Asendorfer ziehen Bilanz

Feuerwehr scheut keinen Dreck, um Leben zu retten

Eine Stütze bei der Nachwuchsgewinnung: die Jugendfeuerwehr Asendorf-Engeln.

Asendorf - „Die Bevölkerung weiß häufig nicht, was die Feuerwehren leisten.“ Dieses Resümee zog Hartmut Specht bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Asendorf. Der stellvertretende Kreisbrandmeister geizte vor den mehr als 80 Anwesenden nicht mit Lob. „Es ist eine außergewöhnliche Leistung, was die derzeit 71 aktiven Feuerwehrkräfte um Ortsbrandmeister Frank Ahlers nicht nur in Bezug auf Wettbewerbe in Asendorf schaffen“, betonte Specht.

Reinhard Thöle, stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, wies auf die enorme finanzielle Leistung des mittlerweile 300 Mitglieder zählenden Fördervereins hin, ohne dessen Unterstützung diverse Ausrüstungsgegenstände oder Erstausstattungen junger Feuerwehrleute nicht zu bezahlen wären.

In seinem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate erinnerte Ortsbrandmeister Ahlers anfangs an zwei Einsätze, die Asendorf im Dezember 2015 bundesweit in die Schlagzeilen brachten. Damals hatte binnen fünf Tagen erst ein 32-Jähriger seine Mutter getötet und dann ein 33-Jähriger bei einem Streit einen 82-Jährigen so schwer verletzt, dass er starb.

Die ausgezeichneten Mitglieder der Feuerwehr.

Zudem wurde die Ortswehr zu insgesamt 30 Bränden, verschiedenen Hilfeleistungen und einem Fehlalarm gerufen. Dabei rettete sie auch eine im Güllekanal eingebrochene Kuh – für Ahlers ein Beweis, dass die Feuerwehrleute Mensch und Tier auch bei schwierigen und dreckigen Einsätzen helfen.

Seit 25 Jahren ist die Jugendfeuerwehr Asendorf-Engeln eine wichtige Stütze bei der Nachwuchsgewinnung. Allein im zurückliegenden Jahr wurden dank der erfolgreichen Jugendarbeit und der Erwachsenenschnupperdienste fünf neue Feuerwehrkameraden für den Dienst am Nächsten gewonnen, die bei Lehrgängen auf Gemeinde- und Kreisebene zu hochqualifizierten Einsatzkräften ausgebildet werden. „Damit bleibt die Ortsfeuerwehr Asendorf auch zukünftig eine schlagkräftige Feuerwehr, auf die sich die Bevölkerung stets verlassen kann“, freute sich Ahlers.

Die Wettbewerbsgruppen nehmen immer wieder an Feuerwehrwettkämpfen auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene teil. „Leider konnten in diesem Jahr drei Mannschaften aus Asendorf bei den Deutschen Meisterschaften in Rostock die in sie gesteckten Hoffnungen nicht erfüllen, sich ein weiteres Mal für eine im nächsten Jahr stattfindende Feuerwehrolympiade zu qualifizieren“, schreibt Feuerwehr-Pressewart Cord Brinker in einer Pressenotiz.

Für die 34-köpfige Altersabteilung um Sprecher Hans-Heinrich Ullmann spielen Spaß, Geselligkeit und Kameradschaft eine große Rolle. Die ehemaligen Aktiven bringen sich immer wieder bei der Pflege des Feuerwehrhauses und des Feuerwehrübungsplatzes ein.

Mit einem Ausblick auf das kommende Jahr und besonders auf das 125-jährige Jubiläum 2018 schloss Ahlers die Jahreshauptversammlung.

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