Brokser Markt eröffnet

Wir sind Heiratsvermittler!

Landrat Cord Bockhop freute sich, das Amt des Heiratsvermittlers zu übernehmen.

Br.-Vilsen - Von Anne Schmidtke. Bunte, funkelnde Lichter, laute, mitreißende Musik und der verführerische, süße Duft von Mandeln und Schmalzkuchen lockten am Freitag zahlreiche Besucher auf den Brokser Heiratsmarkt. Bei hochsommerlichen Temperaturen eröffnete Fleckenbürgermeister Peter Schmitz zusammen mit Heiratsvermittler Cord Bockhop das Volksfest, indem er drei Böllerschüsse abfeuerte.

Schmitz, seit 20 Jahren Bürgermeister, gab das letzte Mal die Startschüsse für den Markt, da er bei der Kommunalwahl am 11. September nicht erneut kandidiert. Im nächsten Jahr wird also jemand anders seine Aufgabe erledigen. „Du hast der Eröffnung deinen eigenen Stempel aufgedrückt“, sagte Fleckendirektor Bernd Bormann, der sich bei Peter Schmitz bedankte und ihm eine „Brokser Markt“-Armbanduhr überreichte. Mithilfe des Präsents werde Schmitz immer wissen, wann er seinen nächsten wichtigen Termin habe.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Eröffnungszeremonie. - Fotos: Jantje Ehlers

Anschließend erklärte Bormann den Zuschauern der Zeremonie, warum er und Schmitz sich Landrat Bockhop als Heiratsvermittler gewünscht hätten. Dafür habe es viele Gründe gegeben, zum Beispiel, dass der 49-Jährige aus der Samtgemeinde komme und Plattdeutsch spreche. Ferner erhalte Bockhop sehr viel Unterstützung aus seinem Heimatort Graue. „Dort steht ein Schild, auf dem steht ,Wir sind Heiratsvermittler!‘“, verkündete Bormann erfreut.

An Bockhop gewandt, sagte der Fleckendirektor: „Als Heiratsvermittler hat man einige Pflichten.“ Zun den Aufgabe gehöre es unter anderem, „Männlein und Weiblein davon zu überzeugen, dass das Leben zu zweit einfacher ist“. Danach erhielt Bockhop die Insignien, die Standesbeamtin Svenja Sill auf einem Kissen bereithielt. Der Landrat, der in die Fußstapfen von Willi Lemke, David McAllister und zahlreichen anderen Berühmtheiten schlüpfte, streifte die traditionellen weißen Handschuhe über, legte den weißen Schal und die wuchtige Kette um und setzte den schwarzen Zylinder auf. Er freute sich sichtlich, das Amt zu übernehmen. Allerdings sprach er auch einen Makel an. „Leider gibt es ein technisches Problem“, sagte der frisch erkorene Heiratsvermittler honoris causa (zu Deutsch: ehrenhalber).

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Die jungen Menschen, die auf dem Markt Bande untereinander knüpfen sollen, um später in Bruchhausen-Vilsen zu heiraten, seien viel zu sehr mit ihren Handys beschäftigt. Daher habe er sich dafür eingesetzt, dass ein Störsender zu jeder vollen Stunde „Sexminuten“ lang den Gebrauch von Mobiltelefonen unmöglich mache. Seine innovative Idee gefiel den zahlreichen Zuschauern der Eröffnungszeremonie, die schnell merkten, dass Bockhop sich nur einen Spaß erlaubt hatte. Der Dank war lauter Applaus. Viel Beifall bekam Bockhop auch für seinen Lobgesang auf die Bürger seines Heimatorts, den er gekonnt auf der Bühne vortrug. Er trällerte zum Beispiel: „Wenn ich hier mit euch kann feiern, hab ich wieder all mein Glück.“

Bereits kurz nach der Eröffnung fuhren die ersten Kinder mit dem Auto-Scooter.

Ulf Schmidt, stellvertretender Landrat, ließ es sich nicht nehmen, Bockhop darauf hinzuweisen, dass viele Heiratsvermittler nach ihrem Amt hohe politische Positionen erreicht hätten. „Wir würden es dir gönnen, Cord. Für den Landkreis wäre es allerdings schade“, sagte Schmidt und gab das Mikrofon an Fleckenbürgermeister Schmitz weiter. Dieser betonte, dass der Brokser Markt etwas ganz Besonderes sei. „Die grünen Bäume, die farbenfrohen Lichter und die bunten Karussells geben ein wunderbares Bild ab.“

Anschließend ging es ins Remmer-Zelt, wo Bockhop gekonnt ein Bierfass anstach und sich das „Brautpaar des Jahres“ auf der Bühne zeigte.

Eröffnung des Brokser Heiratsmarktes

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