Zwillinge Hoepner berichten von ihrem neuen Abenteuer

Ohne Geld um die ganze Welt

Paul Hoepner (l.) und sein Zwillingsbruder Hansen haben gemeinsam die Welt umreist.

Barnstorf - Vor zwei Jahren waren Paul und Hansen Hoepner zu Gast in Barnstorf, um von ihrer abenteuerlichen Fahrradtour von Berlin nach Shanghai zu berichten. Der Vortrag im Rathaus stieß auf großes Interesse und machte Lust auf mehr. Nun gibt es die erhoffte Zugabe. Die Zwillinge kommen erneut in den Hunte-Flecken. Bei der Veranstaltung am Donnerstag, 8. September, berichten die beiden Globetrotter von ihrem neuesten Reiseerlebnis, das sie ebenfalls in Buchform niedergeschrieben haben. Der Titel: „Zwei um die Welt – in 80 Tagen ohne Geld“

„Ich freue mich, dass es erneut geklappt hat. Es ist nicht so einfach, die Jungs für eine Lesung zu bekommen“, berichtet Bibliothekarin Christiane Roth. Damals sei es ihr gelungen, die berühmten Zwillinge über die Büchereizentrale Niedersachsen zu buchen. Diesmal musste sich die engagierte Bibliotheksleiterin mit ihrer Bitte direkt an den Piper-Verlag wenden. Als schließlich die erhoffte Terminzusage kam, war die Freude groß.

In diversen Talkshows haben Paul und Hansen Hoepner bereits einen kleinen Einblick in ihr jüngstes Abenteuer gegeben und dabei für staunende Gesichter bei den übrigen Gästen im Studio und an den Fernsehbildschirmen gesorgt. „Einmal um die Welt in 80 Tagen, und zwar ohne Geld. Kann das überhaupt gehen?“, fragt sich der Zuhörer.

Wie schon Phileas Fogg aus dem Buch „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne, unternahmen die Zwillinge den Versuch, in knapp zwei Monaten den Erdball zu umrunden. Im Unterschied zu Fogg, der 20 000 Pfund für sein Vorhaben hatte, verließen die Berliner ihr Zuhause ohne einen einzigen Euro in der Tasche. Ihr Plan war es, per Anhalter oder zu Fuß zu reisen. Unterwegs machten sie Station, um Geld zu verdienen, sei es als Umzugshelfer oder Handwerker. Als wichtige Einnahmequelle erwies sich der Verkauf ihres selbst gebasteltes Schmucks.

„Alles was wir unterwegs an Geld brauchten, mussten wir während der Reise verdienen. Es war ein beinahe unmögliches Rennen gegen die Zeit“, schildern Paul und Hansen Hoepner. Ihre grob geplante Route führte durch 17 Länder: Frankreich, Spanien, Portugal, Kanada, Japan, Hongkong, China, Myanmar, Indien, Bangladesh, Usbekistan, Kasachstan, Russland, Lettland, Litauen, Polen und zurück nach Deutschland.

Auf ihrer Weltreise gelangten sie in einem klapprigen Bulli nach Montpellier, begegneten gleich mehreren Schutzengeln in Lissabon und reparierten auf dem Weg nach Vancouver das Lieblingsspielzeug eines Vollblut-Rockers. Sie erfuhren, dass man nicht einfach zu Fuß die Grenze nach Myanmar überqueren kann, wie schwer es ist, auf Indiens Straßen Schmuck zu verkaufen, und erreichten in letzter Minute den Zug nach Russland.

Über diese und viele weitere Erlebnisse werden Paul und Hansen Hoepner bei ihrem Besuch in Barnstorf berichten. Die Lesung beginnt um 20 Uhr im großen Ratssaal. Der Eintritt kostet 15 Euro. Vorverkaufskarten gibt es in der Barnstorfer Bibliothek und in der Buchhandlung Seitenwind. 

sp

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