Experte für Wunder Johannes Arnold lässt Jung und Alt staunen

Zauberei ist keine Hexerei

Die Kinder verfolgten das Programm des Experten für Wunder, Johannes Arnold, im Mehrgenerationenhaus in Barnstorf gespannt. -  Fotos: sbb

Barnstorf - Er hat das ganz gewisse Etwas: Der Zauberer Johannes Arnold aus Ottersberg bei Bremen. Ein wenig Hipster-Style in knappem Anzug, Hemd und roter Krawatte, leicht roten Haaren mit langen Koteletten, Vintage-Lederschuhen. Lang gewachsen und mit Clown-Assoziation. Er spricht ruhig, erklärt und bindet seine Zuschauer ein und: Er zaubert, dass die Augen groß werden, der Mund zum langen „Ooooh…“ geformt ist.

In Barnstorf war der Zauberkünstler und Poet im Mehrgenerationenhaus am Dienstagnachmittag zu Gast und begeisterte mit seiner mehr als einstündigen Zaubershow mit Mitmachsequenzen rund 65 Gäste von vier bis über 90 Jahren. Der Gentleman-Zauberer und Jongleur aus Taaken bei Ottersberg zauberte aber nicht nur direkt vor den Augen seiner Zuschauer, sondern erklärte seine Tricks während der Show und schloss mit zwei kleinen Zauber- und Jonglage-Workshops für Interessierte seinen Besuch in Barnstorf ab.

„Wir freuen uns so, dass trotz unserer Sommerpause im Mehrgenerationenhaus so viele Gäste gekommen sind“, resümierte Leiterin Christine Trenkamp den „zauberhaften“ Nachmittag. Initiatoren der Einladung von Arnold waren auch Jugendpfleger der Samtgemeinde Barnstorf Ole Sterzig, Susanne Best vom Familien- und Kinderservicebüro Susanne Best und Christiane Roth von der Bücherei Barnstorf.

„Zaubern ist so einfach, man kommt oft nur nicht auf die Tricks, weil sie direkt vor den Augen passieren“, meinte Arnold, aber ganz so einfach war es doch nicht. Denn zu dem Ergebnis seines Programmes gehört Talent, viel Übung, Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit und schauspielerisches Talent. Und noch eins: Witz. Davon hat der Zauberer und Jongleur sehr viel. Er dichtet selbst zu seinen „Acts“, lässt sein Publikum auch zu Musik genießen und staunen.

Unter seinen Händen schienen die unterschiedlich langen Seile wie durch Zauberhand gleich lang zu werden, Knoten lösten sich auf. Die massiven Ringe aus China verhakten, bildeten Ringketten, Muster und Räume entstanden. „Pusten und Reiben gehört dazu“, meinte der Künstler, aber das glaubten die Kinder ihm nicht. „Wollt ihr lernen, wie man ein Ei verschwinden lassen kann?“ Klar wollten sie. Also erklärte er den Basistrick der Zauberer, den Zaubergriff mit Namen „Palmir“. Seine Zauberkunststücke haben aber auch pädagogischen Mehrwert: Zu den Seilen assoziiert er Lebenszeit, zu optischen Täuschungen dichtet er liebevoll. Er lässt Traumbilder entstehen, wenn er faktisch nicht vorhandene Gegenstände wie Karten und Eier den Gästen zuwirft und sich zurückwerfen lässt.

Alle machten mit und viele wollten in den kurzen Workshops im Anschluss noch mehr wissen. Und auf einmal zaubert Ole, ein Junge aus dem Publikum, selbst auf der Bühne mit Spielkarten und traut seinen Augen nicht. Der Nachmittag mit Arnold war zauberhaft, anspruchsvoll und witzig. Alles mit klassischen Requisiten der Zauberkunst wie Jonglierkegel, Kartenspiele, Ringe und Bälle. Wunderbar anzuschauen, wenn sechs Bälle durch die Luft nach einem Muster wirbeln, sich an den Ohren oder der Stirn des Künstlers quasi anheften und weiterrollen im hohen Spiel der Jonglage.

Bei Arnold sieht alles spielerisch aus, tatsächlich präsentiert er auf der Bühne hohe Kunst. Und dann kommen auch noch die Senioren auf ihre Kosten: Wenn Frank Sinatra seinen unvergessenen Welthit „New York, New York“ singt und Arnold dazu mit „Stars and Stripes“-Kegeln jongliert. Einfach wunderbar. - sbb

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