Künstlerinnen erneuern Land-Art im Stifts-Park

Auch Frösche nutzen Kunstobjekt

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Die Künstlerinnen Barbara Mathis (v.l.), Hella von Beckerath und Gisela Wiechmann haben in diesem Jahr noch viel mit dem Kunstpfad im Stiftspark vor. 

Bassum - Von Sophie Filipiak. Um den Kunstpfad im Stifts-Park Bassum ist es seit dem vergangenen Jahr etwas ruhiger geworden. Wer nun aber denkt, dass das Projekt eingeschlafen ist, der irrt sich gewaltig. Denn die Künstlerinnen Barbara Mathis, Hella von Beckerath und Gisela Wiechmann haben noch viel vor.

2014 haben die Frauen den Kunstpfad aus der Taufe gehoben. Seither hat sich einiges verändert. Die Land-Art-Objekte sind dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen, kein Wunder, sind sie ja immer Wind und Wetter ausgesetzt. Und obwohl sich die meisten Bassumer an der Kunst erfreuen, gibt es auch einige, die ihr Unwesen im Stifts-Park treiben. Ein Kunstbanner ist gestohlen worden, ebenso wie eine Autobatterie, die die Klanginstallation an der Stiftseiche betrieben hatte. Die Bänke am Picknickplatz waren im vergangenen Jahr mit Sprühfarbe verunstaltet worden. Vor dem Bürgerpicknick hatte aber der Holzkünstler Andreas Koch-Warnken die Möbel wieder instand gesetzt.

Spiegel als Sprungbrett

Tierische Vandalen waren bei der Spiegelplastik von Hella von Beckerath auf dem Teich am Werk. „Die Frösche haben die Spiegel als Sprungbretter benutzt und dadurch verstellt“, erzählt die Künstlerin mit einem Lächeln. Aber insgesamt halte sich der Schaden in Grenzen, so Barbara Mathis. „Wir hatten mit mehr gerechnet.“

Nun sollen wieder einige der Kunstobjekte erneuert werden. So wird die Klanginstallation im August weiter oben an der Stiftseiche angebracht. Betrieben wird sie dann durch ein Solaraggregat.

Außerdem wollen die Künstlerinnen die Bassumer stärker einbinden. „Viele sind sehr begeistert von dem Kunstpfad“, sagt Barbara Mathis. „Sie wollen aber auch selbst gern künstlerisch tätig sein.“

Daher sind drei oder vier feste Plätze geplant, an denen sich die Menschen an Land-Art versuchen können. „Wir haben auch die Idee, die Volkshochschule Bassum und die Ferienkiste mit einzubinden“, erläutert Barbara Mathis. „Der Kunstpfad soll zu einem Treffpunkt für die Bürger werden“, ergänzt Hella von Beckerath. Aber auch andere Künstler haben die Möglichkeit, sich dort im Stiftspark zu verwirklichen. „Natürlich in Absprache mit der Stadt und der Agenda 21.“

Diese beiden helfen auch aktiv mit, den Kunstpfad zu pflegen. Der Bauhof hält die Wege frei und die Arbeitsgruppe mäht alle paar Wochen einige Wiesen. Dennoch macht das Projekt viel Arbeit, die die Künstlerinnen nicht alleine bewältigen können. Wie das Unkrautjäten beim Steinlabyrinth. „Wir haben uns schon überlegt, ein Schild aufzustellen: Unkrautjäten erwünscht!“, scherzt Hella von Beckerath.

Um die Sanierung der Wege wolle sich die Stadt noch in diesem Jahr kümmern, erzählt Barbara Mathis. So seien sie vor allem für gehbehinderten Menschen besser geeignet.

Zudem sollen im Stifts-Park an mehreren Stellen neue Infotafeln entstehen, die die Bürger auch auf den Kunstpfad aufmerksam machen sollen.

Zwar wird es in diesem Jahr keine Veranstaltung der Kunstpfad-Verantwortlichen geben, dafür werden aber die Bürger im kommenden Sommer ausreichend entschädigt. Mit der Agenda 21 und anderen Vereinen soll es eine gemeinsame große Veranstaltung im Stiftspark geben. Federführend ist Susanne Vogelberg vom Agenda-Büro.

Wer nun Lust bekommen hat, sich am Kunstpfad kreativ zu beteiligen, kann sich an Barbara Mathis unter Telefon 04241 / 803942 wenden.

Mehr Informationen gibt es im Internet:

kunstpfad-bassum.blogspot.de

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