Leo Heckmann (18) kandidiert für die CDU

Ein Schüler setzt sich ein für die Schulen

Leo Heckmann - Foto: mah

Asendorf - Leo Heckmann will die Schulen in Bruchhausen-Vilsen „jeden Tag noch ein bisschen besser machen“. Als Schülersprecher engagiert sich der 18-Jährige bereits für das Gymnasium, und als beratendes Mitglied sitzt er seit zwei Jahren im Schulausschuss der Samtgemeinde – aber das reicht ihm noch nicht. Leo Heckmann kandidiert bei der Kommunalwahl für den Samtgemeinderat, den Asendorfer Gemeinderat und den Kreistag, um sich noch stärker für „mehr Bildung und den Erhalt aller Schulen“ einzusetzen.

Schon früh interessierte sich der Schüler für Politik. Mit 14 Jahren trat er in die Junge Union ein, heute ist er Ortsverbandsvorsitzender der JU in Bruchhausen-Vilsen und stellvertretender Kreisvorsitzender. Ende 2015 wurde er zusätzlich Mitglied in der CDU. Dass die Christlich Demokratische Union Deutschlands für ihn die richtige Partei ist, war dem Asendorfer schon vor Jahren klar. „Ich komme aus einem relativ konservativen Haushalt“, erzählt er. Und die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beeindrucke ihn: „Sie schafft es, sehr viel auszudrücken, ohne etwas zu sagen.“

Außerdem liege er bei gesellschafts-, umwelt- und finanzpolitischen Themen mit der Partei „im Großen und Ganzen“ auf einer Linie. Und vor allem bei der Bildungspolitik: „Die CDU setzt sich für Gymnasien ein. Ich bin kein Freund von Gesamtschulen, ich will, dass meine Schulform gestärkt wird.“ Um sämtlichen Schülern die bestmögliche Ausbildung zu bieten, wolle er sich in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen dafür einsetzen, dass das Gymnasium und die Oberschule bestehen bleiben.

Überhaupt liegt Leo Heckmanns Hauptaugenmerk auf der Bildungspolitik, denn „Schüler sind die Zukunft“. Wenn er in den Samtgemeinderat gewählt wird, möchte er die Technisierung der Schulen vorantreiben. „Die Samtgemeinde als Schulträger steckt schon viel Geld in Smartboards, aber wir brauchen noch mehr“, sagt Leo Heckmann. Er wünscht sich eine „digitale Schule“, in der die Schulbücher durch iPads ersetzt werden. Das hätte nicht nur für die Schüler und Lehrer Vorteile, meint Leo Heckmann, sondern auch für die Umwelt.

Wichtig sei auch ein solider Haushalt in der Samtgemeinde und den Mitgliedsgemeinden, ergänzt der 18-Jährige. „Es kann nicht sein, dass jetzt Schulden angehäuft werden, die meine Generation später bezahlen muss.“ Wo sieht Heckmann Sparpotenziale? Denkbar wäre für ihn, die Schwimmbäder in der Samtgemeinde auf den Prüfstand zu stellen. „Rentieren sich zwei Freibäder, die nur 15 Kilometer voneinander entfernt sind? Vielleicht wäre ein Charterbus eine Option“, sagt er.

Des Weiteren wünscht sich der Asendorfer noch mehr Investitionen in den Tourismus: „Bruchhausen-Vilsen boomt gerade. Da sollte man das Gewerbe noch viel mehr involvieren. Besondere Angebote in Kooperation mit den Gewerbetreibenden könnten noch mehr Leute anziehen.“

Und er möchte den Breitbandausbau vorantreiben. „Auch die ländliche Gegend hat schnelles Internet verdient“, findet Leo Heckmann.

In seiner Heimatgemeinde sei das größte Ziel der CDU, die Eigenständigkeit zu bewahren: „Mit knapp 3 000 Einwohnern ist Asendorf wirtschaftlich noch stark genug, um bestehen zu können.“ Wichtig sei überdies, das Jugendhaus zu erhalten und noch mehr Anreize zu schaffen, um die Kinder verschiedener Bildungsschichten dort zusammenzuführen. Die Vereine stärker zu fördern, ist eine weitere Idee des Christdemokraten – „für ein noch größeres Angebot, damit jedes Kind seinen Sport ausüben kann“.

Nächsten Sommer wird Leo Heckmann aller Voraussicht nach sein Abitur in der Tasche haben. Danach möchte er eine Ausbildung im Finanzamt oder in der kommunalen Verwaltung machen. Wenn das klappt, stehen ihm 24 Monate an einer Fachhochschule und zwölf in Finanzamt oder Verwaltung bevor. Seiner Heimat will er in dieser Zeit nicht den Rücken kehren: „Ich habe schon vor, mich hier zu festigen“, sagt der 18-Jährige, der in seiner Freizeit als Schiedsrichter Fußballspiele bis zur Bezirksliga und Handballpartien bis zur Landesklasse pfeift. „Hier bin ich zu Hause, hier fühle ich mich wohl.“

mah

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