THW-Jugend Bassum startet am Wochenende beim Bundeswettkampf

„Wir schaffen das“

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Das Errichten der mobilen Dusche hat geklappt, nun muss nur noch das Fass mit Wasser befüllt werden. 

Bassum - Von Ute Schiermeyer. Die THW-Jugend Bassum fährt am Freitag zum Bundesjugendlager nach Neumünster, wo sie am Sonnabend für Niedersachsen im Bundeswettkampf antreten wird. Bis dahin muss jeder Handgriff sitzen, jeder Jugendliche muss genau wissen, welche Aufgabe wann und wie zu erledigen ist. 15 Bundesländer treten an, Bremen ist nicht dabei. Eine Art Generalprobe zum Wettkampf durchliefen die Bassumer Jugendlichen am Wochenende.

Das Szenario: Im fiktiven Königreich Togastan hat sich ein Erdbeben ereignet. Die Jugendgruppe muss zu einem Rettungseinsatz ins Krisengebiet fahren. In dem Land mit zwei Millionen Einwohnern wurden zahlreiche Verletzte und Vermisste bestätigt. Viele Häuser sind von schlechter Qualität. Im Schadensgebiet treffen die Jugendlichen auf ein eingestürztes Haus. Sie sollen verschiedene Rettungsaufgaben erledigen und ein THW-Camp errichten.

Zu den Aufgaben des Rettungseinsatzes zählen Erkundung der Schadenstelle, Zugang ins Trümmerhaus, Rettung einer verletzten Person und das Anheben von Lasten.

Die zwölfköpfige Mannschaft teilt sich auf. Beim Aufbau des Camps sollen vier Jugendliche die Beleuchtung herstellen und anschließend eine mobile Dusche bauen. Zwei weitere Aktive werden aus Holz eine Sitzgruppe und eine Garderobe anfertigen, und zwar ganz ohne Schrauben und Nägel. Zwei Ersatzleute stehen bereit.

Während der gesamten Übung läuft die Stoppuhr. Zwei Stunden (plus 20 Minuten Pause) hat die Gruppe Zeit, diese und drei weitere bisher unbekannte Aufgaben zu erledigen. Dabei müssen sie die Vorschriften beachten und die Eigensicherung bedenken.

„Der Betreuer ist zwar dabei, darf aber nicht helfen“, erzählt Ortsjugendleiter Hans-Günther Fischer. Er teilt die Jugendlichen ein. Das macht er aber erst vor Ort. Alle sollen mitfahren.

Jasmin Kollschen und Markus Bramstedt werden sicher noch mal alles geben, denn sie werden demnächst 18 Jahre alt und scheiden dann aus der THW-Jugend aus.

Diejenigen die nicht aktiv am Wettkampf teilnehmen können, werden zum Anfeuern am Rande dabei sein. Zu ihnen wird auch Jana Behrens gehören. Die 12-Jährige weiß schon sicher, dass sie nicht in der Startmannschaft ist, denn sie macht am Sonntag in Neumünster ihr Leistungsabzeichen in Bronze und wird aus diesem Grund geschont.

Auch die Eltern der THWler werden ordentlich jubeln. Sie fahren am Sonnabend extra mit einem „Fan-Bus“ nach Neumünster.

Die Probe am Sonnabend verlief trotz aller Aufregung und kleinerer Pannen sehr gut. Auch die Zeit stimmte. „Wir hatten noch Luft“, sagt Günther Fischer. „Die brauchen wir auch für die drei unbekannten Aufgaben.“ Sein Ziel ist es, beim Bundeswettkampf eine einstellige Platzierung zu erreichen, also mindestens Neunter zu werden. Dafür habe man wochenlang geübt, zum Schluss dreimal in der Woche. Er ist sehr zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen: „So wie die Kinder drauf sind, schaffen wir das!“ Also, Daumen drücken!

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