Fraktionen halten sich bedeckt

Wer wird Bürgermeister?

Br.-Vilsen - Von Karin Neukirchen-Stratmann. Selten war eine Wahl so spannend, wie die Kommunalwahl am Sonntag werden wird. Das gilt vor allem für den Flecken, dessen Rat sich nach der Fusion mit der Gemeinde Süstedt erheblich vergrößert. Spannend auch deswegen, weil der bisherige Bürgermeister Peter Schmitz (SPD) nicht wieder kandidiert.

Wer also wird sein Nachfolger? Jemand aus der SPD? Oder ein CDUler? Oder vielleicht ein Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen? Unwahrscheinlich ist, dass es die Linken-Kandidatin Ulrike Lampa-Aufderheide werden könnte, ist sie doch Einzelkämpferin auf ihrer Liste. Die Frage nach dem neuen Bürgermeister beschäftigt nicht nur im Flecken, auch in Süstedt wird diese Frage diskutiert. Vielleicht ein Kandidat aus dieser Noch-Gemeinde?

Stellvertreter sollte aus Süstedt kommen

„Der Bürgermeister muss aus dem Flecken kommen“, lautet die Meinung von Heinrich Klimisch, CDU-Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat. Er schließt diesen Posten für sich selber nicht aus. „Ich bin Spitzenkandidat der CDU, und wenn es rechnerisch möglich ist, dann würde ich es machen.“ Er stellt auch klar, „dass der Stellvertreter aus Süstedt kommen sollte.“ Letztendlich aber müsse man das Wahlergebnis abwarten. Mit anderen Fraktionen habe die CDU noch nicht gesprochen. „Es wäre gut, wenn wir uns alle auf einen Kandidaten einigen könnten“, wünscht sich Klimisch.

Lars Bierfischer nennt keine Namen

Weniger konkret wird die SPD. Deren Spitzenkandidat Lars Bierfischer erklärt auf Nachfrage dieser Zeitung: „Wir haben mehrere Kandidaten, die das Amt ausüben würden. Aber erst einmal wollen wir die Wahl abwarten, sehen wie die Partei abschneidet, wie die einzelnen Kandidaten.“ Namen will Lars Bierfischer nicht nennen, und an diese Fraktionsabsprache halten sich auch Christel Stampe (Listenplatz zwei) und Reinhard Thöle (Platz drei). „Wir warten erst das Wahlergebnis ab“, erklären beide auf Nachfrage. „Dann muss man auch sehen, mit wem man nach der Wahl spricht, und es kommt darauf an, wer was machen kann“, sagt Reinhard Thöle. Denn neben dem Posten des Bürgermeisters wird es sicher ein neues Mandat für den Kreistag geben, Peter Schmitz kandidiert bekanntlich auch dafür nicht mehr. All das will die SPD also zunächst abwarten.

Erst das Wahlergebnis abwarten

So möchte auch die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen verfahren, wie deren Fraktionsvorsitzender Bernd Schneider erklärt. „Erst mal abwarten, wie die Partei abschneidet, dann die einzelnen Kandidaten.“ Für sich selber gelte dies auch, generell ausschließen kann er eine Kandidatur nicht. „Aber da spielen bei mir auch die Familie und die vielen anderen Ehrenämter noch eine Rolle. Man muss dem Amt ja auch gerecht werden.“ Ulf Schmidt, Platz drei auf der Liste, erklärt: „Wenn ich gefragt werden würde, würde ich nicht ,Nein‘ sagen. Aber man muss erst mal das Wahlergebnis abwarten.“ Eine Kandidatur ausschließen kann dagegen Hildegard Grieb. „Ich stehe nicht zur Verfügung“, erklärt sie.

Lampa-Aufderheide: „Mal sehen, wer da kommt"

Ulrike Lampa-Aufderheide möchte zunächst abwarten. Auch wenn sie als einzige Kandidatin der Linken keiner Fraktion angehört, darf sie, sollte sie gewählt werden, über den neuen Bürgermeister abstimmen. „Mal sehen, wer da kommt. Dann werde ich gucken, wofür die Person steht, was sie vertritt, und danach entscheiden, ob ich das unterstütze oder nicht.“ Gewählt wird der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin des Fleckens während der konstituierenden Sitzung, die voraussichtlich Anfang November stattfinden wird.

Rubriklistenbild: © Ehlers/Symbolbild

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