Jürgen Lübbers führt den Karneval-Club Drebber ins Jubiläumsjahr

Neuer Präsident sorgt für Lach- statt Sorgenfalten

DREBBER - Dass Samtgemeindebürgermeister Jürgen Lübbers für so manchen Spaß zu haben ist, hat er schon häufig unter Beweis gestellt. Als eingefleischter Bayern-Fan beispielsweise lässt er keine Gelegenheit aus, um einem Werder-Anhänger mit einem lockeren Spruch die sportlichen Grenzen aufzuzeigen. Warum sollte es auch immer bierernst zugehen, zumal auch in Verwaltung und Politik mal herzlich gelacht werden darf. Nun hat der Hauptverwaltungsbeamte aus Drebber einen Posten, der seiner humorvollen Ader entgegen kommt. Er ist neuer Präsident des Karneval-Clubs Drebber.

Ein dreifaches „Drebber helau“ schallte durch das Landgasthaus Halfbrodt, als die heimischen Narren ihre neue Session einläuteten. Einige Vereinsmitglieder waren schon vor der Jahreshauptversammlung zur Höchstform aufgelaufen. Sie hatten am Abend des 11.11. im Vereinslokal gefeiert. Andere Mitglieder machten sich auf den Weg in die Karnevalhochburg Köln. Pünktlich um 11.11 Uhr standen Lübbers & Co. auf dem Heumarkt, um gemeinsam mit tausenden Jecken dem Dreigestirn um Oberbürgermeisterin Henriette Reker zuzujubeln.

Äußerst humorvoll ging es zum Start in die neue Session auch an der Hunte zu. Allerdings waren die Vorzeichen für die Versammlung, die exakt drei Stunden und elf (!) Minuten dauerte, nicht gerade gut. Wie bereits berichtet, hatte Präsident Martin Wilke Mitte September überraschend sein Amt niedergelegt. Da wurden bei den Narren aus den Lachfalten plötzlich Sorgenfalten. Folglich oblag es nun Stellvertreter Reimund Alsdorf, auf die Aktivitäten einer erfolgreichen Session zurückzublicken.

Höhepunkte waren der Kostümball der Erwachsenen, der Kindermaskenball, der Besuch der Galasitzung in Vechta sowie das Bergfest mit Fahrradtour und gemütlichem Beisammensein im „Uthüs“ in Drebber. Der Jahresrückblick wurde begeistert aufgenommen, ebenso der Bericht von Kassenwart Michael Makollus. Der Kontostand konnte erneut verbessert werden, so dass für die Jubiläumsveranstaltung im nächsten Jahr ein ausreichendes Polster vorhanden ist.

Im Vorfeld der Versammlung hatte der Vorstand getagt, um ein Konzept für die Nachfolge von Wilke zu erarbeiten. Da kein weiterer Kandidat gefunden wurde, erklärte sich Lübbers bereit, den Verein übergangsweise bis zur nächsten Wahl in zwei Jahren zu führen. Das Votum war (fast) eindeutig. Lübbers´ Ehefrau Rita konnte es sich nicht verkneifen, sich der Stimme zu enthalten.

„Eine Vakanz wäre wegen der Jubiläumsfeierlichkeiten im nächsten Jahr sehr bedenklich gewesen“, meinte Lübbers. Er wies darauf hin, dass der Verein gewillt sei, die Aktivitäten weiter auszudehnen und neue Mitwirkende für das närrische Treiben in Drebber zu finden. In diesem Zusammenhang hofft der neue Präsident auf einen gut besuchten Kostümball und einen ebenso erfolgreichen Kindermaskenball.

„Die Veranstaltungen können nur gemeinsam überdauern. Wenn die Besucherzahlen des Kostümballs am Abend weiter zurückgehen und diese Veranstaltung nicht mehr durchgeführt werden kann, wird es auch keinen Kindermaskenball in Mariendrebber mehr geben“, stellte Lübbers fest. Das war einmütige Auffassung der Anwesenden, die auch bei den weiteren Wahlen Geschlossenheit demonstrierten.

Während Lübbers an die Spitze des Elferrates vorrückte, übernahm seine Frau Rita die Aufgaben des Schriftführers. Sie wurde ebenfalls fast einstimmig gewählt (Enthaltung: Lübbers). Auch Kassenwart Makollus genoss das Vertrauen der Mitglieder. Zu Beisitzern wurden Heinrich Pieper, Elke Eckert, Ingo Halfbrodt, Dörthe Schwall und Heide Alsdorf gewählt. Der Festausschuss besteht aus Petra Makollus, Hiltrud Pieper, Olaf Curth, Christel Finke, Erika Schilling, Martina Wilke sowie Martina und Heinrich Brokering.

Nach den Wahlen würdigte die Versammlung das starke Engagement von Martin Wilke, der seit 2008 als Präsident tätig war. Er habe den Verein über die Gemeindegrenzen hinweg bekannt gemacht, unter anderem als Doppelgänger von Horst Schlemmer, lobte sein Nachfolger. Da Wilke nicht anwesend war, soll das als Anerkennung zugedachte Geschenk nachträglich überreicht werden.

Wilkes Rücktritt war kurz nach der Kommunalwahl erfolgt. Er hatte den Wiedereinzug in den Gemeinderat verpasst und sich mehr Stimmen aus Mariendrebber erhofft. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Wilke, dass es nach wie vor Differenzen zwischen Marien- und Jacobidrebber gebe, die seinem Interesse an einem aktiven Dorf- und Vereinsleben widersprechen würden. Ursprung und Blickrichtung des Karneval-Clubs würden sich weiterhin auf den Ortsteil Mariendrebber fokussieren. Daher habe er die Lust auf den Führungsposten verloren. Dem Verein wolle er aber gerne als einfacher Jeck die Treue halten.

Beim Ausblick auf das Jahr 2017 rückte das „närrische Jubiläum“ in den Mittelpunkt. Der Karneval-Club wird 33 Jahre alt. Auf diese Schnapszahl soll am ersten Februar-Wochenende im Rahmen der traditionellen Feiern bei Halfbrodt angestoßen werden. Für den Kostümball am 4. Februar konnte bereits die Band „Kölsch und Klüngel“ aus Dinklage verpflichtet werden. Beim Kindermaskenball am 5. Februar gibt es ein Wiedersehen mit Heiner Rusche. Der Kinderrockmusiker aus Hemsloh hat dem jungen Publikum bereits beim letzten Karneval eingeheizt. - sp

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