Was kommt nach dem City-Markt? – Stadtverwaltung und Investoren in Verhandlungen

„Das wird nicht der letzte Entwurf sein“

Die Tage des City-Marktes in Bassum sind gezählt. - Foto: Jaursch

Bassum - Von Frank Jaursch. Nach dem Verkauf des City-Marktes an die Vechtaer Immobilienfirma Borchers & Aumann steht eines fest: Das Stadtbild in Bassum wird sich in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Wer aber Klarheit darüber haben möchte, wie der Neubau an der Ecke Bremer Straße/Sulinger Straße aussieht, wird sich in Geduld üben müssen. Für die Investoren wie auch für die Stadtverwaltung gibt es noch einiges zu verhandeln: Noch liegen die Vorstellungen der beteiligten Parteien weit auseinander.

Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Bauausschusses hatte die Stadt das Ergebnis einer Voruntersuchung präsentiert (wir berichteten) und dabei zwei mögliche Bauvarianten ins Spiel gebracht. „Das passt so nicht“, betonte jetzt Unternehmensinhaber Karl-Heinz Borchers auf Nachfrage. Die Pläne der neuen Eigentümer sehen deutlich anders aus als die Ziele der Verwaltung.

Kein Problem, betont Fachbereichsleiter Martin Kreienhop. „Das wird nicht der letzte Entwurf gewesen sein.“ Die ersten Konzepte stellen gewissermaßen einen Startpunkt für künftige Verhandlungen dar. Dabei stehen die Interessen der neuen Eigentümer denen der Stadt gegenüber. Und die kann bei dem Grundstück, das zum „zentralen Versorgungsbereich“ Bassums gehört, deutliche Rahmenbedingungen festsetzen.

Dazu gehört etwa die maximale Höhe des neuen Gebäudes. „Da geben wir einiges vor“, so Kreienhop. Schließlich solle nicht das nebenstehende – denkmalgeschützte – Gebäude von dem Neubau optisch „erdrückt“ werden.

Auch die Nutzung der Räume dürfte ein Knackpunkt in den Verhandlungen sein: Die Vorstellungen der Stadt sehen eine Einzelhandelsnutzung mindestens im Erdgeschoss vor. Die Vorstellungen der Investoren favorisieren Wohnraum.

Gesprächsbedarf besteht also reichlich. Beide Seiten demonstrierten allerdings Zuversicht, zu einer Einigung zu kommen – auch wenn das dauert. „Wir streben an, im nachsten Jahr ein Ergebnis zu haben“, erklärt Kreienhop.

Den Abriss des bestehenden Gebäudes bezahlt im übrigen die Stadt – ein bereits mehrfach bewährter Beitrag für die Weiterentwicklung des Bassumer Kerngebietes. Der Abriss soll in absehbarer Zeit erfolgen. Auch ohne Einigung. „Damit wollen wir auch ein Zeichen setzen“, betont KarlHeinz Borchers, „damit man sieht, dass hier was passiert.“

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