Mehrkosten von knapp einer Million Euro übernimmt der Landkreis

Was lange währt: Sporthalle am Schützenplatz ist fertig

Nahmen gestern die Sporthalle am Hallenbad nach Abschluss der Sanierungsarbeiten in Augenschein (v.l.): Bürgermeister Christian Porsch, Landrat Cord Bockhop, Architekt Alfred Bode, der Leiter der Oberschule Cord Mysegaes und Mischa Flaspöhler, der zuständige Fachdienstleiter bei der Kreisverwaltung in Diepholz. - Foto: Michael Walter

Bassum - Von Michael Walter. „Das sieht ja schick aus!“ – Bürgermeister Christian Porsch hatte ein unübersehbares Leuchten in den Augen, als er Montagnachmittag gemeinsam mit Landrat Cord Bockhop die frisch sanierte Sporthalle neben dem Hallenbad besichtigte. Die Arbeiten sind abgeschlossen. Mit mehr als einem halben Jahr Verzögerung.

Seine erste Berührung mit dem Thema Hallensanierung hat Porsch noch vor seiner Wahl zum Bürgermeister gehabt, sagt er. Da war er noch bei der AWG beschäftigt. Im Mai 2014 hatten die Arbeiten begonnen. Cord Bockhop blickt zurück: „Damals hatten wir gedacht, im Herbst, spätestens im Winter wären wir fertig.“ Und dann stießen die Arbeiter auf Asbest.

Damit sei eine ganze Lawine ins Rollen gekommen, schildern Bockhop und Porsch. Denn zum einen war das Asbest an einer Stelle aufgetaucht, an der nie jemand damit gerechnet hätte: im Foyer. Und zum anderen, so Architekt Alfred Bode, habe es die beauftragte Firma unsachgemäß abgebrochen. Folge: Ein erheblich höherer Sanierungsaufwand – sowohl zeitlich als auch finanziell.

„Geplant hatten wir mit 2,2 Millionen Euro“, sagt Cord Bockhop. 1,8 Millionen davon sollte der Landkreis als Schulträger zahlen – die Oberschule ist Hauptnutzer der Halle – und die Stadt Bassum sollte 400.000 Euro beisteuern. „Draus geworden sind jetzt 3,1 Millionen“, so Bockhop weiter. Die Mehrkosten gehen komplett zu Lasten des Landkreises. „Ob wir davon noch einen Teil wieder reinbekommen, ist Gegenstand eines Rechtsstreits mit der Baufirma.“

Vordergründig ging es aber vor allem um die energetische Sanierung der Halle. Eine neue Zentralheizung ist bereits vor vier Jahren eingebaut worden. Jetzt kam eine neue Steuerung dazu. Außerdem wurden Dach, Fassade und Lüftung erneuert und die eigentliche Sporthalle hat neue Heizkörper bekommen. „Wir sparen jetzt 50 bis 60 Prozent Energie ein“, sagt Mischa Flaspöhler, der zuständige Fachdienstleiter beim Landkreis Diepholz.

Auch strukturell hat sich in der Halle einiges getan. Verkürzt ließe sich sagen: Es gibt jetzt weniger Flur, aber dafür mehr Umkleidefläche. Der gesamte alte Bereich ist komplett abgerissen und neu gebaut worden. Die Sanitärbereiche für Männer und Frauen sind jetzt in unterschiedlichen Farben gekachelt. Und vor allem: Es gibt jetzt separate Umkleidetrakte für drinnen und draußen.

Cord Bockhop dankt nicht zuletzt den Schulen und den Sportvereinen, die während der unerwartet langen Bauphase „immer wieder zurückgesteckt haben“. Und Christian Porsch schlägt in die gleiche Kerbe: „Keiner hat gemault. Alle haben sich arrangiert und sich gegenseitig geholfen.“ Da bezieht der Bürgermeister ausdrücklich auch die Stadt Syke mit ein, die den Bassumer Fußballern einige Verkaufsbuden als improvisierte Umkleidekabinen zur Verfügung gestellt hatte. „Die mussten wir lediglich zum Weihnachtsmarkt wieder zurückgeben.“

Mehr zum Thema:

Bilder vom Oktoberfest: Standkonzert zur Halbzeit

Bilder vom Oktoberfest: Standkonzert zur Halbzeit

Kartoffelmarkt in Rotenburg

Kartoffelmarkt in Rotenburg

Bauernmarkt in Moordeich

Bauernmarkt in Moordeich

Verkaufsoffener Sonntag mit Ökomarkt in Verden

Verkaufsoffener Sonntag mit Ökomarkt in Verden

Meistgelesene Artikel

Von Schwarme bis zum Polizeikommissariat in Leeste eskortiert

Von Schwarme bis zum Polizeikommissariat in Leeste eskortiert

Mordfall in sechs Stunden gelöst

Mordfall in sechs Stunden gelöst

„Normaler Verlauf“

„Normaler Verlauf“

Zusammenstoß in Wagenfeld

Zusammenstoß in Wagenfeld

Kommentare