Kommunalwahl am 11. September

Fragen zur Wahl: Was sind Ihre lokalen Klimaschutz-Favoriten?

Bassum - Welche Partei vertritt welche Position zu wichtigen Bassumer Themen? Um eine Antwort darauf zu bekommen, haben wir den Kandidaten um die Sitze im Stadtrat einen Fragenkatalog geschickt. In dieser Woche veröffentlichen wir täglich eine Frage mit den Antworten.

Hermuth Straßburg (Bürgerblock)

Die fünfte Frage stellt die Maßnahmen für den lokalen Klimaschutz in den Mittelpunkt: Das Klimaschutzkonzept listet 55 Maßnahmen auf. Welche fünf sind ihre Favoriten?

Thomas Becker (FDP)

Hermuth Straßburg (Bürgerblock): 1. Energieverbrauchsreduktion im Bereich Bauen und Modernisieren; 2. Regenerative Energiegewinnung: Energie vor Ort erzeugen und nutzen; 3. Nah- und Fernwärme ausbauen: Kleine Fern- und Nahwärmenetze fördern; 4. Abfallvermeidung und Wertstoffsammlung: Verpackungsreduktion in Lebensmittelmärkten und Abschaffung von Plastiktüten; 5. Klimafreundliche Mobilität: Elektromobilität fördern, insbesondere Nutzung von E-Mobilen

Henning Meyer (CDU)

Thomas Becker (FDP): Der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen hätte die erste Priorität. Dazu gehört die Einschränkung des Flächenverbrauches, Einsparungen bei Energie und Frischwasser, Erhaltung der Landschaft. E-Mobilität lässt sich zum Beispiel bei kommunalen Fahrzeugen leicht einsetzen, weil die zurückzulegenden Strecken kurz sind.

Helmut Zurmühlen

Henning Meyer (CDU): 1. Baumöglichkeiten für Neuanlagen im Bereich der erneuerbaren Energien, die von regionalen Anbietern für den eigenen Stromverbrauch genutzt werden; 2. Beratung zum Energiesparen beim Bauen, Renovieren und Modernisieren; 3. Förderung klimafreundlicher Mobilität; 4. Reduzierung von Verpackungsmaterialien durch deren optimierten Einsatz; 5. Förderung des Umweltbewusstseins durch gezielte Bildungsangebote in Schulen.

Luzia Moldenhauer (SPD)

Helmut Zurmühlen: 1. Gemeinsame Projekte / Angebote mit den Schulen entwickeln und sie möglichst vor Ort umsetzen (z. B. Baumpflanzaktionen, Blumenwiesen u.s.w.); 2. Beratung und Unterstützung von Bürgern beim Bau und Umbau von Wohnhäusern zu energetischen Verbesserungen; 3. Ausbau/Erweiterung der Angebote des ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr); 4. Lokale Lebensmittelversorgung unter Einbindung der lokalen Erzeuger; 5. Verringerung von Verpackungsmüll.

Elke Sellmer (Die Grünen)

Luzia Moldenhauer (SPD): 1. Modernisierung und Sanierung besonders städtischer Gebäude; 2. Umstellung des städt. Fuhrparks auf E-Mobilität; 3. Energiesparende öffentliche Maßnahmen (z.B. LED-Straßenbeleuchtung); 4. Förderung des innerörtlichen Fahrrad- und E-Bike-Verkehrs; 5. Informationen zu energiesparenden Haushaltsgeräten offensiv voranbringen.

Peter Faßbinder (Die Linke)

Eike Sellmer (Die Grünen): In der Kommune können wir uns den Ursachen des Klimawandels direkt widmen und Verantwortung übernehmen. Wir favorisieren dabei die Energieerzeugung und -nutzung vor Ort sowie die regionale Erzeugung und Vermarktung von Lebensmitteln. Energetische Sanierungen im privaten und öffentlichen Bereich sind ein weiterer Baustein, den wir für sehr wichtig erachten. Grünflächen müssen geschützt und erweitert werden. Und für eine klimafreundliche Fortbewegung in Bassum bedarf es weiterer Radwege und deren Pflege.

Peter Faßbinder (Die Linke): 1. Nah- und Fernwärme ausbauen mit dem Einsatz von BHKW in Baugebieten mit verdichteter Bebauung; 2. ÖPNV: Ausweitung, Optimierung und Taktverdichtung. Ausbau des Bürgerbusnetzes; 3. Regenwassernutzung; ich nutze Regenwasser im Haus z.B. für alle Toilettenspülungen; bei zeitweise acht Personen eine Maßnahme, die der Umwelt und dem Geldbeutel dient; 4. Umweltbildung an Schulen: Schulen leisten einen wichtigen Beitrag um Umweltproblematiken in Familien zu tragen; 5. Tauschen, Teilen und Reparieren, in Bassum durch den Betrieb der Fahrradwerkstatt begonnen.

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