Rettungsschwimmer feiern Erfolg

Bassumer DLRG holt Bronze bei der WM in Eindhoven

Das WM-Team der Bassumer DLRG am Wochenende bei den World Championships Livesaving in den Niederlanden (v.l.n.r.): Carmen Schmeyer, Karin Holtorf, Ute Matzen, Betreuerin Nina Jeppesen, Sylvia Wolf, Klaus Krüger, Silke Hillermann, Katharina Frenken, Anika Flöte, Jennifer Hanken und Susanne Wührmann. - Foto: DLRG

Bassum - Von Ulf Kaack. Während die deutschen Schwimmsport-Olympioniken ohne eine einzige Medaille im Gepäck aus Rio de Janeiro zurückkehrten, langten die Damen der DLRG-Wettkampfgruppe richtig zu. Die Bassumerinnen holten bei der Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer im niederländischen Eindhoven diverse Top-Ten-Platzierungen und gewannen eine Bronzemedaille.

Erstmals beteiligten sich gleich zwei Teams der Bassumer DLRG-Ortsgruppe an den World Championships Livesaving. Alle zwei Jahre findet dieser internationale Wettkampf der Lebensretter statt, in diesem Jahr im niederländischen Eindhoven und Noordwijk. Zehn Damen in zwei Teams gingen in verschiedenen Disziplinen der Seniorenklasse an den Start und mit Klaus Krüger der einzige Vertreter der maskulinen Fraktion.

„Das war schon ein echter Hammer, alles gigantisch und multikulturell“, erinnert sich Teamleiterin Nina Jeppesen immer noch mit ungebremsten Enthusiasmus an die vergangenen Tage zurück. „6300 Rettungsschwimmer aus nahezu allen Ländern der Erde waren vertreten. Der Kontakt zu ihnen war vollkommen barrierefrei. Wir waren eine große Familie. Das professionelle Umfeld mit allem, was dazu gehört, konnte sich beinahe mit der Olympiade messen.“

Beim Leinenwerfen sicherten sich Sylvia Wolf (links) und Karin Holtorf den dritten Platz und brachten eine Bronzemedaille mit nach Hause. - Foto: DLRG

Die Wettkämpfe waren in einem Leistungszentrum für den Schwimmsport. Das Wettkampfbecken mit seinen internationalen Dimensionen – zehn 50-Meter-Bahnen mit einer Tiefe von drei Metern – hinterließen einen nachhaltigen Eindruck bei den Bassumer Schwimmern. Angetreten wurde in verschiedenen Einzel- und Mannschaftsdisziplinen, die eine sportliche Herausforderung an die Teilnehmer darstellten und sich gleichzeitig an realistische Szenarien des Rettungsdienstes an der Küste und in den Binnengewässern anlehnten.

So mussten über unterschiedliche Distanzen und zum Teil in der Staffel rund 70 Kilogramm schwere Puppen durch das Wasser gezogen werden, und Hindernisse galt es zu untertauchen. Brust- und Rückenschwimmen mussten ebenso beherrscht werden wie das Kraulen und die zügige Fortbewegung mittels Schwimmflossen.

Mehrfach konnten sich die Retter aus Bassum unter den ersten Zehn platzieren. Nicht schlecht für das Debüt. Den größten Erfolg konnten Sylvia Wolf und Karin Holtorf verbuchen: Beim Leinenwerfen belegte das Duo mit nur fünf 100stel Sekunden Rückstand auf die Zweitplatzierten den dritten Rang in der Altersklasse Master 45 bis 49 und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

„Das war schon aufregend, zumal es sich hier um eine internationale Disziplin handelte, die wir bislang nie trainiert hatten“, erzählt Karin Holtorf. „Es galt, ein 16 Meter langes und nicht ganz leichtes Tau aus dem Wasser zu bergen, es anschließend erneut auszuwerfen und dann den Partner damit abzuschleppen. Leichter gesagt als getan. Beim Gang anschließend aufs Treppchen kamen richtig Emotionen hoch.“

An den kommenden Weltmeisterschaften wird sich die Bassumer DLRG wohl nicht beteiligen, denn die finden in Australien statt. Aber bei den Europameisterschaften 2017 wollen die Lebensretter wieder dabei sein. Wenn möglich, mit noch mehr Schwimmerinnen in weiteren Disziplinen und, so der ausdrückliche Wunsch, unter größerer Beteiligung der Herren.

Übrigens: Als einzige Ortsgruppe im Landkreis nimmt die DLRG-Bassum an Wettkämpfen teil. Ihre Mitglieder kommen aus der Region und sogar aus Bremen.

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