Klaus Masemann kandidiert auf der Liste der UWG

„Ich will, dass Schwarme unabhängig bleibt“

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Klaus Masemann

Schwarme - Von Anne Schmidtke. Viele kennen Klaus Masemann als Vorsitzenden der Krieger- und Soldatenkameradschaft Schwarme. Nun möchte der 48-jährige Vater von zwei erwachsenen Söhnen zwei weitere ehrenamtliche Posten übernehmen. Warum der verheiratete Projektleiter, der deutschlandweit Baumärkte einrichtet, bei der Kommunalwahl am 11. September erstmalig auf der Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) für den Gemeinderat Schwarme und den Rat der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen kandidiert, verrät er im Interview:

Warum haben Sie sich aufstellen lassen?

Ich habe mich als Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft 2014 im Orga-Team für die 800-Jahr-Feier in Schwarme engagiert. Da haben sich viele Bekanntschaften entwickelt, und ich habe festgestellt, was man alles auf die Beine stellen kann. Es hat viel Spaß gemacht. Aus Interesse bin ich nach der Feier regelmäßig zu Gemeinderatssitzungen gegangen. Die Feier war für mich sozusagen die Initialzündung. Jetzt möchte ich nicht mehr nur im Zuschauerraum, sondern im inneren Kreis sitzen und etwas bewirken.

Warum haben Sie sich für die UWG entschieden?

Die Partei, die ich haben möchte, gibt es nicht. Die UWG ist ein Sammelbecken. Da kommen all diejenigen hin, die nicht in die etablierten Parteien passen. Deswegen fühle ich mich da zugehörig.

Seit wann sind Sie Mitglied in der UWG?

Seit einem Jahr. Ich habe mich damals einfach bei einer Sitzung vorgestellt, weil mich die Arbeit der UWG interessiert.

Was sind Ihre Ziele im Gemeinderat?

Ich behaupte nicht, dass ich das Rad neu erfinden kann. Das ist Blödsinn, das kann man nicht. Mein Ziel ist es, das Rad zu fetten und es immer rund laufen zu lassen. Ich möchte, dass Schwarme – auch wenn es schon fast ein ausgelutschtes Thema ist – unabhängig bleibt und den Weg in die Zukunft findet. Ich denke, wir sind in einer Zeit, wo tatsächlich eine Menge Weichenstellungen vonnöten sind. Da möchte ich mitmachen.

Was meinen Sie mit Weichenstellungen?

Wenn man anfängt, sich ein bisschen damit zu beschäftigen, stellt man fest, dass sich die Bundes- und die Landespolitik immer mehr auf die Städte konzentrieren. Man bekommt das Gefühl, dass die Provinz vergessen wird. Ich möchte mithelfen, dass das nicht passiert und das Leben auf dem Land lebenswert bleibt. Daher bin ich zum Beispiel für einen flächendeckenden Breitbandausbau, eine bessere Ärzteversorgung und den Erhalt der örtlichen Schule.

Und wie wollen Sie das erreichen?

Durch Fleiß. Ich werde meinen Job nach bestem Gewissen machen. Ein anderes Wahlversprechen gebe ich nicht.

Was liegt Ihnen auf Samtgemeindeebene am Herzen?

Innerhalb der Samtgemeinde gibt es die Bestrebung, eine Einheitsgemeinde zu formieren. Das ist im Endeffekt ein offenes Geheimnis. Und wo kann man besser dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt als im Samtgemeinderat selbst?

Warum sollten die Bürger Sie wählen?

Ich möchte gewählt werden, weil ich glaube, dass ich in den Räten gut mitarbeiten kann.

Warum sollten die Bürger wählen gehen?

Ich bin groß geworden mit dem Spruch meines Vaters: „Wahlrecht ist Wahlpflicht, und wer nicht zur Wahl gegangen ist, hat auch kein Recht, zu mosern.“ Das habe ich sozusagen mit der Muttermilch absorbiert. Nicht wählen zu gehen, heißt automatisch, die Falschen zu wählen. Ich habe grundsätzlich das Gefühl, es kommen zu viele Falsche auf die entscheidenden Posten. Das ist auch ein Grund, warum ich mich aufstellen lassen habe.

Was sind Ihre Hobbys?

Mein Hobby ist werkeln. Ich bin begeisterter Heimwerker. Vom Dachausbau, der gerade bei uns stattfindet, über das Drechseln von Kerzenständern bis hin zu allem Möglichen. Das ist meine Entspannung. Zudem bin ich ja Mitglied in der Krieger- und Soldatenkameradschaft Schwarme.

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