Pastor Herbert Köhler philosophiert über die Beziehung zwischen Hund und Herrchen

Das mit Abstand beste Geschäft

Pastor Herbert Köhler und Alfons performen mit Gästen einen Choral im Rammstein-Sound. - Foto: Büntemeyer

Bramstedt - Von Heiner Büntemeyer. Etwa 30 Gäste besuchten am Sonnabend gemeinsam mit ihren Hunden in der Hundeschule von Volker Feser einen Gottesdienst für Mensch und Hund, den Pastor Herbert Köhler hielt. Bei angenehmem Wetter hatten sich die Gottesdienstbesucher über die Wiese verteilt, während der Pastor an einem Stehpult unter einem Partyzelt stand.

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“, zitierte Köhler aus dem Schöpfungsbericht der Bibel. Diese Aussage beziehe sich allerdings nicht auf Mann und Frau, sondern ausdrücklich auf Mensch und Tier. „Eva kam erst später, und das Unheil nahm seinen Lauf“, fügte er augenzwinkernd hinzu.

Das Tier sei also schon von Beginn an ein Mitgeschöpf und müsse entsprechend behandelt werden. In der Bibel stünde, der Mensch müsse über die Tiere herrschen, allerdings beinhalte „herrschen“ auch die Pflicht, sich um das Tier zu kümmern und es zu pflegen.

Die Frage, warum der Hund eigentlich gehorche, beantwortete Köhler mit dem Beispiel der beiden Jünger Simon und Andreas, die nach der Aufforderung von Jesu, ihm zu folgen, widerspruchslos mitgegangen seien. Das sei weder Magie noch Gehirnwäsche gewesen, vielmehr sei es der Wunsch nach Harmonie und Sicherheit, der dazu führe, einer Leitfigur bedingungslos zu folgen. Wer die Souveränität habe und das bieten können, dem schenke man sein Vertrauen, erklärte Köhler. „Wir Menschen bieten den Hunden Sicherheit, sie schenken uns alles, was sie haben“, so Köhler. Das sei das mit Abstand beste Geschäft, das die Menschen je abgeschlossen hätten.

Begleitet wurde der Gottesdienst von dem Gebell der Hunde, aber auch von den Jagdhornbläsern des Hegeringes V, die unter anderem eine „Teckel-Fanfare“ und eine „Hunde-Fanfare“ spielten.

Außerdem beteiligte sich Alfons, der Reporter mit dem Puschelmikrofon, an diesem Gottesdienst, unterhielt sich mit den Besuchern und stimmte zusammen mit Pastor Köhler den ersten Vers des Chorales „Großer Gott, wir loben dich“ a cappella im „Rammstein-Sound“ an.

Köhler freute sich über den guten Besuch und war nicht abgeneigt, so einen Gottesdienst irgendwann zu wiederholen.

Auch Besucher lobten „die gute Idee und das Ambiente“. „Ich muss das jetzt erst mal sacken lassen“, meinte eine Dame und betrachtete nachdenklich ihren kleinen Mischling Speedy.

Für den fünfjährigen Bernhardiner Skipper war dieser Gottesdienst wohl auch deshalb so interessant, weil er Carli, einer großen schwarzen Dogge, begegnet war. „Da hat er zum ersten Mal erlebt, dass es noch andere Hunde gibt, die so groß sind wie er“, lachten seine Besitzer Ursel und Heinrich Bülter.

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