Gelungene Premiere von „Shantys und Currywurst“

Scharfe Soße? „Das haut einen Seemann nicht um“

Die singenden Fischweiber gaben beim Lied „Auch Matrosen haben eine Heimat“ alles. - Foto: Dieter Niederheide

Bassum - Von Dieter Niederheide. Das erste Shanty- und Currywurst Festival gestern im Festzelt sowie in der Muschel an der Freudenburg sollte nicht das letzte gewesen sein. Der Lions Club Bassum Klosterbach Delme hat eine tolle Idee in die Tat umgesetzt und mit den vier aufgetretenen Shanty Chören mehr als nur einen guten Griff getan.

Die Shantysängerinnen und -sänger verbreiteten mit ihren Liedvorträgen den Tag über eine stimmungsvolle Atmosphäre, entführten die Besucher gesanglich und musikalisch auf die Weltmeere und in ferne Länder. Past-Präsident Wilhelm Bäker sagte am späten Nachmittag: „Wir sind sehr zufrieden.“

Lions-Club-Präsident Edgar Fischer ging in seiner Begrüßung auf den ungewöhnlichen Titel bezüglich der Currywurst ein, auch Landrat Cord Bockhop sprach von ei ner „etwas ungewöhnlichen Verbindung“ zwischen Shanty und Currywurst. Zum Zweck des Benefizkonzert sagte der Landrat, dass es Freude bereiten muss, anderen Menschen Freude zu bereiten.

Namens der Stadt Bassum hieß stellvertretende Bürgermeisterin Cathleen Schorling Chöre und Gäste willkommen. Der Erlös nach Anzug aller Ausgaben wird der Lions Club einem sozialen Zweck zuführen.

Die Organisatorin des Festivals, Renate Munder, hatte ganze Arbeit geleistet; und was lag näher, als dass sie – die selber dem Frauen-Shanty-Chor Delme Shanty Singers angehört – auch Shanty-Chöre aufbot?

Nicht nur, weil inzwischen Frauen zur Marine gehören wie Flugzeuge zur Luftwaffe, haben die Frauen sich in die Reihen der Shanty-Chöre eingereiht. Nein, sie lieben die Lieder und singen begeistert von Meer, Liebe und Romantik zu Wasser.

Ein Beweis sind in Aurich „Otto und seine Fischweiber“, Deutschlands erster Frauen Shanty-Chor (Leitung Hans-Otto Dziggel), und die Delme-Shanty Singers aus Delmenhorst (Chorleiterin Luba Lindt). Beide traten gestern in ihren Trachten auf, die Fischweiber richtig urig.

Und die beiden Chöre waren „Spitze“. Ebenso übrigens wie die beiden männlichen Shanty Chöre, die Hasporter und der Seemannschor Oldenburg. (Dirigent Jürgen Stahmer). Das vorgetragene maritime Liedgut wurde bei allen Chören von Musikern mit verschiedenen Instrumenten, zumeist Akkordeon oder Gitarre, begleitet .

Es erklangen insgesamt fast 60 Fahrenslieder, darunter „Byebye Rose Anna“, „Santa Domingo“, das US-Marinelied „Anchors Aweigh“ (Anker gelichtet), „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ oder „Es war ein Mädchen und ein Matrose“.

Auch der fidele Seemann, die Liebe im Hafen, der Wattwurm oder Hein Mück aus Bremerhaven wurden besungen. Bis nach Tahiti, Hawaii, Jamaica oder Helgoland und St. Pauli wurden die begeisterten Besucher entführt. Es war ein gelunger Tag, bei dem auch ein bisschen Seemannsgarn gesponnen wurde.

Launig und gut informiert führte Fanny Lanfermann durch ein unterhaltsames Programm. Und was war mit den Currywürste? Die waren lecker und die Soße richtig scharf. Aber wie sagte ein Sänger: „Das haut doch einen Seemann nicht gleich um.“

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