„Ankommen in einer anderen Welt“

Manuela Wiese besucht in Ghana Privatschule von Regina Barg

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Manuela Wiese umringt von Schulkindern der Da Vinci School.

Twistringen/Ghana - Die ehemalige Bassumer Schulleiterin Regina Barg leitet seit fünf Jahren eine Privatschule in Accra in Ghana. Seit gut zwei Jahren wird sie dabei finanziell und materiell vom Verein School for Ghana mit Sitz in Syke unterstützt. Derzeit ist Vereinsmitglied Manuela Wiese aus Twistringen zu Besuch in Accra.

Wiese wollte die vom Verein gesammelten Spendengelder in Höhe von 1800 Euro persönlich überbringen.

„Es ist wie ein Ankommen in einer anderen Welt“, beschriebt sie. „Fremde Menschen, unbekannte Gerüche und eine ganz eigene Stimmung begrüßten mich bereits nach der Landung.“

Gemeinsam mit der Schulleitung, den Kolleginnen und den Schulkindern der „Da Vinci School“ startete sie bereits einen Tag nach ihrer Ankunft direkt in das neue Schuljahr.

„Hier beginnen die Kinder bereits mit anderthalb Jahren ihre Schullaufbahn. Und so ist es programmiert, dass bei den Kleinsten einige Tränen fließen, wenn die Mütter sich von ihnen verabschieden“, hat die Twistringerin beobachtet. Ihr Fazit: „Finger- und Singspiele und auch das Einbeziehen der erfahreneren Schüler sind hilfreich, um bei Tränen zu trösten.“

Es habe nicht lange gedauert, bis die Kleinen ihr das Vertrauen geschenkt hätten. „Der kleine Japhat fühlte sich in meinen Armen so geborgen, dass er glatt eingeschlafen ist.“

Neue Schulbücher eingetroffen

Regina Barg (rechts) nimmt die Spende entgegen. 

Mit den Spendengeldern der vergangenen Monate konnte Regina Barg die Klassenzimmer im Haus und auch das Büro renovieren. Die Wände wurden gestrichen, Schränke eingebaut, weitere Regale sind in Planung. Bereits nach wenigen Tagen seien auch die neuen Schulbücher eingetroffen, die der Verein mitfinanziert habe. Für die nun mitgebrachten 1800 Euro gebe es auch schon konkrete Ideen: „Die Klassenzimmer außerhalb des Hauses müssen unbedingt weiter ausgebaut werden. Derzeit hinterlassen die freilaufenden Hühner dort ihre Spuren.“ Neue Außenwände sollen das künftig verhindern.

Da Holz verbaut wird, beauftragte Barg einen Tischler und keinen Maurer, wie es hierzulande üblich wäre. „Das hat den Vorteil, dass er sich auch gleich um die Türen kümmern kann“, schreibt Manuela Wiese. Sie war recht gespannt, ob sie noch während ihres Aufenthaltes die ersten Ergebnisse der Bauarbeiten zu sehen bekommt. Üblicherweise würden Handwerker dort lange auf sich warten lassen. Zu ihrer Freude konnte die Twistringerin dann doch den Anfang der Arbeiten noch erleben. Morgen tritt sie ihre Heimreise an.

Mehr Informationen gibt es im Internet:

www.school-for-ghana.de

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