Team R.S.-Racing siegt bei Sechs-Stunden-Rennen auf der Bassumer Kartbahn

Ein Hauch von Le Mans

Zusammen nahmen die Rennkarts am vergangenen Sonnabend 2 800 Runden mit einer Gesamtlänge von 2 500 Kilometren unter ihre profillosen Reifen. - Fotos: Ulf Kaack

Bassum - Von Ulf Kaack. Vollgasfreaks auf und neben der Piste sind am Sonnabend auf der DWA Racing Kartbahn voll auf ihre Kosten gekommen. Erstmals wurde hier ein Sechs-Stunden-Rennen gestartet, das in Sachen Spannung und Atmosphäre keinerlei Wünsche offenließ.

Bereits das Qualifying und das vorangegangene Warm-Up waren spektakulär und machten Lust auf mehr. Die Fahrer schenkten sich nichts. Schließlich sicherte sich das Team R.S-Racing, dessen Fahrer aus Hannover, Bremen und Oldenburg kommen, die Pole-Position.

Ein Hauch von Le Mans wehte über die Strecke, als Jörg Wasmuth, der Betreiber der Kartbahn, die Startflagge schwenkte und die insgesamt 27 Fahrer in sieben Teams ins Rennen schickte. Motoren heulten auf, Reifen drehten durch... Nach den ersten Kurven hatte R.S-Racing die Nase vorn. Und das sollte, das sei vorweggenommen, bis auf einige kurzzeitige Verschiebungen der Positionen, auch so bleiben.

Was nun folgte, waren packende Zweikämpfe auf dem 900 Meter langen Asphalt. Die zahlreichen engen Kurven forderten den versierten Piloten so einiges ab, und schon nach einer halben Stunde standen die ersten Überrundungen an. Zusätzliche Spannung erzeugten die verschiedenen Taktiken der einzelnen Teams. Rund zwei Stunden reichte eine Tankfüllung, dann ging es an die Box. Hinzu kamen die Stopps für Fahrer- und Reifenwechsel.

Alle Teams waren übrigens mit baugleichen Fahrzeugen unterwegs: Leihkarts des Veranstalters vom Typ Sodi mit 13 PS starken 390 Kubik-Motoren von Honda. „Die machen locker 90 Klamotten Spitze“, so Jörg Wasmuth.

Die drei Siegerteams mit Rennleiter Jörg Wasmuth (vorne Mitte) unmittelbar vor der obligatorischen Champagner-Dusche.

Exakt um 18 Uhr – nach insgesamt 2.800 zurückgelegten Runden mit einer Gesamtstrecke von 2.500 Kilometern – wurde die Zielflagge geschwenkt. Damit stand als Sieger das Team R.S-Racing mit 414 absolvierten Runden als das schnellste fest. Für diese Leistung gab es einen großen Pokal. Zweitplatziert war das Lokalteam Bestbesetzung mit zwei Runden Rückstand. Den dritten Rang belegte TMA Racing aus Hannover mit elf Runden Abstand zum Sieger.

Nach der obligatorischen Champagner-Dusche, durchgeführt allerdings mit konventionellem Sekt aus dem Supermarkt, wurde noch einmal richtig Vollgas gegeben. Und zwar bei der After-Race-Party. DJ Finebeats aus Thedinghausen sorgte mit kerniger Pop- und Rockmusik für eine ausgelassene Stimmung. Dabei bestand in den ruhigeren Ecken durchaus Gelegenheit für Benzingespräche zwischen Fahrern und Fans.

Mit von der Partie war auch Oliver Miegel aus Bassum. Seit zwei Jahrzehnten betreibt der Lokalmatador Kartsport. „Begonnen hat alles mit einem 22 PS starken Zweitaktkart, aktuell fahre ich ein 72-PS-Suzuki-Kart auf verschiedenen Wettbewerben in der Klasse ,The Kart Race‘ im gesamten norddeutschen Raum“, plaudert der 46-jährige Blechschlosser, dessen 14-jähriger Sohn Kevin auch schon auf der Rennpiste mit einem eigenen Rennfahrzeug aktiv ist.

„Heute war ich zweimal knapp 60 Minuten für mein Team Bestbesetzung auf dem Kurs. Das ging ganz schön auf die Kondition, was Laien kaum glauben können. Klar kenne ich jeden Winkel meiner Hausstrecke. Ein weiterer Vorteil war heute das trockene Wetter. Schließlich hat es für den zweiten Platz gereicht, und das ist vollkommen okay.“

Sechs-Stunden-Kartrennen in Bassum

„Bis auf ein paar kleinere Schubser und Rempler, einen Ausflug ins Gras sowie einen Dreher in der Boxengasse ist das Sechs-Stunden-Rennen ohne Unfälle über die Bühne gegangen, das ist das Wichtigste“, bilanzierte Jörg Wasmuth nach der Siegerehrung. „Für mich war das heute echtes Racing, bei dem neben dem Sport die Fairness im Vordergrund stand. Fahrer und Publikum hatten eine Menge Spaß. Das motiviert , dieses Race auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen. Dann hoffentlich mit noch mehr Publikumsbeteiligung, denn die ließ leider noch Wünsche offen.“

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