CDU und SPD verzeichnen Sitzverlust im Samtgemeinderat

Nach der Geduldsprobe kommt die Wahlanalyse

Barnstorf - Von Thomas Speckmann. Die Vertreter der Parteien und Wählergemeinschaften wurden am Wahlsonntag auf eine Geduldsprobe gestellt. Immer wieder gab es im Rathaus die Frage nach dem Gesamtergebnis für den Rat der Samtgemeinde Barnstorf. Erst nach Mitternacht ging die Stimmenverteilung des letzten Wahllokals aus Mariendrebber ein. Dann sollte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich CDU und SPD am Abend geliefert hatten (wir berichteten), auch in konkreten Zahlen bestätigen.

Die beiden großen Volksparteien werden im neuen Samtgemeinderat mit jeweils acht Sitzen vertreten sein, büßen damit jeweils ein Mandat gegenüber der Kommunalwahl 2011 ein. Drittstärkste Kraft ist die Wählergemeinschaft Samtgemeinde Barnstorf (WSB) mit fünf Sitzen. Die Gruppe rekrutiert sich aus zwei Wählergemeinschaften, die vor fünf Jahren insgesamt vier Sitze erzielen konnten. Den Grünen ist es gelungen, sich von drei auf vier Mandate zu steigern. Die FDP bleibt weiterhin mit drei Vertretern im Rat.

Nach einer langen Wahlnacht zogen Parteien und Wählergemeinschaft eine gemischte Bilanz. CDU-Ortsverbandsvorsitzender Heinrich Windeler stellte zunächst erfreut fest, dass die Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde um gut einen Prozentpunkt auf jetzt 56,18 Prozent gestiegen ist. Das Abschneiden seiner Partei auf Samtgemeindeebene kommentierte der Christdemokrat wie folgt: „Die CDU hat 27,55 Prozent erreicht, das ist etwas weniger wie vor fünf Jahren. Der Verlust ist aber noch relativ moderat ausgefallen angesichts unserer besonderen Situation in Drebber. Deutlich wird dies auch darin, dass die CDU die Anzahl der Sitze von derzeit sieben auf acht steigern kann, einen Sitz gewonnen hat. Im Flecken Barnstorf konnte die CDU ebenso ein zusätzliches Mandat gewinnen, so dass sie jetzt fünf Vertreter entsenden kann.“

Auch die Sozialdemokraten mussten Verluste zur Kenntnis nehmen: „In einigen Gemeinden hat die SPD die Mehrheit der Stimmen halten können. Trotzdem haben auch wir Sitze an kleine Gruppen abgeben müssen“, bilanzierte Ortsvereinsvorsitzender Reinhard Peukert. Seine Partei fühle sich in ihrem Kurs bestätigt, eine bürgernahe und sachbezogene, ehrliche Kommunalpolitik in der Samtgemeinde Barnstorf und den Mitgliedsgemeinden fortzuführen. „Lobbyismus und Rechtsorientierung wird es mit dem SPD-Ortsverein Barnstorf nicht geben“, unterstrich Peukert. Mit Blick auf den Flecken Barnstorf fügte er hinzu: „Wir freuen uns besonders, mit Michael Bruhns wieder einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken.“

Gute Laune herrschte in der Wählergemeinschaft: „Wir sind mit der Wahl insgesamt sehr zufrieden. Besonders erfreut sind wir über das Ergebnis unserer Eydelstedter Kandidaten. In Drebber konnten wir unsere Sitze halten, während die SPD zwei Kandidaten verlor. Auf Samtgemeindeebene und in Barnstorf hätten wir uns durchaus einen Sitz mehr zugetraut. Hier müssen wir schauen, wo wir Fehler gemacht haben und in Zukunft versuchen, die Menschen besser mitzunehmen“, so Henning Hagedorn. Seine Gruppe werde das Ergebnis nun in Ruhe analysieren und schauen, „wie wir uns am besten gewinnbringend für die Bürger einsetzen können. Es ist auch weiterhin unser oberstes Ziel, die Entscheidungsfindung im Rat öffentlich zu gestalten.“

Die Grünen bejubelten ebenfalls ihr positives Abschneiden: „Wir sind mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden. Im Samtgemeinderat haben wir einen weiteren Sitz erkämpft. Dieses gute Ergebnis werden wir nutzen, um unsere Politik weiter voranzutreiben“, betonte Elke Oelmann, die ihren Platz im Samtgemeinderat verteidigte und im Flecken Barnstorf wieder für das Bürgermeisteramt kandidieren will.

Zufriedene Gesichter auch bei der FDP: „In den Räten der Mitgliedsgemeinden Eydelstedt und Drentwede sind wir in den Wählergemeinschaften in den Gemeinderäten vertreten. Im Rat des Fleckens Barnstorf und im Samtgemeinderat haben wir unsere Mandate stabilisieren können. Wir werden unsere sachliche, konstruktive und erfolgreiche Arbeit für unser Gemeinwesen und die Menschen, die hier leben engagiert und mit viel Herzblut fortsetzen“, kündigte Ortsverbandsvorsitzender Reinhard Börger an.

Einzelkandidatin Brigitte Fuhs hat den Einzug in den Rat der Samtgemeinde Barnstorf und in den Rat des Fleckens Barnstorf deutlich verpasst. Manche Kandidaten haben zwar weitaus weniger Stimmen erzielt als die Barnstorfin, ziehen aber dennoch in das Kommunalparlament ein, weil sie von der Liste ihrer Partei oder Wählergemeinschaft profitieren. „Als Einzelkämpferin hat man es schwer“, weiß Fuhs.

Alle Ergebnisse zur Wahl gibt es im Internet unter www.barnstorf.de 

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