Bassumer Advent will mit Atmosphäre punkten

Glühwein, Glanz und Glaubensfragen

Stockbrot backen am offenen Feuer: Natürlich wird es auch dieses Angebot wieder geben. Darüber hinaus will der Bassumer Advent mit einer Reihe neuer Ideen und Aktionen punkten. - Archivfoto: Husmann

Bassum - Von Frank Jaursch. Hunderte Besucher des „Bassumer Advents“ sind sich alljährlich einig: Den Weihnachtsmarkt rund um die Stiftskirche umgibt eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre. An diesem Qualitätsmerkmal wollen die Organisatoren auch in diesem Jahr arbeiten. Der Bassumer Advent wartet dabei mit einigen spannenden und pfiffigen Neuerungen auf.

Am Wochenende des 26. und 27. November soll wieder eine Mischung aus Kunsthandwerk, Kultur und Kulinarischem viele Besucher auf das malerische Areal locken.

Der Bereich wird in diesem Jahr sogar noch ein bisschen hübscher: Erstmals verzichten die Organisatoren auf das Aufstellen eines großen Zeltes. Das gab zwar vielen Ausstellern ein Dach über dem Kopf, wirkte aber im historischen Gebäudeensemble eher wie ein Fremdkörper.

Stattdessen sollen noch mehr Holzhütten, kreisförmig wie eine Wagenburg angeordnet, für eine Unterkunft und ein noch schöneres Erlebnis sorgen. „Auch ästhetisch wird dieser Markt so dem Ort in besonderer Weise gerecht“, findet Susanne Vogelberg von Tourismusbüro der Stadt.

In den rund zwei Dutzend Buden werden private Anbieter, Vereine, Schulen und Initiativen ihre Produkte feilbieten. Natürlich finden sich Angebote wie der Wunsch-Weihnachtsbaum unterm Pagodenzelt oder das Stockbrot-Backen am offenen Feuer auch in diesem Jahr in Bassum wieder.

Neben dem bewährten Mix aus Glühwein- und Essensständen, Gestricktem oder Geschnitztem ist es vor allem das kulturelle Rahmenprogramm, das für einen besonderen Impuls sorgen soll.

Die Stiftskirche steht dabei in doppeltem Wortsinn im Zentrum des Ganzen. Während der Marktzeit (Sonnabend 15 bis 20 Uhr und Sonntag 15 bis 18.30 Uhr) steht die Tür nonstop offen. „Man kann kommen und gehen, wann man mag“, erläutert Pastorin Ines-Maria Kuschmann.

Nach dem traditionellen Adventskonzert der Bassumer Chöre und dem musikalischen Abendgebet am Samstag geht es tags darauf weiter mit der Familienkirche mit Jugendband, Jagdhornbläsern und Posaunenchor, bevor Bassumer Musik-Talente am frühen Sonntagabend ein Konzert geben. „Man kann also fast das ganze Wochenende durchsingen“, schmunzelt Kreiskantor Ralf Wosch.

Im Luther-Jahr (500 Jahre Reformation) nimmt auch der große Reformator eine wichtige Rolle beim Bassumer Advent ein. Am Sonntag um 16 Uhr umrahmt eine besondere Erzählung mit dem Titel „Maartin!“ ein Orgelkonzert. Schauspielerin Franziska Vondrlik wird dabei die Lebensgeschichte von Martin Luther kurzweilig zum Besten geben.

Und noch eine zweite Aktion trägt den Luther-Stempel – und sein Porträt: Unter der provokanten Frage „Ja, was glaubst du denn?“ bitten die evangelischen Kirchengemeinde und Künstlerin Ulrike Schink um Gedanken rund um das Thema Glauben. Alle Menschen sind aufgerufen, ihre Ansichten handschriftlich auf einem Zettel niederzuschreiben.

„Das kann die ganze Bandbreite abdecken“, erläutert Pastorin Kuschmann die Schreibwerkstatt und denkt dabei „durchaus auch an kirchenferne oder kirchenkritische Aussagen. Das interessiert uns auch.“

Der Bassumer Advent markiert den Startschuss zu dieser Aktion, die anschließend bis Ostern laufen soll. Aus den Beiträgen will Ulrike Schink ein Kunstwerk erschaffen, das ab August 2017 in der Stiftskirche gezeigt werden soll.

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