Mehr Platz und grünes Flair

Pflegedienst investiert 950.000 Euro in Verwaltungsgebäude

Thomas Tecklenburg, Pflegedienstleiter beim Pflegedienst Silke Stecker, vor der Baustelle an der Industriestraße. - Foto: Jaursch

Bassum - Von Frank Jaursch. Ralf Kiefer lässt keinen Zweifel: Hätten die Bauherren des geplanten Neubaus an der Industriestraße gewusst, welche archäologischen Abenteuer auf sie zukommen – „wir hätten dort nicht gebaut“, betont der Sprecher des Pflegedienstes Silke Stecker.

Unerwartete Auflagen durch den Landkreis hatten dafür gesorgt, dass der Zeitplan ordentlich durcheinander kam: Auf dem Grundstück wurden archäologische Funde vermutet – und tatsächlich einige Eisenzeit-Keramiken gefunden (wir berichteten).

Doch das Thema ist abgearbeitet, die Kosten blieben in einem Bereich, der für das Bassumer Unternehmen erträglich ist. Grund genug für Kiefer und seinen Pflegedienstleiter Thomas Tecklenburg, optimistisch nach vorn zu blicken. Genauer: Zum Mai/Juni kommenden Jahres. Dann soll das neue, rund 420 Quadratmeter große Verwaltungsgebäude für den Pflegedienst fertiggestellt sein.

„Alle unsere Mitarbeiter fiebern diesem Termin entgegen“, erklärt Kiefer. In den vergangenen Jahren war die Firma von Silke Stecker kontinuierlich gewachsen: Im Jahr 2012 hatte das Unternehmen 65 Mitarbeiter, mittlerweile sind es mehr als 100.

Seit einigen Jahren schon waren Kiefer und Stecker auf der Suche nach einem neuen, möglichst zentralen Standort. Die derzeitige Zentrale an der Bremer Straße (Tecklenburg: „eine umgebaute Tankstelle“) platzt aus allen Nähten. Für ungestörte Kundengespräche ist kaum Platz, mehrere Mitarbeiter teilen sich die kleinen Büros.

Höchste Zeit für Veränderungen. „Normalerweise leistet sich ein Pflegedienst kein reines Verwaltungsgebäudde“, räumt Kiefer ein. Doch mit dem 950 000-Euro-Vorhaben trägt die Unternehmensleitung gestiegenen Ansprüche und Mitarbeiterzahlen Rechnung.

Mit einem 66-Quadratmeter-Besprechungsraum zum Beispiel, einer vernünftigen Küche und einem eigenen Raum für die Physiotherapeutin, die für das Wohlbefinden der Mitarbeiter sorgt. „Das sind Neuerungen, auf die wir schon stolz sind“, erklärt Ralf Kiefer. Auch Wünsche aus dem Mitarbeiterkreis fanden dabei Berücksichtigung.

Wichtig war zudem, dass es genügend Abstellmöglichkeiten für die Fehrzeuge der Mitarbeiter gibt – ein Faktor, der am derzeitigen Domizil an der Bremer Straße ein Problem darstellt. Dort müssen die Bediensteten ihre Autos zum Teil auf dem großen Parkplatz des Freibads abstellen – Fahrzeugschäden inklusive. Das gut 3800 Quadratmteter große Grundstück bietet Platz für die Autos – und zudem „grünes Flair“ in den Pausen der Mitarbeiter.

Bis die Unklarheiten in Sachen Archäologie beendet waren, vergingen wertvolle Wochen. „Das Ärgerlichste war die Ungewissheit“, sagt der Sprecher – und meint damit sowohl die zeitliche Verzögerung als auch die Frage, was für unerwünschte Bodenschätze denn wohl noch auf die Planer warten könnte.

Nun, da die Baustelle wieder freigegeben wurde, geht es mit großen Schritten voran: Erst am 3. Oktober erfolgte der erste Spatenstich, schon jetzt sind die Strukturen auf dem Baugrundstück erkennbar. Und geben eine Vorstellung, dass die Zeit der Enge für die Mitarbeiter bald der Vergangenheit angehört.

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