Zehn Sitze im neuen Samtgemeinderat gehen an die CDU, neun an die SPD

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Marion Böhsl und Hannes Homfeld zählten gestern Abend die Stimmen im Wahllokal „Gasthaus Mügge“ in Bruchhausen-Vilsen aus. - Foto: Anne Schmidtke

Samtgemeinde - Von Mareike Hahn. Es war ein knappes Rennen. Mit nur zwei Prozent mehr Wählerstimmen hängte die CDU am Ende die SPD ab. Während die Christdemokraten gestern bei der Wahl des neuen Samtgemeinderats 29,80 Prozent und somit zehn Sitze erzielten, überzeugten die Sozialdemokraten 27,78 Prozent der Wähler. Macht neun Mandate.

Das Ergebnis der Grünen: 20,15 Prozent und sechs Sitze im Samtgemeinderat. 2,01 Prozent und ein Sitz gehen an die FDP, 17,29 Prozent und fünf Sitze an die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) sowie 2,98 Prozent und ein Sitz an Die Linke. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,32 Prozent. Auch in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen verfolgten gestern Abend zahlreiche Bürger online auf www.bruchhausen-vilsen.de die Wahlergebnisse.

Erstmals haben die Gemeinde Süstedt und der Flecken Bruchhausen-Vilsen, die am 1. November fusionieren werden, einen gemeinsamen Rat gewählt. Den Kampf um die meisten Stimmen gewinnt dort die CDU, sie ist mit 40,31 Prozent und zehn Sitzen die stärkste Fraktion im neuen Fleckenrat – gefolgt von der SPD (33,56 Prozent, acht Sitze) und den Grünen (21,85 Prozent, sechs Sitze). Die Linke schafft 4,28 Prozent und ein Mandat. Wahlbeteiligung: 52,59 Prozent. 

Ob die CDU als Siegerin in der nächsten Wahlperiode den Bürgermeister stellen oder ob ein Mitglied von SPD oder Grünen den Posten bekommen wird, steht noch nicht fest. Die Fraktionen wollten erst mal das Ergebnis der Kommunalwahl abwarten und sich dann beraten. Die Gemeinderäte wählen ihre neuen Bürgermeister in den konstituierenden Sitzungen im November.

In Schwarme hat die SPD knapp die Nase vorn. Sie erreicht 42,75 Prozent der Stimmen und bekommt im neuen Gemeinderat sechs Mandate. Auf fünf Sitze bringt es die UWG (38,67 Prozent). An die CDU gehen 18,58 Prozent und zwei Sitze. Bei der Bürgermeister-Wahl Anfang November wird also vermutlich die CDU das Zünglein an der Waage sein – die beiden Anwärter Hermann Schröder (UWG) und Johann-Dieter Oldenburg (SPD) dürften in den nächsten Tagen um ihre Unterstützung buhlen. Die Christdemokraten ihrerseits haben bereits angedeutet, dass sie sich eine weitere Amtszeit des jetzigen Bürgermeisters Oldenburg gut vorstellen können. Die Wahlbeteiligung beträgt in Schwarme 56,32 Prozent.

Fast gleichauf liegen in Martfeld die Unabhängige Liste (ULM) und die Grünen. Beide Gruppierungen besetzen im künftigen Gemeinderat vier Plätze, wobei die ULM mit 32,92 Prozent der Wählerstimmen noch etwas besser dasteht als die Grünen (27,37 Prozent). Drei Sitze gehen an die SPD (22,09 Prozent), zwei an die CDU (17,62 Prozent). Wahlbeteiligung: 60,98 Prozent. Spannend wird es auf jeden Fall bei der Bürgermeister-Wahl im November: ULM und CDU unterstützen nach bisherigen Aussagen den ULM-Spitzenkandidaten Heinrich Lackmann, SPD und Grüne wollen mit Michael Albers und der amtierenden Bürgermeisterin Marlies Plate jeweils einen eigenen Kandidaten stellen. Rein rechnerisch könnten Grüne und SPD zusammen mit ihrer Mehrheit die B-Frage entscheiden, dafür müssten sie sich allerdings auf einen gemeinsamen Anwärter einigen.

Die Wählergemeinschaft ist in der kommenden Wahlperiode in der Gemeinde Asendorf die stärkste Kraft. Sie kommt auf 39,74 Prozent und fünf Sitze. Mit vier Mandaten (27,37 Prozent) schneidet die CDU am zweitbesten ab. Jeweils zwei Vertreter von SPD (12,62 Prozent) und Grünen (17,75 Prozent) nehmen künftig am Asendorfer Ratstisch Platz. Die FDP schafft es mit 2,52 Prozent nicht in den Gemeinderat. 58,11 Prozent der Wahlberechtigten haben gestern ihre Stimme abgegeben. Wie Asendorf die Bürgermeister-Frage beantworten wird, bleibt abzuwarten. Noch hat keine Fraktion eine klare Aussage dazu gemacht.

+ Ergebnis Samtgemeinderat Bruchhausen-Vilsen

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