Experten sollen Brandschutzplan erstellen

Feuerwehr: Ausschuss für große Lösung

Bassum - Von Detlef Voges. A, B oder C? Der Ausschuss für Öffentliche Sicherheit und Ordnung setzte mehrheitlich auf A und damit auf die große Lösung für einen modernen Feuerwehrbedarfsplan.

Er folgte damit einem Antrag der SPD. Folgt auch der Stadtrat dieser Empfehlung, erteilt die Stadt Bassum einem unabhängigen Gutachter den Auftrag, einen zukunftsorientierten Brandschutzplan zu erstellen. Der externe Fachmann soll Gefahrenpotenziale definieren, Schutzziele festlegen und Leistungsstärken aufzeigen – also Bestandsaufnahme, Schwerpunktbildung und Investitionsprogramm. An Kosten hat die Verwaltung 18 000 Euro dafür veranschlagt.

Einhellig war die Meinung im Ausschuss nicht. Für die große Lösung votierten neben SPD auch die Grünen und der Bürger-Block, die CDU lehnte sie ab. Sachlich und unaufgeregt erörterte das Fachgremium unter Vorsitz von Horst Husmann (Bürger-Block) die unterschiedlichen Positionen.

Bassums Erster Stadtrat Norbert Lyko hatte noch einmal die drei Varianten eines Brandschutzplans vorgestellt und sich für B stark gemacht. Dieser Plan beruht auf dem Entwurf der Feuerwehr für ein mittelfristiges Konzept, ergänzt durch die Risikoanalyse eines Gutachters. Der koste dann aber nur 6000 Euro. Dieser Mix aus mittelfristigem Konzept der Feuerwehr (Plan C) und Brandschutzbedarfsplan (B) reicht für Lyko auch aus, um Rechtssicherheit zu schaffen.

Für Theo Garrelts, der im Namen des Stadtkommandos sprach, erfüllt Plan C mit dem mittelfristigen Konzept alle Auflagen einer modernen Feuerwehr. Sollte sich allerdings die Politik gegen den Plan C entscheiden, dann votiere das Kommando für A, so Garrelts.

Ein externer Gutachter müsse alles durchleuchten. Für den Stadtbrandmeister wäre das dann eine Handlungsanweisung für den Stadtrat, die langwierige Debatten vermeiden sollte. Das treffe dann auch auf eine mögliche Ausgabe von 300000 Euro für eine neues Feuerwehrfahrzeug zu, stellte Garrelts klar.

„Wir brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit für die nächsten 20 Jahre“, erklärte Dr. Christoph Lanzendörfer (SPD) und erinnerte an die Minderung der Risiken.

„Wir haben Vertrauen in die Feuerwehr und sprechen uns für die Variante C aus“, erklärte Andre Bartels für die CDU.

Grüne und Bürger-Block lobten das Papier der Feuerwehr, tendierten für Plan B, entschieden sich aber wegen der größeren Perspektive für A. „Das verhindere auch Geklüngel“, betonte Kristian Schröder (Grün).

Er habe übrigens jetzt nicht das Gefühl, zwei Jahre umsonst gearbeitet zu haben, kommentierte Garrelts die Entscheidung des Ausschusses. Der Stadtbrandmeister kann sich den eigenen Entwurf durchaus als eine Art Nachschlagewerk für die Feuerwehr vorstellen.

Auch Norbert Lyko äußerte sich trotz Ablehnung des Verwaltungsvorschlags zufrieden, weil sich eine gemeinsame Linie abzeichne.

Rubriklistenbild: © dpa

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