Gäste verputzen trotz des schlechten Wetters elf große Kuchenbleche

Ratzekahl-Fest in Hallstedt

Ofenfrisch servieren (v.l.) Heidrun Konert, Karin Staar und Susanne Loui beim Hallstedter Backtag herrlich duftende Butter-, Bickbeer-, Apfel- und Flammkuchen. - Foto: Büntemeyer

Hallstedt - Von Heiner Büntemeyer. Schon frühmorgens um fünf Uhr machte sich Fritz Kohnert am Sonntag auf den Weg zum Backhaus am Göpel, um dort für den Backtag einzuheizen.

Gegen 11 Uhr wurden die ersten Kuchenbleche in den heißen Ofen geschoben und kurze Zeit später mit herrlich duftendem Butterkuchen wieder herausgezogen. Sie hatte zusammen mit Heidrun Kohnert das Amt der Kuchenbäckerinnen und damit die Verantwortung übernommen, dass kein Kuchen verbrannte. Dazu gehört einige Erfahrung, denn im Verlauf der Backgänge verliert der Ofen an Hitze. Der später eingeschobene Kuchen muss also länger, doch auch nicht zu lange backen. 

Aber die beiden Damen kriegten das mit Hilfe einer Stoppuhr gut hin. Knusprig braun gebacken brachten sie ein Kuchenblech nach dem anderen ins Verkaufszelt vor dem Göpel, in dem es sich die Besucher gemütlich gemacht hatten. Trotz des schwierigen Wetters waren viele zum Backtag gekommen, zu dem der Verein „Hallstedt hier und heute“ eingeladen hatte.

Elf große Bleche Butterkuchen, acht Flammkuchen, einen Apfel- und einen Bickbeerkuchen hatten die Hallstedter Frauen vorbereitet. Erstmals hatte Susanne Loui einen Bickbeerkuchen gebacken. Das Rezept dafür hatte ihr Grete Wittgreve verraten, nachdem sie bei ihr diesen Kuchen probiert hatte. „Ich habe allerdings die angegebenen Zutatenmengen für den Backtag verdreifacht“, lachte die junge Dame, die nicht nur das Rezept übernommen hatte, sondern auch dem Ratschlag von Grete Wittgreve gefolgt war, unbedingt den „Original Asendorfer Sahneschichtkäse“ zu verwenden.

Zuletzt wurden die Flammkuchen in den Ofen geschoben, die teilweise nur vier Minuten neben der noch glimmenden Glut backen mussten.

Danach wäre noch genügend Zeit gewesen, um in der flirrenden Hitze eine Rehkeule zu braten oder sogar Schwarzbrot zu backen. Um dafür den Teig zu mischen, fehlte den fleißigen Damen leider die Zeit, wie sie bedauerten.

Wer von den Mitgliedern angesichts des Wetters befürchtet hatte, auf den Kuchen sitzen zu bleiben, brauchte sich keine Sorgen zu machen: Von den vielen Kuchen blieben schließlich nur noch die Krümel übrig.

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