Pastor Rainer Hoffmann sieht Handlungsbedarf in Mariendrebber

Kirchengemeinde stößt an ihre räumlichen Grenzen

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Beim jüngsten Einführungsabend der Konfirmanden herrscht dichtes Gedränge im Gemeindehaus in Jacobidrebber. Problematisch ist die Situation aber vor allem in Mariendrebber. Pastor Rainer Hoffmann drängt auf eine Erweiterung des dortigen Gemeindesaals.

Drebber - „Herzlich willkommen, ich hoffe Sie haben alle einen Platz gefunden“, erklärte Pastor Rainer Hoffmann, als er die angehenden Konfirmanden und deren Eltern zur Anmeldung im Gemeindehaus in Jacobidrebber begrüßte.

Der Hinweis auf den Platz konnte durchaus wörtlich genommen werden, denn die beiden Gemeinschaftsräume waren beim Einführungsabend komplett belegt. „Wir mussten noch den ein oder anderen Stuhl nachstellen und unsere Teamer mussten stehen.“ So war der Pastor war froh, dass nicht alle, die am Kursus teilnehmen werden, an diesem Abend erschienen waren, denn dann wäre es wohl zu eng geworden.

Mit Blick auf die räumliche Situation dürfte sich so mancher Besucher auch gefragt haben, warum die Anmeldung der Konfirmanden immer in Jacobidrebber und nicht auch in Mariendrebber stattfindet. Aber dort wäre es überhaupt nicht gegangen, meint Hoffmann und erläutert die Hintergründe. Die Kirchengemeinde Mariendrebber verfüge zwar über ein den kirchlichen Richtlinien entsprechendes Gemeindehaus, habe aber aufgrund der baulichen Struktur, die der Altsubstanz geschuldet sei, einen für die gemeindlichen Aktivitäten viel zu kleinen Saal.

Die Vertreter der Kirchengemeinde Mariendrebber bemühen sich schon seit längerer Zeit darum, ihren Gemeindesaal auszubauen. Pastor Hoffmann unterstreicht den Handlungsbedarf: „Im Rahmen eines gemeinsamen Pfarramtes ist es dringend vonnöten, dass etwas passiert in Bezug auf den Ausbau des Gemeindehauses in Mariendrebber“, sagt der Geistliche. 

Er mache sich Sorgen, dass der gemeinsame Weg, den beide Kirchengemeinden in Drebber seit nunmehr drei Jahren erfolgreich miteinander bestreiten würden, daran scheitern könnte, dass die Räume in den Gemeinden den Aufgaben nicht mehr entsprechen. „In Jacobidrebber hat sich zwar einiges entwickelt. Dort ist durch den Aus- und Umbau des Gemeindehauses etwas entstanden, was bei der bestehenden Größe der Gruppen und Kreise geht“, stellt der Pastor fest. In Mariendrebber, wo sowohl die Mitmachkirche und der gemeinsame Konfirmanden-Unterricht über die Bühne gehen, sei die Situation allerdings ganz anders. Der etwa 70 Quadratmeter große Saal sei für diese Gemeinde einfach zu klein.

Ob beim Neujahrsempfang, bei Empfängen anlässlich der Jubelkonfirmationen oder auch beim Mitarbeiterdank und anderen besonderen Veranstaltungen: Immer wieder würden die Beteiligten in Mariendrebber an ihre räumlichen Grenzen stoßen. „Bei der Kinderkirche, bei der regelmäßig mehr als 40 Kinder kommen, und beim Konfirmanden-Unterricht, kommt es oft dazu, dass die Teamer oft keinen Platz zum Mittagessen haben“, berichtet Hoffmann.

„Das ist auf Dauer nicht gut und darf so nicht bleiben“, sagt der Pastor. Nicht nur er ärgere sich ein wenig, dass die räumliche Situation selbst in weniger aktiven und auch kleineren Kirchengemeinden ganz anders sei. Die Kirchengemeinde Mariendrebber mit ihren etwa 2 000 Gemeindemitgliedern benötige einfach mehr Platz. Erste Ideen zur Erweiterung gebe es bereits. Doch es fehlten die finanziellen Mittel.

Der Pastor und die Mitarbeiter der Kirchengemeinden, die in diesem Jahr noch von der Kirchenführung besucht werden, hoffen nun, dass dieses Problem bei der nächsten Visitation des Superintendenten nicht nur erkannt, sondern auch bald angegangen werde, damit die beiden Kirchengemeinden in Drebber ihren gut begonnenen gemeinsamen Weg erfolgreich fortsetzen könnten.

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