Lothar Dreyer kandidiert für die UWG

„Als Christ die Welt gestalten“

Lothar Dreyer möchte sich für das soziale Miteinander in seiner Heimat einsetzen.

Asendorf - Von Mareike Hahn. Lothar Dreyer fühlt sich mit Land und Leuten verbunden. „Als Christ habe ich die Welt auch zu gestalten“, sagt der Asendorfer und zitiert einen Spruch aus der Bibel, genauer gesagt aus dem Buch des Propheten Jeremia im Alten Testament: „Suchet der Stadt Bestes, (...) denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.“ Aus diesem Grund ist es für Dreyer naheliegend, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Der 59-Jährige kandidiert bei der Kommunalwahl auf der Liste der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) für den Samtgemeinderat Bruchhausen-Vilsen, den Asendorfer Gemeinderat und den Kreistag in Diepholz.

Es ist Dreyers erster Versuch, in der Politik seiner Heimat mitzumischen. Denn bisher hielt er das aus beruflichen Gründen für nicht angebracht. Bis April 2015 betreute der Pastor die Kirchengemeinde Asendorf, und da „musste ich als Gegenüber mit der politischen Gemeinde zusammenarbeiten“. Diesen Hinderungsgrund sieht der Theologe nicht mehr, seit er als Springer im Kirchenkreis Syke-Hoya sowie als Altenheimseelsorger in Syke und Barrien tätig ist. „Zudem habe ich jetzt abends mehr Zeit“, ergänzt er.

Um das Wohl einer Gemeinde im Blick zu haben, ist Parteipolitik nicht nötig, findet Dreyer. Der Grund, warum er sich für die Wählergemeinschaft entschieden hat. „Es geht doch um die Sache. Außerdem werden Parteien immer schnell in eine Ecke gestellt.“ Ihm sei es wichtig, im Team das Engagement, das Miteinander der Bürger zu erhalten und zu fördern.

Dreyers Hauptaugenmerk liegt auf dem sozialen Miteinander. Da er zahlreiche Menschen kenne, könne er helfen, Netzwerke auszubauen. „Es gibt schon viel ehrenamtliches Engagement“, sagt er. „Und das sollte die Politik stützen. Sei es durch Wahrnehmung – einfach mal ein Lob aussprechen – oder durch ein Scheinchen.“

Dialog mit den anderen Einwohnern suchen

Die Gemeinde Asendorf muss eigenständig bleiben, das steht für Dreyer fest. Er lebt dort seit 29 Jahren. „Möglichst viele Entscheidungen sollten vor Ort getroffen werden – von Bürgern für Bürger. Warum sollte die Samtgemeinde über die Straßen in Asendorf entscheiden?“ Der Hobby-Geflügelzüchter will nach eigenen Angaben den Dialog mit den anderen Einwohnern suchen. Und mit dafür sorgen, dass Gruppen wie die „Zukunftsvision Asendorf“ nicht die Lust verlieren.

Er schließt sich ferner seinem Wählergemeinschaft-Kollegen Heinfried Kabbert an, der unbedingt einen altengerechten Wohn- und Pflegebereich in Asendorf schaffen möchte. „Das soziale Umfeld muss auch im Alter fortbestehen“, betont Dreyer. Des Weiteren wolle er die Infrastruktur erhalten – „schon das ist eine riesige Herausforderung“ – und, wenn möglich, ausbauen.

Ein weiteres Ziel: die Fronten miteinander ins Gespräch bringen, die sich durch die Stallbau-Pläne von Landwirt Michael Eckebrecht in Altenfelde gebildet haben: „Die eine Seite nimmt die berechtigte Sorge der anderen nicht wahr, und die andere erkennt nicht, dass Landwirte ihren Betrieb auch zukunftsfähig machen müssen.“ Zum Bauantrag selbst nimmt der Pastor keine Stellung: „Die Entscheidung liegt ja nicht beim Rat, sondern beim Landkreis Diepholz als Genehmigungsbehörde.“

Während er für seine Heimatgemeinde schon genaue Vorstellungen habe, lasse er die Arbeit im Samtgemeinderat auf sich zukommen: „Da habe ich noch keine großen Perspektiven. Ich muss die Themen dort erst mal wahrnehmen.“

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