TSV Drebber installiert Beregnungsanlage auf Sportplatz

Regen „aus der Erde“ soll Rasen wieder fit machen

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Mit Düsen (Regnern) wird das Wasser auf die Rasenfläche ausgebracht. 

Drebber - Beregnung ist ein Thema, das sich dem Betrachter in diesem nassen Sommer nicht zwangsläufig aufdrängt. Der TSV Drebber hat sich trotzdem mit dem Thema Bewässerung auseinandergesetzt. In der abgelaufenen Woche ist auf dem Sportplatz mächtig gegraben worden, denn derzeit wird dort ein Beregnungssystem installiert. Es soll den Rasen vital halten und das Problem mit den Engerlingen lösen.

Seit einigen Jahren arbeiteten die TSV-Verantwortlichen vergeblich daran, die ramponierte Rasenfläche wieder in Schuss zu bekommen (wir berichteten).

Das Problem des Sportplatzes besteht darin, dass unter dem Rasen Engerlinge leben. Diese Insektenlarven fressen die Wurzeln des Rasens an. Außerdem sind sie ein begehrter Leckerbissen bei Krähen und Maulwürfen. Der Rasen wurde durch das Picken der Vögel bei der Futtersuche großflächig zerstört und auch die Maulwürfe hinterließen Erdhaufen. Der Platz glich stellenweise einer Kraterlandschaft. Bei diesen Verhältnissen war ein sicherer Sportbetrieb nicht möglich. „Da Sport etwas Gutes für die Gesundheit sein und nicht zu Verletzungen führen soll, können wir es im Moment nicht zulassen, dass auf dem Platz Fußball gespielt wird“, musste der TSV den Sportbetrieb auf dem Platz schließlich einstellen.

Es gab immer wieder Rückschläge, auch eine Sanierung brachte nicht den gewünschten Erfolg.

„Die Beregnungsanlage soll uns helfen, das Problem in den Griff zu bekommen“, berichtet TSV-Vorsitzender Heinfried Maschmeyer. Durch die Bewässerung kommen die Engerlinge nicht mehr so weit an die Oberfläche, und für die Krähen ist der Platz nicht mehr so attraktiv.

Anfang der Woche rückte eine Spezialfirma aus Hatten an, verlegte ein Rohrleitungssystem. Dazu musste ein Schacht einmal rund um den Fußballplatz ausgehoben werden. Die Rohre versorgen die Düsen (Regner), aus denen die Platz beregnet wird.

Für das Bewässern ist nun keine „Manpower“ mehr erforderlich, niemand, der einen Schlauchwagen platzieren muss. Jetzt übernimmt „Kollege Computer“ in Form eines Steuerungsmoduls, das einen Sollwert mit den tatsächlichen Niederschlägen und der Temperatur vergleicht und die Bewässerungsmenge für den Rasen automatisch anpasst.

„Natürlich wird durch die regelmäßige Bewässerung auch die Rasenqualität verbessert“, ergänzt Maschmeyer. Auch die Tennissparte profitiert von dem Kanalbau, die Anlage ist an das Bewässerungsnetz mit angeschlossen worden.

Für den Bau der Beregnungsanlage muss der Verein eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen. Die Baukosten liegen laut Maschmeyer bei etwa 12 500 Euro. Dabei gibt es eine Förderung vom Landessportbund.

Die Arbeiten gingen zügig vonstatten, sodass in die Gräben inzwischen schon wieder zugeschoben werden, beziehungsweise wurden.

Nun muss also noch Gras über die Sache wachsen; der schmale Streifen, der für die Rohrleitung vonnöten war, wird jetzt mit Rollrasen ausgelegt. Ende August soll der Platz wieder freigegeben sein und wird dann, so hoffen sicherlich nicht nur die TSV-Verantwortlichen, eher von Sportlern als von Krähen bevölkert. 

sr

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