Landwirtin aus Bruchhausen-Vilsen erhält den Ceres-Award

Großer Preis für Schweinehalterin mit Herz

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Nadine Henke ist Schweinehalterin mit Leib und Seele. Für ihr Engagement ist sie mit dem Ceres-Award, einem bedeutenden Preis in der Landwirtschaft, ausgezeichnet worden. 

Br.-Vilsen - Nadine Henke (37), Landwirtin aus Bruchhausen-Vilsen, ist Siegerin in der Kategorie Schweinehalter des Ceres-Award 2016, des bedeutendsten Preises für Landwirte im gesamten deutschen Sprachraum. Im Rahmen der Galaveranstaltung „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin hat sie ihren Preis entgegengenommen.

Den Ceres-Award vergibt der Deutsche Landwirtschaftsverlag, zu dessen Partnern der Verband der Landwirtschaftskammern, der deutsche Landfrauenverband und der Bund der deutschen Landjugend gehören. In elf verschiedenen Kategorien vergibt eine fachkundige Jury diesen Preis –und prämiert die Besten im Ackerbau über Geflügelhaltung und Energiewirtschaft bis zur kreativsten Idee.

Tierärztin füttert Schweine auch mal mit Apfelmus

„Dass es ihren Tieren gut geht, ist für Nadine Henke aus Bruchhausen-Vilsen eine Herzensangelegenheit“, heißt es in einem Porträt der Preisträgerin, „und als studierte Tierärztin hat die 37-Jährige hierfür per se das richtige Händchen.“ Auch die Fachjury betont laut einer Pressemitteilung „das enorme Engagement, diese Fürsorge und Verantwortung für die Tiere auch der Bevölkerung zu vermitteln“. Die Juroren haben genau das bei ihrer Entscheidung berücksichtigt.

Über den Alltag im Stall von Nadine Henke heißt es in ihrem Porträt: „Da bekommen Sauen, wenn sie nach der Geburt nicht richtig fressen wollen, auch mal Malzbier oder Apfelmus als Appetitanreger. Die danken es mit entsprechenden Leistungen – für den Betrieb mit 1.250 Sauen inklusive Ferkelaufzucht stehen über 32 abgesetzte Qualitätsferkel zu Buche. Damit gehören sie zu den Top fünf der Ferkelerzeuger in ihrem Erzeugerring.“

Henke ist ein gutes Team wichtig

Während Ehemann Heinrich (46) darüber wacht, dass die betriebswirtschaftlichen Zahlen stimmen, kümmert sich die 37-jährige Mutter von drei Kindern um die Betreuung der Sauen und Ferkel. Dabei kann sich Henke auf ein hochmotiviertes Team von neun Mitarbeitern stützen, deren Anleitung ebenfalls in ihren Händen liegt. Für Henke sei es wichtig, so heißt es in ihrem Porträt, ein gutes Team zu sein und die Stärken der einzelnen Mitarbeiter „mitzunehmen“.

Untrennbar mit ihrer Arbeit im Stall verbunden ist für Nadine Henke eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Auf der Facebook-Seite „Brokser Sauen“ lässt sie die Leser am Alltag in ihren Ställen teilhaben. Hinzu kommt ihr Engagement als Mit-Initiatorin der Internet-Seite „Frag den Landwirt“, auf der sie und ihre Mitstreiter Fragen zur Landwirtschaft beantworten.

Offene Türen für Besucher

Nach dem Motto „agieren statt reagieren“ möchte sie der Öffentlichkeit ein reales Bild ihrer Arbeit und ihrer Berufskollegen geben. Hierfür öffnet Familie Henke – bei Einhaltung der im Betrieb geltenden strengen Hygienevorschriften – auch ihre Türen für Besucher, zum Beispiel beim „Türöffner-Tag“ der Sendung mit der Maus.

So bekommen jährlich etwa 200 Besucher zu dem betrieb in Bruchhausen-Vilsen, darunter viele Städter, hautnah eine Vorstellung, wie moderne Schweinehaltung funktioniert.

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