Volles Haus bei „Jailhouse“

Musik aus fünf Jahrzehnten

R.A.S.T.less spielte in der Volksbank Bassum.
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R.A.S.T.less spielte in der Volksbank Bassum.

Bassum - Von Ulf Kaack. Wo üblicherweise tagtäglich seriöse Finanzgeschäfte abgewickelt werden, herrschte am Samstagabend ein partymäßiger Ausnahmezustand – in der Kundenhalle der Volksbank. Das Gitarren- und Vokalensemble R.A.S.T.less gastierte im Rahmen der Konzertreihe „Jailhouse“ des Kreditinstituts vor nahezu ausverkaufter Kulisse.

Es war eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte Rock- und Pophistorie, die das ambitionierte Quartett seinem Publikum kredenzte. Das ausnahmslos aus gecoverten Charthits bestehende Repertoire spannte einen Bogen aus den 60ern bis hin in die Neuzeit.

Das Besondere daran: Das Auditorium war als aktive Komponente der Darbietung explizit zum Mitsingen, Fingerschnippen und Klatschen aufgefordert. Zu diesem Zweck wurden die Songtexte auf eine Leinwand hinter der Bühne projiziert.

Und das Konzept ging von Beginn an auf. Schon mit dem Einsteiger „Bad Moon Rising“, 1969 von Creedence Clearwater Revival (CCR) aufgenommen, wurde der Refrain aus diversen Kehlen lautstark unterstützt. Es folgten Hits von Künstlern wie Robbie Williams und Cristopher Cross, von Uriah Heep, Barcley James Harvest sowie Fury in the Slaughterhouse. Der harmonische mehrstimmige Gesang von R.A.S.T.less vermochte zu faszinieren. Musikalischer Höhepunkt war dabei das hymnenhafte „Hotel California“ aus der Feder von den Eagles mit seinem legendären mehrstimmigen Gitarrensolo im Finale. Lediglich zwei deutschsprachige Lieder wurden von R.A.S.T.less intoniert: „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Der Rest waren Adaptionen von US-amerikanischen und britischen Künstlern.

R.A.S.T.less, das sind Sabine Pohl am Bass, an der Gitarre und Querflöte. Die beiden Künstler Tim Vogelberg und Axel Howe bedienten ausschließlich ihre akustischen Gitarren, während Rolf Israel am Bass und Cajon für ein solides rhythmisches Fundament sorgte. Alle vier Musiker begeisterten durch ihre stimmlichen Qualitäten und wechselten sich beim Leadgesang ab.

Auf der Bühne ging es unbeschwert zu. Zwischen den Stücken waren die Akteure ständig im launigen und selbstironischen Dialog untereinander und mit dem Publikum. Und wenn mal am Instrument ein Patzer passierte oder eine Textpassage vergessen wurde – kein Problem, die Band nahm es mit Humor.

„Mit R.A.S.T.less haben wir zum dritten Mal in Folge den Nerv unseres Publikums getroffen“, bilanzierte Volksbank-Vorstandsreferent Markus Lüers. „Aus der Region für die Region ist das Credo unserer Jailhouse-Konzertreihe, die wir auch in Zukunft fortsetzen werden“, sagte Lüers nach dem Konzert.

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