt. Ansonsten sind meine Familie und mein Beruf meine Hobbys.

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