Musikalischer Abend mit Verkostung im Vorwerk an der Freudenburg

Sax & Schmalz zum Wein

Sorgten neben dem Wein für gute Laune (v.l.): Matze Schinkopf , David Jehn und Anselm Voigt. - Foto: Kratz

Bassum - Von Angelika Kratz. Der ideale Monat für ein Weinfest ist nicht nur der goldene Oktober. Auch ein sonniger Septemberabend wie momentan kann Lust auf ein Tröpfchen in geselliger Runde machen. In zweiter Auflage lockte am Donnerstag eine musikalisch begleitete Weinprobe auf Einladung des Bassumer Kulturforums die Besucher in das Vorwerk der Freudenburg.

Während im vergangenen Jahr die Verkostung der edlen Tropfen nach Frankreich führte, galt es nun den Blick und die Geschmacksknospen auf die deutschen Weinregionen zu richten.

Mit dabei als exzellente Adresse war das Weinhaus Ludwig von Kapff aus Bremen. Auf eine über dreihundertjährige Geschichte blickt dieser Traditionsbetrieb zurück, und Klaus Peper brachte als Fachmann die nötigen Informationen mit. Neben ihm öffnete Robin Kalbhenn von einer weiteren renommierten Bremer Weinfamilie die ersten Flaschen zur abendlichen Verkostung.

In den 60er- und 70er-Jahren sei der deutsche Weinanbau in einer eher schwierigen Situation hinsichtlich des allgemeinen Geschmacks süßer Weine und der damit verbundenen sogenannten Großlagen gewesen.

Längst haben sich die heimischen Winzer auf eigene Wege begeben. Sie vermarkten ihre Einzellagen, statt alles unter einem Begriff ins Fass zu schütten.

„In Deutschland dauert es länger bis die Trauben ausreifen“, erklärte Klaus Peper die klimatische Situation zwischen einem „nicht zu heiß“ und „nicht zu kühl“ und somit der besten Voraussetzung für eine gute Ausreifung der Trauben.

In den Rheingau, an die Mosel, nach Rheinhessen und in die Pfalz ging die Verkostung von insgesamt 20 Sorten. Keine leichte Aufgabe für die Gäste an den liebevoll gedeckten Tischen.

„Fly me to the moon“ intonierte das Trio Sax & Schmalz bereits beim ersten Probiergläschen. Mitgebracht hatten David Jehn am Kontrabass, Anselm Voigt mit seiner Gitarre und Matze Schinkopf am Saxophon richtig Gute-Laune-Musik quer durch alle Jahrzehnte.

Die war notwendig, denn nicht nur Claus Ulbrich vom Bassumer Kulturforum als Gastgeber machte ein etwas langes Gesicht hinsichtlich des nicht so ganz eingetroffenen Besucheransturms. So manch fröhlicher Stimmungstisch fehlte mit seiner ansteckenden Heiterkeit.

Den Musikern von Sax & Schmalz war dies eine besondere Herausforderung, und wer nicht nur sein Näschen ins Probierglas von Irene Söngen, Robert Weil oder einem Battenfeld-Spanier Spätburgunder steckte, sondern auch die Ohren zur Musik aufmachte, kam noch mehr auf seine Kosten.

„Wir probieren beide ganz unterschiedliche Weine, sonst kommt man ja bei der Fülle gar nicht durch“, verriet ein Ehepaar seine Taktik. Jeder durfte vom Glas des anderen ein Schlückchen probieren.

Schnell weg waren die Baguettebrote zur Geschmacksneutralisierung, und gerne wurde zwischendurch von den Weinverkostern auch ein Glas Wasser getrunken.

„Das darfst du nicht klumpig nennen“, ging es sehr ernsthaft an einem Männertisch zu Gange. „Das ist mein Wein“, lachte indes eine Frauenstimme und ihre beiden Freundinnen stimmten zu.

Immer mehr Gäste zog es im Laufe des Abends nach draußen in die herrliche Abendsonne. Lang war die Schlange am Verkostungstisch und irgendwie fast alleine standen die Musiker von „Sax & Schmalz“ in ihrer musikalischen Ecke.

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