„De Homfelder“ feiern mit ihrem neuen Theaterstück eine glanzvolle Premiere

Bürgermeister bekommt Denkzettel verpasst

Moderator Heinrich Schumacher (Mitte) zeichnete Heinz Drewes (links) und Daniel Violka aus, die in diesem Jahr zum 25. Mal für „De Homfelder“ im Gasthaus Dillertal auf der Bühne stehen.

Homfeld - Von Heiner Büntemeyer. Den voll besetzten Saal im Gasthaus Dillertal hatte das Ensemble „De Homfelder“ für ihren plattdeutschen Dreiakter „Twee Börgermeister för een Halleluja“ wirklich verdient. Die Zuschauer freuten sich über die lebendige, lockere Darstellung dieser höchst amüsanten Komödie, in der der „gnatterige“ Bürgermeister, den Heinz Drewes wieder einmal meisterhaft darstellte, einen Denkzettel verpasst bekommt. Drewes zeigt Slapstick-Einlagen ohne eine Miene zu verziehen und hat in seiner „Sekretärin“ Sabine Schwecke und seiner „Ehefrau“ Heide Schröder zwei Damen an seiner Seite, die ihre Rollen ebenso unverkrampft spielen.

Erstmals steht Jan Drewes als verliebter, stotternder Briefträger auf der Bühne, der sich für seine „platonische Liebe extra gewaschen“ hat. Zusammen mit der Tratschtante „Paula“, gespielt von Ann-Kathrin Schumacher, erlebt er eine Verwandlung: Er wird zum Teufel und sie zu einer Wahrsagerin, als es darum geht, dem unglücklichen Bürgermeister vorzu-gaukeln, er sei tatsächlich tot, zumal er auf seinem Rücken ein Paar Flügel entdeckt. Er ist untröstlich: „Trotz de Flögels glööv ick, ick bin in de Hölle landt“, klagt er.

In der Zwischenzeit übernimmt „Hausmeister Klausi“ das Bürgermeisteramt und verwechselt prompt den Bischof (Daniel Violka) und dessen Haushälterin (Julia Morische) mit einem jungen Brautpaar, das sein Aufgebot bestellen möchte. „Klausi“ alias Bernd Ehlers stellt seinen Besuchern natürlich missverständliche Fragen, denen der Bischof nur durch fromme Floskeln entkommt, um seinerseits einige höchst peinliche Details über die Kirchenglocken-Pflege zum Besten zu geben.

Angesichts dieses Bürgermeisters wünschen sich alle ihren Bürgermeister „Reiner“ zurück, der zwar zur Freude des Publikums immer anwesend ist, der aber von seinen Mitspielern ignoriert wird, um ihm das Gefühl zu vermitteln, er sei ja tot.

„De geevt dat perfekte Dinner mi to Gedenken“

Heinz Drewes als rückkehrwilliger Engel - Fotos: bt

So versammeln sich alle zur Trauerfeier, an der auch der „Teufel“, der Bischof, Haushälterin Marie und die „Wahrsagerin“ teilnehmen. Bürgermeister Reiner steht daneben und weiß „De geevt dat perfekte Dinner mi to Gedenken“. Aber die Wahrsagerin hat ihn längst in ihrer Kugel entdeckt, auch seine Frau hat seine Stimme vernommen. Bevor er allerdings auf die Erde zurückgeholt wird, werden ihm vom Bischof noch einige Bußübungen auferlegt, die Heinz Drewes mit der Lyra in der Hand bereitwillig ausführt.

Dann kommt der Moment der „Rückführung“: Auf Kommando des stotternden Teufels brüllt die Trauergemeinde im Chor „R-R-R-Reiner....wies di !“ und mit einem gemeinsamen „Halleluja“ leeren sie den Köömbuddel, den der Bürgermeister in seinem Aktenschrank versteckt hatte.

Langer Applaus

Es gab den verdienten langen Applaus, als Moderator Heinrich Schumacher die Mitwirkenden sowie die Souffleuse Elke Franz, Techniker Bernd Brunotte, Maskenbildnerin Marlies Struß und Kassenwart Hermann Schröder vorstellte.

Außerdem zeichnete der Moderator Heinz Drewes und Daniel Violka aus, die in diesem Jahr zum 25. Mal für „De Homfelder“ auf der Bühne stehen.

Die meisten der noch geplanten sieben Aufführungen sind bereits ausverkauft. Karten gibt es nur noch für die Abendvorstellung am Sonnabend, 26. November, um 18.15 Uhr und für die Aufführung am Sonntagnachmittag, 27. November, um 14.15 Uhr, bei der Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt haben. Interessierte erhalten Tickets im Gasthaus Dillertal (Dille 8).

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