Beginn ist um 11 Uhr

„Jung sein verlernt man nicht“ am Sonnabend im Hansa Kino

Der Spaß kam bei den Film-Aufnahmen nicht zu kurz.

Bassum/Syke - Von Frauke Albrecht. Die faszinierende Natur Norwegens, Musik, die Laune macht und eine Gruppe Männer, die unterschiedlicher nicht sein kann – das sind die Zutaten des Roadmovies „Jung sein verlernt man nicht“, das am Sonnabend, 17. September, um 11 Uhr im Hansa Kino in Syke gezeigt wird.

Gedreht haben ihn ehemalige Schüler der Prinzhöfte Schule zusammen mit Dominik Neisser von der Gruppe IndyFilms. Im vergangenen Sommer brachen Neisser, Elia Giersberg, Dominik Butzke und Austen Dobrin-Stein, Neissers Sohn Joshua und der 78-jährige Peter Steinke zu einer zweiwöchigen Reise nach Norwegen auf, wir berichteten.

Außergewöhnlicher Zeltplatz mit einer spektakulären Aussicht. - Fotos: IndyFilms

Die Schneidearbeiten dauerten länger als ursprünglich gedacht. „Die Jungs sind beruflich und schulisch sehr eingespannt“, erklärt Neisser. Außerdem legte die Gruppe wert auf eine kinofähige Qualität. „Die können wir nun liefern“, freut sich Neisser.

Hauptverantwortlicher Cutter ist Joost Harenborg. Er sichtete viele Terrabytes an Material und fügte alles Verwertbare in einer Abfolge zusammen. Joost, Elia Giersberg und Dominik Neisser entwickelten als Kerncrew eine spezielle Form von filmischer Erzählweise. „Es war auch nicht einfach, die richtige Musik zu finden“, erinnert sich Neisser.

Da bekommt das Sprichwort, sich den Wind um die Nase wehen lassen, eine ganz andere Bedeutung.

Zur Handlung: Fynn hat Liebeskummer und fühlt sich allein gelassen. Sein einziger Vertrauter ist sein Opa, dem er alles erzählt. Um Fynn zu helfen, hat Opa Peter eine außergewöhnliche Idee. Damit sein Enkel mal raus kommt, organisiert er mit seinem Kumpel Dominik einen Trip. Fynn zögert, aber sein Freund Austen überredet ihn. Sie starten mit anderen in ein besonderes Abenteuer.

Nachdem die Filmgruppe 2014 ihr erstes Schulprojekt innerhalb der Prinzhöfte Schule erfolgreich mit dem niedersächsischen Schülerfilmpreis abgeschlossen hatte, fragten die Jugendlichen Dominik Neisser, ob er nochmal Lust hätte, ein neues Projekt zu beginnen. „Ich musste nicht lange überlegen“, sagt der Bassumer. Er schlug vor, ein Roadmovie drehen.“

Die Jugendlichen waren begeistert und legten sich auf Norwegen als Ziel fest. „Ich ahnte, dass da eine große Herausforderung auf uns zu kommt“, erinnert sich Neisser. „Aber ich dachte: ,Jung sein verlernt man nicht’. Einfach mal anfangen und schauen, was passiert.“

Die Einstellung ist wichtig.

Die Jugendlichen hatten inzwischen ihre mittlere Reife erhalten und beschlossen, im Sommer 2015 zu verreisen.

Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept, zu dem auch die Gründung eines gemeinnützigen Vereins gehörte. Spenden wurden gesammelt, unter anderem mit einem kleinem Filmausschnitt auf der Crowdfundingplattform Indiegogo.

Neisser: „Viele Privatleute spendeten, Firmen und Banken – die Volksbank Bassum half bei der Finanzierung des Filmfahrzeugs. Und so erreichten wir ein Gesamtbudget von etwa 8000 Euro, um unter anderem technisches Equipment zu kaufen.“ So wurde zum Beispiel ein Quadrocopter besorgt, um faszinierende Luftaufnahmen in Norwegen zu filmen.

Mit großer Erwartung sieht die Gruppe ihrer Premiere entgegen. Da der Verein gemeinnützig arbeitet, und das Kino gemietet wird, gibt es keinen Kartenverkauf. Der Verein freut sich über Spenden, um die Veranstaltung und Projekte finanzieren zu können.

Wer sich den Trailer zum Film anschauen möchte:

www.indyfilms.de/jsvmn

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