„Düt un Dat ut‘n Schapp“-Börse bietet Kurioses und Antikes

Kaufhaus für einen Tag

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Nadine Meyer (links) und Michaela Meyer organisieren in diesem Jahr zum sechsten Mal eine Haushalts- und Antikbörse im Dorf- und Vereinsheim Haendorf.

Haendorf - Von Heiner Büntemeyer. Gefragt nach dem Angebot der von ihnen organisierten Haushalts- und Antikbörse „Düt un Dat ut‘n Schapp“, antworten Nadine („Düt“) Meyer und Michaela („Dat“) Meyer mit einer langen Aufzählung: Schaufensterpuppen, Möbel, Gemälde, Wäschekörbe, Nähmaschinen, Rasenmäher, Wagenräder, Häcksler, Fahrräder, Handtaschen, Lampen, Porzellan, Autoreifen, Werkzeug und Textilien. Selbst eine alte „Tür mit einem Herzen darin“ gehörte schon mal zum Sortiment – „und die ist sogar gekauft worden!“, wundern sich die Frauen, die nicht miteinander verwandt sind, heute noch.

Am Sonnabend, 24. September, ist das Dorf- und Vereinsheim „Treffpunkt“ in Haendorf (Haendorfer Weg 10a) zum sechsten Mal Schauplatz der außergewöhnlichen Veranstaltung. Es handelt sich nicht um einen Flohmarkt im klassischen Sinne, bei dem Anbieter und Käufer miteinander um den Preis feilschen. Vielmehr bekommt jeder Anbieter eine Nummer, die er zusammen mit dem geforderten Preis auf den Artikel klebt. Wer etwas kaufen möchte, erfährt, was er bezahlen muss, nicht aber, wer der bisherige Besitzer ist. Rabatte gibt es nicht.

„Wir sind ein sehr gut sortiertes Kaufhaus für einen Tag“, sagt Michaela Meyer lachend. Vor sechs Jahren setzten sie und ihre Nachbarin Nadine Meyer erstmals ihre Idee für die besondere Börse um. Sie kannten Dorfbewohner, die alte Möbel und Geräte besaßen, von denen sie sich gerne trennen wollten, die aber im Verwandten- und Bekanntenkreis keinen Abnehmer fanden – und sprachen sie an. Mit Erfolg: Auf der Haushalts- und Antikbörse wurden die Artikel im Handumdrehen verkauft. Und es waren einige echte Schnäppchen darunter.

Die beiden Meyers haben sich vorgenommen, die Börse so lange zu wiederholen, bis das Angebot kleiner wird. „Aber bisher ist es immer umfangreicher geworden“, staunen die Frauen. Auch in diesem Jahr warten viele Raritäten und Kuriositäten auf Käufer. Zum Beispiel ein alter Regulator, also eine sehr alte, dekorative Wanduhr in einem gedrechselten Gehäuse. Alte Gemälde werden angeboten, und wem das Motiv nicht zusagt, dem gefällt vielleicht der Rahmen. Ein ganz besonderes Angebot sind sechs Worpsweder Stühle und eine Zweier-Sitzbank. Liebhaber alter Traktoren können auf dem Markt einen Deutz-D40-Oldtimer erwerben. Altes Leinen wird in ganzen Rollen, aber auch in Form von bestickten Tischtüchern und Tischläufern verkauft. Frauen mit Maßbändern in der Hand helfen den Besuchern beim Abmessen.

Überhaupt: „Düt“ und „Dat“ freuen sich sehr darüber, dass sie tatkräftig unterstützt werden. Etwa 50 Personen sind bei der Börse ehrenamtlich im Einsatz. Oft erscheinen im „Treffpunkt“ Gäste, die sich eigentlich nur den Trubel anschauen und sich selbst gebackenen Kuchen, Torten und Kaffee schmecken lassen wollen, ohne etwas zu kaufen – es dann aber doch tun.

Auch die Dorfjugend beteiligt sich an dem Spektakel, sie baut eine Steakbude auf. Es gibt Eis und Süßigkeiten, und die Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben.

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr, der Einlass erfolgt durch den Eingang zur Schützenhalle. Jeder Besucher kann sich einen Einkaufskorb nehmen und sich dann seinen Weg durch die Reihen der Verkaufsstände bahnen, die sich im Außenbereich fortsetzen. Die Gäste verlassen den Markt durch ein Zelt, in dem bezahlt wird. Bei den größeren Artikeln bieten die Veranstalterinnen gegen einen geringen Aufpreis sogar einen Lieferservice an.

Das Warenlager ist schon sehr gut gefüllt, weitere Artikel werden noch am Mittwoch und Donnerstag, 21. und 22. September, jeweils von 16 bis 20 Uhr am „Treffpunkt“ angenommen. Allerdings weisen die Veranstalterinnen darauf hin, dass Handys, PCs, Spielzeug, Bücher und Kleidung nicht zum Verkauf kommen. Anbieter können sich noch unter Telefon 04253/800855 oder 04253/1413 für „Düt un Dat ut‘n Schapp“ (übersetzt: dies und das aus dem Schrank) anmelden.

Die Besitzer können ihre nicht verkuften Artikel am Sonntag, 25. September, von 10 bis 12 Uhr abholen. Dann wird auch abgerechnet, wobei 20 Prozent des Verkaufserlöses an den Schützenverein Haendorf gehen, der das Geld in die Jugendarbeit und die Sportförderung steckt.

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