Kinder- und Jugendtag in Asendorf lebt vom Gemeinschaftsgefühl

Wo jeder mithilft

Wie man eine Kuh melkt, durften die Kinder an einem Exemplar aus Holz und Gummi ausprobieren. - Fotos: Alina Pleuß

Asendorf - Von Alina Pleuß. Einen sonnigen, erlebnisreichen Nachmittag verbrachten zahlreiche Besucher kürzlich auf dem Areal rund um das Jugendhaus in Asendorf. Die Gäste erwarteten ein buntes Programm und jede Menge Leckereien.

Bereits als Pastorin Melanie Simon den fünften Kinder- und Jugendtag, der das Motto „Runter vom Sofa“ trug, eröffnete, war der Platz rund um die Bühne gut gefüllt. Simon bedankte sich bei Jugendpfleger Sven Kracke sowie bei all seinen Helfern für die Organisation der Veranstaltung. Ihre Ansprache endete mit den Worten: „Da kann ich jetzt nur noch sagen: Viel Spaß!“ Und den hatten Jung und Alt.

Torwand- und Bogenschießen

Während die Kinder auf dem großen Gelände an der St.-Marcellusstraße verschiedene Aufgaben und Spiele absolvierten, genossen die Eltern im angenehm-kühlen Schatten bei Kaffee und Kuchen die nette Atmosphäre. Laut Fabrice Ackermeier (10) bekam jedes Kind einen Eventpass, und für jede erfüllte Aufgabe gab es einen Stempel. „Uns gefällt am besten das Torwandschießen“, erklärten Fabrice und sein Bruder Angelo und zeigten prompt ihr Können.

Mieke Cordes (links) und Anne Stegemann-Auhage, beide Stammgäste des Jugendhauses, halfen beim Kindertag ordentlich mit.

Sportlich ging es auch beim Bogenschießen zu, das Klaus Purps vom Schützenverein Haendorf leitete. Die Waldorfschule Bruchhausen-Vilsen bot einen Pfad der Sinne mit Klangschalen und Wasserbecken, und eine Besichtigung der nahen Kirche war ebenfalls möglich. Dabei durften die Kinder sogar den Glockenturm erkunden und auf der Orgel spielen. Der Schützenverein Graue hatte eine Ballwurfanlage mitgebracht, an der die Gäste auf Holzplatten zielten, um diese umzuwerfen. „Beim letzten Mal, 2014, waren wir auch schon hier auf dem Kinder- und Jugendtag“, erzählten die ehrenamtlichen Helferinnen Caro Schlesselmann und Helke Dierks.

Organisator Kracke lobte das Engagement der Beteiligten: „Das Besondere an dieser Veranstaltung ist, dass so viele Leute sie ehrenamtlich planen und durchführen. Das ist tierische Zusammenarbeit!“ Involviert waren auch die Stammbesucher des Jugendhauses, sie betreuten beispielsweise eine Musikanlage. „Zuvor haben sie in Workshops gelernt, wie man ein Mischpult bedient und wie die Technik funktioniert“, erklärte Kracke, der das Jugendhaus leitet.

Das Torwandschießen gefiel den Brüdern Angelo (l.) und Fabrice Ackermeier am besten. Sie waren mit ihren Eventpässen unterwegs.

Das Bühnenprogramm moderierte Mieke Cordes. „Es macht Spaß, sich mit den Kindern zu beschäftigen“, fand sie. Genau wie ihre Freundin Anne Stegemann-Auhage besucht sie regelmäßig das Jugendhaus: „Dort hat man die Möglichkeit, auch mal etwas mit Leuten außerhalb der Schule zu machen.“ Das Programm auf der Bühne war vielfältig. Unter anderem sorgten eine Kindertanzgruppe sowie der Kindergarten Haendorf, der das Lied „Groß ist die Sonne“ vortrug, für tolle Unterhaltung. Außerdem spielte die junge Vanessa auf einem Saxofon, eine Gitarrengruppe brachte Songs wie „Killing me softly“ und „Wind of Change“ zu Gehör, und auch ein Posaunenchor trat auf. Später kamen noch Instrumente wie Didgeridoo und Trommeln zum Einsatz. Da war für jeden etwas dabei.

Die seit Februar in Asendorf tätige Pastorin Simon war das erste Mal auf dem Kinder- und Jugendtag. „Ich habe im Vorfeld schon mitbekommen, wie viele Vereine mithelfen“, sagte sie und freute sich über „so viel Engagement und die bunte Vielfalt. Sowohl für die Großeltern und Eltern als auch und besonders für die Kinder ist das eine ganz tolle Sache.“

Begeistert war auch Bürgermeister Heinfried Kabbert: „Ehrenamtliches Engagement zeichnet den Jugendtag aus. Jeder hilft mit.“

Kinder- und Jugendtag in Asendorf

Kein Wunder also, dass das Gemeinschaftsgefühl spürbar war. Die freundschaftliche Atmosphäre wurde durch die spielenden und lachenden Kinder noch unterstrichen.

Nach den ersten drei von vier Stunden legte Kracke die erste Pause ein und gönnte sich ein Eis, während er die Szenerie beobachtete. Er lächelte, als er einmal mehr feststellte: „Wir sind alle ein Team.“

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