Bassumer Harald Focke bringt neues Magazin heraus / Persönliche Einblicke

Vater und Sohn dienen auf dem gleichen Schiff

Jährlich soll das Magazin in den Handel kommen. Harald Focke ist einer der Autoren. - Foto: Wächter

Bassum - Von Andree Wächter. „Oceanum – Das maritime Magazin“ lautet der Titel des neuen Werkes von Harald Focke. Wobei das Wort Magazin untertrieben ist. Mit 320 Seiten ist es eher ein Buch. Oceanum ist ein Sammelwerk von Geschichten aus der Welt der Seefahrt – historisch und aktuell.

„Wir wollen gut informieren und unterhalten“, sagt Focke zur Zielsetzung. „Bewusst haben wir auf zu viele technischen Daten verzichtet.“ Vielmehr stehen das Persönliche und ein neuer Blick auf die Dinge im Vordergrund. So ist es auch für Laien lesenswert.

Focke war vom Versprechen der neuen Helgolandfähre fasziniert. Laut Slogan soll sie nicht mehr schaukeln. Auf den sechs Seiten beschreibt der Autor das Schiff, seine Erfahrungen und das Fahrverhalten von Cuxhaven zur Insel. Illustriert ist die Reportage mit Bildern, die ein normaler Gast nicht knipsen kann. Der Leser sieht auch das Geheimnis der ruhigen Fahrt: die Flossenstabilisatoren.

Leuchtturm von South Foreland

Nicht alle Reportagen stammen von Focke. Redakteur Ralf Michel steuerte eine Familiengeschichte bei. Vater Rolf Michel hatte 1960 den Zerstörer 5 (Fletcher-Klasse) für die Bundesmarine in den USA abgeholt. Die letzte Fahrt des Schiffes begleitete sein Sohn Ralf. 1982 brachte er es nach Griechenland. „Da haben wir tolle Privatfotos bekommen und einen Einblick in das Leben auf See.“

Nicht nur auf dem Wasser spielen die Beiträge. Ein Kapitel widmet sich dem Leuchtturm von South Foreland. Der weiße Bau in der Nähe von Dover war der erste weltweit mit elektrischem Licht. Der Leser erfährt von Focke, wo man am besten sein Auto parkt und in welchen Restaurants man gut essen kann. „Ich wollte nicht nur den Leuchtturm vorstellen. Also habe eine Wanderung gemacht.“ Diese wird beschrieben, inklusive Tipps zum passenden Schuhwerk.

Das Magazin enthält einen bunten Strauß an maritimen Beiträgen. Es berichtet über Tarnkappenschiffe, den geplanten U-Boot-Bau bei Borgward während des Krieges oder über das Absetzen des ersten Containers im Bremer Überseehafen 1966.

Das Magazin ist im Din-A-5-Format erschienen. „Vorgabe war der Magazin-Charakter.“ Pro Beitrag waren acht bis zehn Seiten geplant, bei einem Gesamtumfang von 200 Seiten. Dass es nun 320 geworden sind, lag daran, dass die Co-Autoren Freunde und Bekannte waren. Alle signalisierten Bereitschaft, Bilder und Texte beizusteuern.

Die Planungen für das Oceanum-Magazin begannen im Frühjahr. „Damals fragte mich der Verleger, was ich davon halten würde.“ Das Ergebnis steht seit September in den Bücherregalen. Für die zweite Ausgabe im kommenden September will Focke sich mehr Zeit lassen und verspricht: „Sie soll anders werden.“

Herausgeber Harald Focke wohnt in Bassum und ist ehemaliger Studiendirektor am Gymnasium Sulingen. „Als Kind habe ich mit dem Kopf im Nacken die großen Schiffe bewundert.“ Seit dieser Zeit hat er eine Liebe zur See. Und diese Liebe spiegelt sich im Oceanum wieder.

Erschienen ist „Oceanum – Das maritime Magazin“ im Oceanum-Verlag und kostet 15,90 Euro.

Mehr zum Thema:

OSZE-Ministertreffen in Hamburg geht zu Ende

OSZE-Ministertreffen in Hamburg geht zu Ende

Die richtigen Sportkopfhörer finden

Die richtigen Sportkopfhörer finden

Hochwertige Audio-Anlage im Auto nachrüsten

Hochwertige Audio-Anlage im Auto nachrüsten

Dardais Überraschungsteam

Dardais Überraschungsteam

Meistgelesene Artikel

Nordwohlder Weihnachtsmarkt kommt gut an

Nordwohlder Weihnachtsmarkt kommt gut an

Zoff um Nikolaus-Aktion

Zoff um Nikolaus-Aktion

Schüler (15) von Hund gebissen - Halter flüchtig

Schüler (15) von Hund gebissen - Halter flüchtig

Auch Sitzen kann eine körperliche Belastung sein

Auch Sitzen kann eine körperliche Belastung sein

Kommentare